Zuccaro oder Zucchero *), Federigo, Maler von S. Agnolo in Vado **), war der Sohn eines mittelmäßigen Künstlers, Namens Ottavio, fand aber an seinem Bruder Taddeo einen besseren Leh- rer, wenn überhaupt die Zuccaeri noch zu den grossen Meistern des 16. Jahrhunderts zu zählen wären. Diese Künstler sind die Vasari's ihrer Schule, aber nicht als Nachahmer des Michel Angelo, sondern sie waren der Meinung, in Rafael's Richtung die Kunst gefördert zu haben, während sie, wie Vasari, als Manieristen den ganzen Verfall derselben beschleunigten; Nur selten kamen sie zum wahren künstlerischen Bewusstsein, Federigo hatte indessen ein grosses praktisches Talent, indem Vasari auf Bilder aufmerk- sam macht, welche er um 1560 ausgeführt hatte, fast noch in den Knabenjahren. In Rom war Federigo Anfangs Gehülfe seines Bru- ders Taddeo, und nach dessen Tod vollendete er die Malereien in der Sala Regia des Vatikans, auf Trinitä de' Monti, im Palazzo Fer- nese u. s. w. Diese Werke hatten dem Taddeo einen rühmlichen Namen gemacht, welcher auch auf Federigo überging, so dass ihm der Grossherzog Francesco I. von Florenz das Gemälde des jüngsten Gerichtes in der grossen Kuppel des Domes daselbst übertrug. Bei dieser Arbeit setzte der Künstler Himmel und Hülle in Bewe- gung, und brachte 300 Figuren an, welche 50 Fuss hoch sind. Alle diese Gestalten gleichen aber im Hinblick auf den ungeheuern Lucifer nur Schuljungen, wie der Künstler selbst in seiner Idea de' Pittori etc. bemerkt. Der Dichter Lasca liess beim Aufdecken der Gemälde in einem Madrigal das florentinische Volk in Klage- n ausbrechen über die Verunstaltungen der Kuppel Brunelleschi's, und er räth zur Vernichtung der Malereien, Man wollte auch wirklich den P. da Cortona beauftragen, die colossalen Ge-
*) Die Künstler dieses Namens werden Zuccaro, und nach Va- sari (deutsche Ausg. V. 257) Zucchero genannt. Zuccaro nennt sich Federigo selbst in einem Briefe, und auf einem seiner Werke in Venedig steht Federicus Zuccarus. Auch auf den Titel seiner Drucke steht F. Zuccaro;
*) Sein Geburtsjahr wird verschieden angegeben: 1536, 40, 43, 50. Drei der älteren Schriftsteller nennen 1600 als Todesjahr, und geben ihm ein Alter von 59, 60 und 69 Jahren. Die Zahl 60 bestimmen auch andere, sie lassen ihn aber 1602 oder 1616 sterben. Daher die abweichende Angabe des Ge-
burtsjahres. Vgl. den Schluss des Artikels,
mit Weiss gehoben war bis 1845 in der grafisch Sternberg'schen Sammlung.
Von Florenz aus begab sich Zuccaro nach Rom, wo jetzt der geschmeidige und wissenschaftlich gebildete Künstler grossen Ein- fluss gewann. Der Papst Gregor XIII. übertrug ihm die Vollen- dung der Malereien in der paulinischen Capelle, wo sich Michel Angelo's grossartiger Geist geoffenbart hatte. Zuccaro malte da ei- nige Darstellungen aus dem Leben der Apostelfürsten, welche aber nur wenigen gefielen, so dass einige Höflinge beim Papste Klage erhoben, und ihn zu verleumden suchten. Zuccaro sann desswe- gen auf Rache, und malte ein grosses Bild in Tempera, auf wel- chem seine Widersacher in Portraitähnlichkeit mit Eselsohren vor- kamen. Es ist durch einen grossen Stich von C. Cort bekannt, auf welchen wir unten zurückkommen. Der Künstler hatte die Kühnheit, das Gemälde an der Pforte der Kirche des heil. Lucas auszustellen, weil aber dieses gerade am Festtage des Heiligen vor- fiel, nahm der Papst einen solchen Aerger, dass Zuccaro aus Rom floh, und erst nach Jahren wieder zurückkehren konnte. Dieses Gemälde kam in den Palast Orsini, und darf nicht mit einem spä- teren, ebenfalls im Stich bekannten Gemälde verwechselt werden, in welchem er die Verleumdung des Apelles darstellte. Dieses Bild kam in den Palast Lanti, das eine oder das andere ist aber jetzt in der Gallerie zu Hamptoncourt. In der neuesten Beschreibung von Hamptoncourt, London 1851, wird nämlich eine allegorische Darstellung der Verleumdung erwähnt, welche vierzehn Figuren enthält. Wahrscheinlich ist Zuccaro's Rachebild darunter zu ver- stehen, da die Verleumdung des Apelles weniger Figuren zählt.
