Zebger, Friedrich Wilhelm. — Glasmaler zu Berlin , besuchte in seiner Jugend die k. Kunst- und Gewerkschule, um sich jene technischen Kenntnisse zu erwerben, welche zum Betrieb eines bürgerlichen Gewerbes nothwendig sind. Zebger widmete sich aber mit allem Eifer der Zeichenkunst , und da er zur Uebernahme des Geschäftes eines Glasers bestimmt war, beschäftigte er sich auch mit Vorliebe mit der Technik der Glasmalerei . Im Jahre 1830 wurde er als Glaser und Glasmaler zum akademischen Künstler, und später zum technischen Vorsteher der k. Glasmalerei-Anstalt ernannt. Zu seinen früheren Werken gehört ein Glasgemälde, wel- ches den preussischen Adler, umgeben von den Wappenschildern Bayerns, Russlands etc. vorstellt, zur Erinnerung an die Anwesen- heit der hohen Descendenten des Königs von Preussen 1836. Im Jahre 1838 malte er das Glasfenster mit dem Bischof Arnold III, von Trier , wie er den Plan zur Befestigung von Stolzenfels bei Coblenz (1248) zeichnet. Dabei ist ein Ritter von Hohenzollern, als Wiederhersteller der verfallenen Veste gedacht. Oben sind die Wappen der Burgwarte von Stolzenfels angebracht. Auf der Kunst- Ausstellung zu Berlin 1840 sah man zwei Glasbilder von ihm, wo- von das eine den grossen Churfürsten Friedrich Wilhelm, das an- dere dessen Gemahlin Luise vorstellt. Im Auftrage des Königs malte er 1841 das Fenster hinter dem Choraltare der Marienkirche in Danzig , dieses nach dem Carton von O. Schulz. Ueber dem Eingange der Taufkapelle der Matthäikirche im Thiergarten ist ein anderes Fenster dieses Künstlers, welches den Apostel Mat- thäus vorstellt. Von ausgezeichneter Schönheit sind die neuen Fen- ster im Dome zu Magdeburg, welche König Friedrich Wilhelm von 1841 an ausführen liess. Die Cartons fertigten die Maler Teschner und F. Martin, und F. Ulrich hatte den grössten Theil auf Glas gemalt, da Zebger die Schmelzung besorgen musste. In diesen Werken nimmt die k. Glasmalerei-Anstalt zu Berlin eine sehr hohe Stufe der Kunst ein.
Im Jahre 1847 ertheilte ihm der König den rothen Adlerorden.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_N8c-AAAAcAAJ/