Zouchér, Jan David, Architekt , geboren zu Harlem 1700, war an- fangs Schüler seines Vaters J. D. Zocher, welcher in Soesdyck mehrere Bauten führte, und den k. Park anlegte. Später begab sich Zocher, der Sohn, nach Paris , um unter H. le Bas seine Studien fortzusetzen, und als Pensionär des Königs Ludwig von Holland bereiste er von 1810—11 Frankreich , Italien , die Schweiz und England . Ins Vaterland zurückgekehrt begann er seine Laufbahn mit der Vollendung der Anlagen in Soesdyck, da sein Vater in- zwischen gestorben war. Zocher fand dann häufig Gelegenheit, durch Anlagen und Verschönerungen solcher Art seinen ausge- suchten Geschmack zu beurkunden. Die meisten Plätze um Harlem, und die Wälle der Stadt erhielten durch ihn jenes gefällige An- sehen, welches sie jetzt haben. Ähnliche Arbeiten unternahm er in Utrecht , Ammersfort, Schiedam , Heiligenberg , und auf vielen königlichen Schlössern und Herrensitzen. Dabei fand er auch Ge- Jegenheit, Landhäuser, Pavillons, Orangerien u. s. w. zu bauen, so dass Zocher die Architektur mit der schönen Gartenkunst in wahrhaft klassischer Weise verband. Immerzeel (Het leven der Kunstschilders etc. III. 250) zählt viele solcher Bauten und Anlagen auf, und ist in Verlegenheit, das Lob des Künstlers nach Gebühr zu verkünden. Die Feder eines Romantikers möchte reichen Stoff zu Schilderungen finden. Zocher fertigte auch den Plan zum Mo- numente van Speijk's in Egmond, und jenen zur neuen Börse in Amsterdam , welcher allen anderen vorgezogen wurde. Die Ausführung des Baues übernahm er aber nicht, da zu Harlem seine Thätigkeit in Anspruch genommen wurde. Er überließ die ins Kleinste gehenden Zeichnungen, nach welchen der Bau geführt wurde.
Zocher wurde 1835 Mitglied des k. niederländischen Institutes, und auch mehrere andere Akademien zählen ihn zu ihren Mitglie- dern. Immerzeel fügte das Bildniss des Meisters bei.
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