Nach der Flucht aus Rom unternahm der Künstler eine Reise durch Flandern, Holland und England, und verweilte meh- rere Jahre in London. Hier copirte er Holbein's Triumph des Reichthums und der Armuth, wovon das Urbild 1660 beim gros- sen Brande zu Grunde ging. Später wurde diese Composition nach Zuccaro's Zeichnung von C. v. Mechel gestochen, man erkennt aber Holbein's Charakter nicht mehr. Dann malte Zuccaro auch das Bildniss der Königin Elisabeth. Fiorillo V. 237 sah das Bild- niss dieser Königin in Kensington. Sie ist lebensgross in phan- tastischer Kleidung in einem Walde dargestellt, wo man auch einen Hirsch bemerkt. An den Bäumen sind Verse geschrieben, welche von Spenser, oder nach Walpole von der Königin selbst herrühren sollen. Sie sind auch wirklich nur unverständliche An- spielungen einer melancholischen Dame. In der Gallerie zu Hamp- toncourt ist jetzt ein lebensgrosses, stehendes Bildniss dieser Kö- nigin, mit Zuccaro's Namen und der Jahrzahl 1580, und ein zwei- tes Portrait sitzend in Lebensgrösse. Im neuen Cataloge ist eigends das phantastische Costüm bemerkt, und somit könnte es aus Ken- sington stammen. In der Portraitsammlung des brittischen Mu- seums wird ihm ebenfalls ein Bildniss dieser Königin zugeschrieben. Es ist ein Geschenk des Grafen von Macclesfield (1766). Ein zwei- tes, mit der Jahrzahl 1567 schenkte Lord Cardoffs 1765 jenem Museum, so dass also Zuccaro das Portrait der Elisabeth zu wie-
Nach den Daten auf den obigen Bildnissen der Königin Eli- sabeth müsste der Künstler um 1507—1580 in England gelebt haben, und dann wurde er nach Venedig berufen, um den Dogen- Palast mit Gemälden zu verzieren. Zuccaro malte da 1582 neben anderen den Kaiser Friedrich Barbarossa, wie er zu den Fü- ßen des Papstes kniet. Der regierende Papst Gregor XIII. hatte dem Künstler wegen der Eselohren lange gezürnt, endlich aber erfolgte die Aussöhnung. Jetzt vollendete er den Cyclus der Ma- lereien in der Paulina, welche Lanzi zu seinen Hauptwerken zählt. Sehr schön ist auch die Grablegung in der Gallerie Borghese. Zu seinen interessantesten Arbeiten gehören aber die Darstellungen aus der Geschichte des Hauses Farnese, welche er mit Taddeo im Palazzo Caprarola gemalt hatte. Dann findet man in den Kirchen Roms auch Altarbilder von ihm. Auf Monte Pincio baute er sich ein eigenes Haus, welches durch Stiche bekannt ist, die sich in F. Ruggieri's Studio d'Architettura 1724 finden. Das eine Blatt (Nr. 78.) enthält die Facade, das andere den Grundriss. Im In- neren verzierten es seine Schüler mit Fresken, welche längst zu Grunde gegangen sind, aber nicht zum Nachtheil der Kunst, da er sich mehr wie je als das Haupt einer sinkenden Schule kund- gegeben hatte. Man sah darin die Familienbildnisse der Zuccheri, Reststücke und allerlei seltsame Dinge. In der Sammlung des Thomas Lawrence zu London waren 12 schöne Zeichnungen, wel- che die merkwürdigsten Lebensereignisse des Taddeo und Federigo Zuccaro vorstellen, angeblich Studien zu diesen Fresken. F. Zuccaro erbaute in Rom auch einen Salon zur Versammlung der Künstler. Daraus ging 1503 oder 05 die Akademie von S. Luca hervor, zu de- ren Gründung er ein päpstliches Breve erwirkte. Bei dieser Gelegen- heit gab es ein grosses Fest, und der erste Präsident war Maestro Fe- derigo. Er setzte dieses Institut auch zu seinem Erben ein, falls sein Geschlecht aussterben sollte, was geschehen ist. Dann war er auch um die antiken Ueberreste sehr besorgt. Zu seiner Zeit wurde im Garten des Mäcenas das berühmte Bild der Aldobrandinischen Hochzeit aufgetan, und er rühmt sich der erste gewesen zu seyn, der es gesehen, und mit eigenen Händen gereinigt habe. Wenn nur nicht die Verwaschung von ihm herrührt, welche das Gemälde zeigt. Mit grossem Lobe erhebt er auch den Laokoon.
