Zeiler, P. M., Maler, geboren zu Reute in Tirol 1653, widmete sich der Theologie, und lebte mehrere Jahre als Präceptor am Hofe in Florenz , bis er endlich der Malerei sich ergab. Den ersten Un- terricht ertheilte ihm der damalige Hofmaler, später aber stand er in Rom unter Leitung des Cav. Calabrese, und brachte 10 Jahre in der ewigen Roma zu. Den übrigen Rest seiner Tage verlebte er hoch geachtet in Reute. In der Pfarrkirche daselbst sind Altar- bilder von ihm, und eine Darstellung des jüngsten Gerichtes, wel- che als Arbeit eines 77-jährigen Greises zu beachten ist. In der Franziskanerkirche daselbst, so wie in den Kirchen zu Holzgau, Tannheim , Füssen u. s. w. sind belobte Werke von Zeiler und sei- nen Schülern. Man betrachtete ihn als den Vater der neueren Kunst in Tirol, welche indessen der alten weit nachsteht. Meister Zeiler war ein guter Praktiker, übrigens aber in der manierirten Richtung seiner Zeit befangen. In der Composition ist er jedoch
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