Zanotti, Giampietro Cavazzoni

Zanotti, Giampietro Cavazzoni, Maler und Schriftsteller, wurde 1674 zu Paris geboren, kam aber in jungen Jahren nach Bologna, wo er sich unter L. Pasinelli's Leitung zum geschickten Künstler heranbildete. In seinen Werken, deren man in den Kirchen und Palästen der Stadt Bologna findet, herrscht ein viel gründlicheres Studium, als in anderen gleichzeitigen Bildern. Auf dem Stadt- hause sieht man ein grosses Gemälde, welches eine Gesandtschaft aus dem Kirchenstaate an die Bologneser vorstellt, und grosse An- erkennung fand. Auch einige mythologische Darstellungen wur- den gerühmt. Seine späteren Werke kommen aber den früheren nicht mehr gleich, indem er die beste Zeit auf schriftstellerische Arbeiten verwendete.

Cavazzoni-Zanotti war viele Jahre Sekretär der Akademie in Bologna, und schon frühe eines der würdigsten Mitglieder dieser Anstalt. Er kannte den Verfall der Kunst in seiner Zeit, und suchte durch eine Schrift dagegen zu wirken, welche unter folgendem Titel erschien: Avvertimenti per l'Incamminamento di un giovane alla pittura. Bologna 1756, 8. Ein Prachtwerk damaliger Zeit ist Zanotti's Storia dell' Accademia Clementina di Bologna 2 Voll. Bologna , per Lellio dalle Volpe, 1730, 4. Dieses Werk erfuhr aber von Seite der besseren Künstler Anfechtungen, da Zanotti auch mittelmässige Maler berücksichtigte, was den Zunftstolz er- regte. Er gab auch Bildnisse bei, welche nach den Zeichnungen von Dr. Fratta von G. Benedetti gestochen sind. Dabei ist auch Zanotti's Bildniss, 1730 vom Maler Ercole Lelli radirt. Ueber an- dere Werke, welche der Künstler herausgab, s. Fiorillo II. S. 672.

Besonders nennen wir: Il Claustro di San Michele in Bosco di Bologna — —, Descritto ed illustrato da Giampietro Cavazzoni Za- notti. Mit 47 Kupfern, meist von G. Fabbri. Bologna, L. della Volpe 1776, gr. fol. Le pitture di Pellegrino Tibaldi e di Niccolo Abbati essistenti nell' Instituto di Bologna. Mit 41 K. von B. Crivellari u. A. Venezia 1756, gr. fol.

Cavazzoni-Zanotti starb zu Bologna 1765. Sein Bildniss ist in der oben erwähnten Storia dell' Accad. Clementina. Auch in der Felsina pittrice III. 261. kommt es vor.

L. Mattioli radirte nach seinen Zeichnungen das Titelblatt zu dem Abecedario pittorico. Bolog. 1704.

Eigenhändige Radirungen,

  1. Die heil. Catharina mit der Palme, halbe Figur. L. P. (Pa- sinelli) in G. P. Z. f. H.4 Z. 7 L., Br. 3 Z. 3 L.
  2. Der heil. Johann vom Kreuze, nach L. Pasinelli, 4.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_N8c-AAAAcAAJ/