Um 1588 wurde F. Zuccaro nach Spanien berufen, um die von L. Cambiaso im Escurial begonnenen Malereien zu vollenden. An- fangs wollte Philipp II. den Paolo Veronese zu diesem Zwecke ein- laden, der Graf Olivarez, spanischer Gesandter in Rom, empfahl aber den Zuccaro. Dieser fand indessen keinen Beifall; seine Ma- lereien im Escurial wurden vernichtet, und durch andere von P. Ti- baldi ersetzt. Nur einige Oelbilder wurden behalten, wie die Ge- burt Christi, die Anbetung der Könige, und die Marter des heil. Lorenz. Der König von Spanien soll dem Künstler während sei- nes dreijährigen Aufenthaltes in Spanien 18.000 Dukaten bezahlt haben, und hatte dafür nur etliche Oelgemälde.
Nach Italien zurückgekehrt unternahm Zuccaro eine ganze Rund- reise im Lande, und malte in allen Städten, was man nur wollte. Zu seinen besten Werken zählt man die Himmelfahrt der Maria in einem Oratorium zu Rimini, und den Tod der heil. Jungfrau in St. Maria in Acumine daselbst. Als ein graziöses Bild bezeich- net Lanzi das Jesuskind in der Krippe im Dome zu Fuligno, und von gleichem Werthe sind zwei Darstellungen aus dem Leben der Maria in einer Capelle zu Loretto. In einem Saale des Collegio Borromeo zu Pavia malte er das Leben des heil. Carolus in Fresco. In der Libreria des Cistercienser Klosters zu Mailand sind zwei rosse Bilder, welche nach Lanzi Schneewunder vorstellen. Die Compositionen sind sehr reich, und das Ganze in glänzender Fär- bung durchgeführt. Den Inhalt kennen wir nicht; R. Weigel er- wähnt aber Nr. 3170 eine Kreidezeichnung mit einer Darstellung aus der heil. Geschichte, welche der Entwurf zu einem solchen
Bilde seyn könnte. Hierauf ging Zuccaro nach Venedig zurück, wo Boschini seine Werke mit grösster Schärfe critisirt hatte. Er überarbeitete sie desswegen, und schrieb unter das Bild der De- müthigung des edlen Hohenstaufen dem Boschini zum Trotze: Fe- dericus Zuccerus f., An. Sal. 1602, perfecit an. 1603. Durch diese Ueberarbeitung scheint das Werk sehr gewonnen zu haben, denn Zanetti und Lanzi zählen es zu den Hauptbildern des Meisters. Im Jahre 1607 befand sich Zuccaro in Turin, wo sich mehrere Bilder von ihm finden. Im Dome ist eine Auferstehung Christi, und in der Jesuitenkirche ein Bild des heil. Paulus. Der Herzog Carl Emanuel liess eine Gallerie von ihm in Fresco verzieren, wo aber die Arbeit unterbrochen wurde.
