Zimmermann, Carl Friedrich

Zimmermann, Carl Friedrich, Maler und Lithograph von Berlin, bildete sich unter Wetsch und Schadow, und entwickelte ein glückliches Talent. Im Jahre 1814 trat er in die Reihe der Vater- landsverteidiger, und zog mit diesen nach Frankreich , wo er seine interessantesten Studien machte. Er trieb sich in den Belagerungen der russischen und alliierten Truppen, und besonders unter den Cosaken herum, um Scenen des bewegtesten Kriegslebens in Zeich- nungen fest zu halten. Zur Zeit des Fürsten-Congresses befand sich der Künstler in Wien , und durchstreifte auch Mähren und Krain . Bei dieser Gelegenheit fertigte er eine grosse Anzahl von Zeichnungen, welche Volksscenen, besonders Kesselflicker, Mause- fallenhändler, Zigeunergruppen u. s. w. in den lebendigsten Ma- menten vorstellen. In ähnlicher Weise bereicherte er sein Porte- feuille auf einer Reise über Salzburg nach Ober-Italien. Sein Tage- buch enthält eine Menge von Skizzen, meistens Landschaften und Darstellungen aus dem Volksleben. * Nach Berlin zurückgekehrt, fand er an dem Fürsten Ferdinand von Radziwill einen Gönner, welcher seine zu Göthe's Faust com-

  • Blättern lithographirt. Das Werk erschien zu Berlin in zweiter Auflage 1856, gr. qu. fol., die erste ist ohne Datum. In Berlin führte Zimmermann auch mehrere Bilder in Öl aus, welche in Genrebildern, besonders Soldatenscenen, Costümstücken und ar- chitektonischen Darstellungen bestehen. W. Schadow übertrug ihm die Ausführung eines Theiles des von ihm sinnreich componirten Bacchanals im neuen Schauspielhause zu Berlin. Nach Vollendung dieser Arbeit unternahm Zimmermann eine Ferienreise nach Süd- Deutschland und Tyrol, fand aber 1820 in den Wellen der Loisach im bayerischen Hochlande seinen Tod. Er wurde beim Baden vom Schlagflusse berührt,

Im Jahre 1825 erschien im k. lith. Institute zu Berlin eine Sammlung aus des Künstlers hinterlassenen Portefeuilles unter dem Titel: Darstellungen aus C. F. Zimmermann's Nachlass. 10 Original- Lithographien, nebst dessen Lebensbeschreibung von L. För- ster, fol.;

Das Bildniß des Künstlers ist in der Porraitsammlung des Hof- malers Vogel von Vogelstein in Dresden. Vogel hat es 1820 ge- zeichnet.

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