Zimmermann, Joseph Anton, Kupferstecher , geboren zu Augs- burg (?) 1705, machte seine Studien an der Akademie daselbst, und gravirte anfangs Wappen. Auch Bildnisse in Wachs bossirte der Künstler, was ihn dann auf den Stich von Bildnissen brachte, worin er für seine Zeit Vorzügliches leistete. Seine frühere Zeit
Dann haben wir von ihm auch eine Folge von Abbildungen pfalzbayerischer Münzen und Medaillen , wovon bis sieben Blätter erschienen. Das Hauptwerk des Künstlers ist aber fol- gendes: G Series Imaginum Augustae Domus Boicae, Ad genuina ectypa aliaque monumenta fide digna delineavit et aeri incidit Monachii J. A. Zimmermann MDCCLXXUII u. s. w., fol.
Die Vorbilder zu diesem Werke fand Zimmermann in den Residenz-Schlössern zu München , Dachau , Schleissheim und Neu- burg, zu einigen Blättern auch im Schlosse zu Amras in Tyrol. In der Residenz zu Neuburg waren die Originalbildnisse Ludwig's des Bärtigen und Georg's des Reichen, die Jesuiten und das Col- legium Gregorianum zu Ingolstadt bewahrten alte Copien. Zu dem Bildnisse des Kaisers Ludwig diente ein in der Residenz zu Mün- chen vorhandenes Bildniss. Zu den ältesten Fürsten dienten Stein- bilder und was fehlte, ersetzte die Phantasie. Er erhielt je zwei Originale mit der Bedingniss, dass sie nicht in Farben copirt wür- den. Diese Familienbilder werden gegenwärtig auf Befehl des Kö- nigs Maximilian II. gesammelt, um sie in einem eigenen Saale aufzustellen. Die Sammlung Zimmermann's nahm mehrere Jahre in Anspruch. Die letzten Portraite sind von 1792. Im Ganzen ent- hält das Werk 151 Blätter.
Dann stach Zimmermann noch mehrere andere Bildnisse, wie jenes des Churfürsten Clemens Wenzeslaus von Trier, der Akademiker Jelix Oefele, Joh. Anton Lipowsky, Peter von Oesterwald etc. Ferner ergänzte er die von G. Ambling nach P. Candito's Tapeten
*) Nach Angabe der Personalakten der Hofkünstler im k. Reichs- Archiv-Conservatorium. Lipowsky ist mit seinen Angaben mangelhaft und ungenau.
Zimmermann starb zu München 1790 im 62. Jahre,
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