In den letzten Jahren befasste sich Zuccaro auch mit der Schriftstellerei. Er wollte mit Vasari wetteifern, ist aber fern von der Klarheit und ruhigen Ansicht desselben. Wenn Vasari manch- mal etwas geschwätzig ist, so macht Zuccaro ein ungelehrtes Ge- schrei, und ergeht sich in unverständlichen Grübeleien. Bottari und Mariette (Lettere pittoriche VI, 147 ff.) sprechen mit Gering- schätzung von seinem schriftstellerischen Talente, oder vielmehr von seinen barocken Ansichten. Wir finden folgende seltene Schrif- ten erwähnt:
Lettera a Principi e Signori amatori del disegno, pittura, scul- tura ed architettura, scritta dal Cav. Federico Zuccaro nell' acade-
mia insensata, detto il Sonnachioso, Con un lamento della Pitta- 7 tura, opera dell' istesso. Mantua 1604, 4. - Origine e Progresso dell' Academia del Disegno di Roma, Pa-
La dimora di Parma del Sig. Cav. F. Zuccaro. Bologna, 1608, 4.
Il passaggio per Italia, in cui sono descritte varie pitture, dal Cav. F. Zucchero. Bologna 1608, 4°.
F. Zuccaro starb zu Ancona 1609. Er wurde auf der Reise in die Heimath von einer tödtlichen Krankheit befallen. Über die abweichenden Angaben über sein Geburts- und Todesjahr haben wir Eingangs dieses Artikels in der Note berichtet. Er hinterließ zahlreiche Schüler, welche der von ihm bezeichneten manierierten Richtungfolgten. D. Passignano gehört zu den achtenswerthen Künstlern dieser Schule. Unter den früheren Schriftstellern ist einzig Baglioni ein grosser Bewunderer seiner Verdienste, welcher das Lob auch auf die plastischen und architektonischen Werke des Künstlers ausdehnt. Die beiden Zuccheri waren in jeder Hinsicht Künstler von entschiedenem Talent; sie strebten aber in der von Raphael bezeichneten Richtung mehr nach Bravour der Malerei, als nach Gründlichkeit und genaues Studium der Natur. Sie sind kühne Manieristen, besonders Federigo, welcher bei grosser Leich- tigkeit der Behandlung seinen Figuren einen bestechenden Schein von Wahrheit zu geben wusste. Taddeo ist dagegen gelehrter in der Zeichnung, und beiden ist eine gefällige Form der Fär- bung gemein. In einer Hinsicht übertraf also jener den Bruder; Federigo war aber viele Jahre der einzige Vertreter der römischen Richtung, da T. Zuccaro kein hohes Alter erreichte. Zu seiner Zeit glänzte zwar Raphael's Name noch immer, und auch auf die Zuccheri ging ein Theil des Nimbus über, allein man entdeckt in den gepriesenen Werken Vasari's und der Zuccheri keine Spur der Nachwirkung des Geistes, durch welchen Raphael unsterblich wurde. Die Carracci und G. Reni haben ihm in einigen Werken wieder mit grösserem Erfolg nachgefolgt, doch erhob sich zu ihrer Zeit die Kunst nur in etwas, um noch tiefer zu sinken, als jemals.
Zuccaro's eigenhändiges Bildniss findet man in der Tribune der Gallerie zu Florenz. N. Billy hat es gestochen. Dann stach auch B. Eredi das eigenhändige Bildniss des Künstlers. 4. Auch ein Medaillon mit Zuccaro's Bildniss findet sich. Im Museo Fiv- rentino, bei d'Argensville etc. kommt es ebenfalls vor.
Stiche nach Gemälden dieses Meisters.
Diese Blätter sind ziemlich zahlreich, und viele zeigen den Künstler von vortheilhafter Seite. Folgendes Verzeichniss dient als Supplement zu den bereits genannten Bildern. Doch liegen nicht allen Blättern Gemälde zu Grunde; mehrere sind nur nach Zeich- nungen gestochen.
Maria Scotorum Regina. Kniestück. Ex pictura F. Zucchero in Aedibus Baronis de Carlton. G. Vertue sc. 1725, fol.
