Zimmermann; Adam. — Zimmermann, Albert, 283 Zimmermann auch verschiedene Blätter lithographirt, wie die im Freiheitskriege flüchtenden Tyroler nach J. Petzl, qu. fol. Der unten erwähnte Friedrich August Zimmermann wird kaum eine Person mit ihm seyn, Füssly erwähnt eines Adam Zimmer- mann, welcher 1819 in Dresden der Malerei sich widmete, Zimmermann, Adam, s. den obigen Artikel. Zimmermann, Adolph, Historienmaler , wurde 1799 zu Lodenau, bei Görlitz*) geboren, und in Dresden zum Künstler herangebil- det. Er widmete sich mit Vorliebe der historischen Kunst, beson- ders auf religiösem Gebiete. Schon seine ersten Werke erregten Beifall, und mit dem akademischen Preise beehrt, fand er sich in den Stand gesetzt, mit königlicher Unterstützung in Rom seine Studien fortzusetzen. Er nahm da die Werke Rafael's und seiner Schule zum Vorbilde, und führte dann in Dresden viele Gemälde aus, welche jene Richtung verkünden. Im Jahre 1854 begab sich der Künstler nach Düsseldorf , wo er jetzt dem C. Sohn nach- strebte, aber in einer anderen Richtung, da Zimmermann auch die Vorzüge älterer Bilder zu erreichen suchte, statt direkt aus dem Leben und der eigenen Anschauung zu schöpfen. Seine späteren Werke zeichnen sich vor jenen aus der früheren Periode durch grosse Correktheit der Form aus, nur erscheint der Künstler manch- mal kälter und berechnender. Immerhin aber athmen viele Bil- der ein tiefes künstlerisches, oft kindliches Gefühl, sowohl für ma- lerische Schönheit in Farbe und Linien, als für religiöse Darstel- lungen, mit denen er sich fast ausschliesslich befasst. Zu seinen früheren in Düsseldorf ausgeführten Werken gehört die Anbetung der Könige in der Kirche zu Königssaal in Westphalen, Spätere erühmte Gemälde sind jene mit Christus bei Maria und Martha (1835), Christus in Emaus (1836), Jakobs Ringen mit dem Engel, in fast lebensgrossen Figuren und in kleinerer Ausführung (1837), Rinaldo und Armida, wie er den Selbstmord der letzteren verhin- dert, in 3 lebensgrossen Figuren (1838), die Ruhe der heiligen Fa- milie auf der Flucht in Aegypten (1843), Judith mit dem Haupte des Holofernes (1844), die Kreuzabnehmung, 1844 vom rheinisch- westphälischen Kunstverein angekauft, der arme Lazarus und der reiche Mann, 1840 vom schlesischen Kunstverein erworben, u. a. Zimmermann malt auch treffliche Bildnisse. Sein eigenes, von Peschel gezeichnet, befindet sich in der berühmten Portraitsamm- lung des Hofmajors Vogel von Vogelstein im k. Kupferstich-Cabi- net zu Dresden, A. Krüger stach nach ihm Boos und Ruth für die Bilderchronik des Dresdner Kunstvereins, fol. Zimmermann, Albert, Landschaftsmaler, wurde 1800 zu Zittau in der Oberlausitz geboren, und sollte nach dem Willen seines Vaters der Tonkunst sich widmen, da dieser aus ihm einen Vir- tuosen auf der Flöte bilden wollte, Albert wurde zu diesem Zwe- cke nach Dresden geschickt, wo er den Unterricht tüchtiger Mei- ster genoss, und sowohl im Tonsatze als im Vortrage eine grosse Kenntniss und Fertigkeit erlangte. Insgeheim aber beschäftigte er *) Lindner, Taschenbuch für Kunst und Literatur in Sachsen 1826 lässt einen Adolph Zimmermann 1801 zu Taubitz bei Rothenburg im Fürstenthum Görlitz geboren werden, wir halten ihn aber für dieselbe Person.
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