Mary Queen of Scots. Maria Stuart, Königin von Schottland, und ihr Sohn, ganze Figuren. Nach dem Gemälde im Besitze der Tuchmacher-Gilde zu London von F. Bartolozzi gestochen. Haupt- blatt, gr. fol.
Maria Stuart, Brustbild in Einfassung, nach dem Gemälde in der Bodleian-Gallery zu Oxford von F. Schuler in Stahl ge- stochen. Mit historischem Text. Stuttgart 1838, fol.
Elisabeth, Queen of England, ganze Figur. J. Waalscon sc. 1773. In Zeichnungsmanier, gr. fol.
Charles Howard Earl of Nottingham. Brustbild mit Beiwerk. J. Houbracken sc., fol.
Sir Nicolas Bacon, Lord Keeper. Id, sc., fol. Sir Fr. Walsingham, Id. sc., fol. Paolo Sarpi, Büste in Oval. W. Dickinson sc., fol. Die Erschaffung der Eva. C. Cort sc, 1572, fol. Sadeler hat dieses Blatt copirt. Die derselbe Darstellung, ohne Namen des Stechers, Cumque mu- lierem ete., gr. fol. Die Erschaffung der Eva, G. Olgiati sc., fol. Moses und Aaron vor Pharao's Thron. C. Cort se. 1567. (Vor der und mit dem Namen des Stechers), gr. fol. Es gibt aber eine gegenseitige Copie ohne Namen des Ste- chers, gr. fol. Die Geburt des. Johannes. C. Cort sc., fol. Die Geburt der Maria, G. Valsio sc. 1572, fol. Derselbe Gegenstand in anderer Auffassung. C. Cort sc, 1572 Ohne Namens des Malers, fol. Die Empfängniss Mariae, Sie steht auf dem Halbmonde, und wird von zwei Engeln gekrönt. C. Cort sc, 1574, gr. fol. Die Verkündigung Mariä. Sie kniet vor dem Pulte, und oben schwebt der heil. Geist in der Engelglorie. F. Zuccarus inv. Ohne Namen des Stechers, gr. fol. Die Verkündigung Mariä, das reiche Gemälde in der Capelle dell' Annunziata im Collegio Romano. Oben schwebt Gott Vater in der Engelglorie, und sechs grosse Propheten mit Tafeln erscheinen als Zeugen der Botschaft. C. Cort sc. 1571. Mit Dedication an den Card. Granvella. In zwei Blättern, s. gr. qu. fol. Sehr selten ohne Cort's Name. Dieselbe Darstellung, und von der gleichen Seite. Hieronymus Olgiatus f. 1572. In der Grösse des Blattes von C. Cort. Dieselbe Darstellung. P. Palumbus 1574, s. gr. qu. fol. Dieselbe Darstellung, aber die Figuren auf die Hälfte reducirt. Raphael Sadeler sc. Aet. suäe 10, gr. qu. fol. Die Geburt Christi mit den anbetenden Hirten. (C. Cort sc.) Ohne Namen, fol. Dieselbe Darstellung. Ph. Salye sc., fol. Die Anbetung der Könige. Maria sitzt mit dem Kinde auf einer Tribune, und empfängt die Geschenke. Von C. Galle nach einer Zeichnung gestochen, gr. fol. Die Anbetung der Könige, Altargemälde in der Franciskaner Kirche zu Venedig. Justus Sadeler sc. Mit Dedication an Marco Trissino, gr. fol. Die Anbetung der Könige, reiche Composition. Maria sitzt links mit dem Kinde auf dem Schoosse, und die Könige opfern knieend. Ph. Thomassin fe, et exc. 1613, gr. fol. Die Anbetung der Könige, reiche, von der obigen verschiedene Composition. Das Kind liebkoset den älteren der knieenden Wei- sen. J. Matham sc., gr. fol. Die Darstellung im Tempel. C. Cort sc. 1568, (Auch ohne Namen), fol. Ein Monogrammist J. M. hat dieses Blatt copirt. Dieselbe Darstellung. Claudio Boni fec. Non Puer Altibus — Derselbe Gegenstand. Mariette exe., gr. fol. Die Flucht nach Aegypten, schöne Composition. C. Cort sc. 1571, kl. fol. Dieselbe Darstellung von der Gegenseite. Mit einem figürli- chen Zeichen und C. C. E. 1566, kl. fol. Digitized by Google
Die heil. Familie in der Landschaft. Maria hält knieend das auf dem Boden schlafende Kind bei der Hand. C. Cort sc. Ohne Namen des Malers, fol.
Dieselbe Darstellung, mit etwas reicherem landschaftlichen Grunde, und radirt. Nur mit der Jahrzahl 1571, gr. fol.
Dieselbe Darstellung mit wenigen Veränderungen, oben rechts zwei Engel. Ch. Alberti sc., fol.
Jesus in der Wüste vom Teufel versucht, welcher als Mönch erscheinet. C. Cort sc. Ohne Namen des Malers, und im ersten Drucke auch ohne jenen des Stechers, fol.
Die Erweckung des Lazarus, reiche Composition, F. Zuccaro pinx., qu. fol.
Die Erweckung des Lazarus. Ph. Thomassin sc. Mit Dedica- tion an Heinrich IV, von Frankreich, gr. fol.
Dieselbe Darstellung, mit einigen Veränderungen, F. Zuccaro pinx., J. Matham sc. G. Valck exc., gr. fol.
Dieselbe Darstellung. F. Zuccaro inve. Alip. Caprioli sc.,
fol.
Die Erweckung des Sohnes der Witwe, energische Composi- tion, gest. von J. Matham, Nach einer Zeichnung, jetzt in der Sammlung des Erzherzog Carl zu Wien, gr. fol.
Petrus im Schiffe, wie ihn der Heiland am Ufer ruft, Ohne Namen, kl. qu. fol.
Christus überreicht dem Petrus die Schlüssel. C. Cort sc. 1567. Ohne Namen des Malers, fol.
Christus bei der am Brunnen sitzenden Samariterin, C. Cort sc. 1568. Ohne Namen des Malers, qu. fol.
Christus und die am Brunnen stehende Samariterin. Don. Rosciotti formis. Gewöhnlich dem Ag. Carracci beigelegt, qu. fol.
Christus vertreibt die Verkäufer aus dem Tempel. C. Cort sc. 1568. Auch ohne den Namen des Stechers, und im späteren Drucke mit J. Orlandi's Adresse 1602, fol.
Das Abendmahl des Herrn. Ant. Lafreri 1568. fol.
Christus am Oelberge, C. Cort sc. 1568, fol.
Die Gefangennehmung des Heilandes. C. Cort sc. 1568, fol.
Ecce homo. Christus mit dem Rohr, Ohne Namen, nur mit der Jahrzahl 1584, fol.
Die Kreuztragung. Der Heiland vor den heil. Frauen. In der Weise eines der Wierix, fol.
Christus unter der Last des Kreuzes sinkend. F. Zuccaro pinx. C. Gallaeus sc., fol.
Die Kreuzabnehmung. Nicodemus steht an der Leiter mit der Zange, und die Frauen sind in Ohnmacht. Ohne Namen, nur mit der Jahrzahl 1572. Vielleicht von C. Cort, fol.
Der Leichnam Christi im Grabe von einem Engel gehalten. G. P. F. (Gasp. Patavinus Fecit), gr. fol.
Dieselbe Darstellung in einer Einfassung von Passionswerk- zeugen. M. Kattrarius sc. 1568, fol.
Dieselbe Darstellung mit Veränderungen, radirt von G. Huret,
fol.
Der Leichnam des Herrn von Maria und den Freunden be- weint. C. Cort sc., fol.
Die Auferstehung Christi, Nic. Nelli formis Venetiis 1560, fol.
Dieselbe Darstellung von der Gegenseite, ohne Bezeichnung, fol.
Die Auferstehung Christi, Mart. Rota f., gr. fol.
Die Himmelfahrt Christi in Gegenwart der Apostel. Fed. Zuc- carus inv. Ant. Lafrerij, fol.,
Die Himmelfahrt Christi, Ag. Carracci sc. Bartsch Nr. 25 be- zweifelt das Blatt, und Zani hält es für D. Pellegrini Tibaldi's Arbeit. Es steht wirklich Do.. P. F. (Dom, Pellegrini Fecit) auf demselben,
Die Sendung des heil. Geistes, C. Cort sc. 1573. Ohne Namen des Malers, fol.
Der Tod der heil. Jungfrau in Gegenwart der Apostel. C. Cort sc. 1567. Ohne Namen des Malers, fol.
Die Himmelfahrt Mariä, Sie wird von Engeln empor getragen, und unten sind die Apostel. Geistreich Holzschnitt, vielleicht von Zuccaro's Hand. Vgl. Weigel Nr. 0490. Ohne Namen, H, 17 Z., Br. 124 Z.
Die Himmelfahrt der Maria. Assumpta est Maria etc, F. Zuc- cheri, Romae ex Chacographia Dom. de Rubeis, fol.
Die Himmelfahrt der Maria in Gegenwart der Apostel. Joan, Bapt. de Cavalleriis inc. Romae 1566, gr. fol.
Die Krönung Mariens, Sie steht auf dem Halbmonde, und wird von vier Engel gekrönt. Ohne Namen des Stechers (Cort), fol. Die Krönung Mariä durch den Heiland, Ch. Alberti sc. 1572, fol. Die Krönung der heil. Jungfrau im Himmel, unten die Kir- chenväter. C. Cort sc. 1575, gr. fol. Der schöne Gegendruck hat Vaccaro's Adresse, Dieselbe Darstellung, J. Sadeler sc., fol.
Die Krönung der heil. Jungfrau zur Rechten des Heilandes, Unten zwischen St. Peter und Paul wird St. Laurentz gemartert, und tiefer kniet der Papst Sixtus gegenüber dem Diakon St. Lorenz, In allegorischer Einfassung. Das berühmte Gemälde in S. Lorenzo zu Rom. C. Cort van Hooren f. 1576. Mit Dedication an den Card. Alessandro Farnese durch J. B. de Cavalleriis und L. Vac- caro. Hauptblatt, gr. roy. fol.
Die schönen Gegendrücke sind von grosser Seltenheit,
Dieselbe Darstellung. Adamo Ghisi Mantuanus exc., gr. fol.
Dieselbe Darstellung. Orazio de Santis Aquilano sc. 1577, gr. fol.
Dieselbe Darstellung mit Veränderung. Bart. Mazza sc., fol.
Die Dreieinigkeit in der Glorie von Engeln. A. Bartsch sc. 1782. Zeichnungsimitation. Rund, 4,
Der Streit der Kirchenväter über die Transsubstantiation , rei- che Composition. Oben die Dreieinigkeit, in der Mitte die Eucha- ristie, und unten die Kirchenlehrer. Laurentius Vaccarius formis Romae. C. Cort fc. Ohne Namen des Malers, gr. fol.
Dieselbe Darstellung, bezeichnet: Joan. Sadeler, kl. fol.
St. Hieronymus im Gebete vor dem Eingang der Höhle, Studie zum Bilde im Escurial. J. Episcopius sc., gr. 8.
Dieselbe Darstellung. F. Zuccarus inv. Sta. For. Ro. 1500, gr. fol.
Dieselbe Darstellung. Th. Galle sc., kl. fol.,
St. Hieronymus in der Zelle schreibend, wie ihn St. Helena auf den Heiland aufmerksam macht, welchen in der Luft ein En- gel in den Armen hält, Kinder spielen mit dem Löwen. Das Ge- mälde im Escurial, F. Zuccarus ınv. et pinx. pro Rege Catholicö _a Lescuriale. Gio, Oslandi form. Romae 1508, gr. fol.
St. Gregor erblickt auf der Burg in Rom einen Engel, zum Zeichen der Aufhörung der Pest. Alip. Capriolus del. 1581; gr. fol.
Die Bekehrung der Magdalena. A. Caprioli sc., fol.
Magdalena von Engeln in den Himmel getragen. C. Cort sc., 1565, kl. fol.
Eine knieende Heilige vor dem Pulte, und neben ihr zwei Schlangen. M. Kartarus fec. 1574, kl. fol.
Die Stigmatisation des heil. Franz, F. Zuc, inv. Soye f. Romae Typis Ant. Salamanca, gr. fol.
Die Enthauptung der heil. Catharina, schöne Composition, in der Manier der Diana Ghisi gestochen, aber dem C. Cort zugeeignet, gr. qu. fol.
St. Hubertus auf der Jagd, im Vorgrunde vier Hunde. Diana Mantuano sc. 1580, kl. fol.
Friedrich Barbarossa zu den Füssen des Papstes und des Dogen, das Bild im grossen Saale des Dogenpalastes. Dom. Rosetti sc. Aus den Pitture di Venezia, gr. qu. fol.
Raiser Heinrich IV. zu den Füssen des Papstes Gregor VII. Caylus et le Sueur fec., Aus Crozat's Werk, als Zeichnungs-Imitation, gr. fol.
Die Taufe des Constantin, F. Bartolozzi sc., kl. fol.
Die merkwürdigen Thaten des Hauses Farnese, die berühmten Bilder der Brüder Zuccheri im Palaste Caprarola, unter dem Titel: Illustri fatti Farnesiani — intagliate in rame da Gio. Gio. Prenner,
Das ganze Werk enthält 45 Blätter; gr. qu. fol.
Die allegorische Figur der Religion mit dem Kreuze, P. Per-
Die Gerechtigkeit am Fusse eines Baumes, wie sie den Fleiss des Mannes belohnt., Ant. Lafrerij formis Romae 1566 (C. Cort sc.), gr. qu. fol. Dieselbe Darstellung: Joan Sadeler exc., qu. fol. Die Zeit, welche die Wahrheit entrückt, Ph. Galle fec. gr. fol. Dieselbe Darstellung. Pet. Valck fec. Venet. N. Nelli exc. 1575, kl. fol. Die Muten auf dem Parnass. J. Episcopius fec., fol. Der bekränzte Bacchus mit dem Pokal auf dem Fusse sitzend und pissend. Am Spundloche trinkt der Satyr, links sitzt ein anderer Satyr, und rechts trinkt der Bauer aus der Kürbisflasche. Helldunkel von drei Platten, welches Weigel zuerst beschreibt, H. Dieselbe Darstellung, anscheinend von Caylus geätzt, und von N. le Sueur mit einer Holzplatte überdruckt. F. Zuccaro del. H. 62 Z., Br. 41 Z. Fünf Kinder, welche singen. Amor docet musicam., Ant. Ey- %enhoedt fec., qu. 8. Die Dummheit mit Eselsohren auf dem Throne mit der Tyran- nei in Wuth über einen jungen Mann, welchen Merkur und die Unschuld schützen. In breiter historiirter Einfassung. Die Figuren und mehrere Beiwerke sind mit Buchstaben bezeichnet, welche auf einen erklärenden Text zu deuten scheinen, F. Zuccarus inv. Cor., Cort fec. 1572. H. 15 Z., Br. 21 Z. Die Malerci in der Schmiede von Ungeheuern gequält. In der Mitte erscheint die Wahrheit, eine nackte Figur, welche die Ma-
Dies ist das oben erwähnte Spottbild des Künstlers, welches er aus Rache gegen die ihn verleumdenden Höflinge ausführte.
Eigenhändige Radirungen,
Füssly erwähnt ein Blatt, welches den heil. Hieronymus bei dem Leichname des Heilandes vorstellt, bezeichnet: F. Zucchero del. et sc. Wir fanden es ausserdem nicht genannt.
Dann findet man nach Füssly sen. auch eine allegorische Dar- stellung mit Zuccaro's Bildniss, aus dem Verlage von Terradeo und Nicolò Gaddi, bezeichnet: F. Zuccaro del. sc. 1575.
Oben zählten wir einen anonymen Holzschnitt mit der Him- melfahrt Mariä auf, welcher so geistreich behandelt ist, dass man einen Originalformschnitt des Künstlers vermuten könnte. Vgl. R. Weigel's Kunstkatalog Nr. 6490. Früher wollte man dieses Blatt dem Taddeo Zuccaro zuschreiben; während in neuerer Zeit F. Denanto als Verfertiger genannt wird,
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