Zampieri, Domenico, genannt Domenichino *), einer der Hauptmeister der eklektischen Schule, wurde zu Bologna ge- boren, und sein Vater, ein ehrsamer Schuster, wollte alles lieber,
*) Die zerstreuten Nachrichten über diesen Künstler, welche in italienischen Werken (von Bellari, Malvasia, Pascoli, Passeri, Baglioni, Mengs, Lanzi, Rosini etc.) in deut- schen und französischen Schriften (Fiorillo, Ramdohr, Gö- the, Winkelmann), Fernow, Plattner, Bunsen und Ger- hard (Besch. von Rom), Cochin, Richardson, Watelet, Tai- lasson, Landon, Gault de Saint-Germain, Chabert etc. etc.) vorkommen, sind höchst zahlreich, und vereinigen sich nicht selten zu einem Chaos. Zu berücksichtigen sind auch die
italienischen Guidas, die verschiedenen Beschreibungen von Museen, die Galleriewerke etc. Landon trug ein reiches
Material zusammen, indem in seinen Vies et oeuvres des peintres unser Domenichino drei Abtheilungen einnimmt. Auf andere Werke machen wir in den Noten aufmerksam. Ein Werk über Domenichino, wie jenes über Rafael von Passa- vant, würde die mühsamste Arbeit erfordern. Wir glauben, das Wichtigste in diesem Artikel zusammengefasst zu haben.
— Marchese Giustiniani in Bassano mit Darstellungen aus der Mythe
der Diana zieren, und er lud den Freund als Gehülfen ein. Die
Bilder, welche Domenichino gemalt hatte, sind unten im Verzeich-
nisse der Stiche aufgezählt. Nach Rom zurückgekehrt trat Domi-
nichino mit G. Reni in Wettstreit, indem ihm der Cardinal Sci-
pione Borghese den Auftrag ertheilte, die St. Andreaskapelle in S. Gregorio architektonisch zu verzieren, und auch ein Bild aus dem Leben des heil. Andreas zu malen. G. Reni malte da das be- rühmte Bild des Hinganges des Heiligen zum Kreuze, und Domi-
nichino die Geißlung desselben. Beide Werke sind durch Stiche
bekannt, jenes des Guido hatte aber den Beifall für sich. Nur An Carracci, und ein altes Weib, soll nach Lenzi zu Domi- nichino's Seite gewesen seyn. Credat Judacus Apella! Freilich er- hielt Guido für sein Bild 400 Scudi, und der arme Menichino fast um zwei Drittel weniger. Uebrigens wurde ihm dieses Bild zur Quelle vielen Missvergnügens. Gesetzt aber auch, dass der Künst- ler in S. Andrea unterlag, so ging er doch 1614 aus der Kirche S. Girolamo alla Carita in Rom siegreich hervor. Für diese Kir- che malte er um den Streitpreis von 50 Scudi das berühmte Bild
der Communion des heil. Hieronymus, und zwar nach dem Ritus
der griechischen Kirche. Agostino Carracci hatte in der Certosa zu Bologna eine ähnliche Darstellung gemalt, dies hinderte aber nicht, dass schon von kundigen Zeitgenossen, und fortan, das
Werk Domenichino's gerechte Anerkennung gefunden hat. Nur
Lanfranco und Concurrenten suchten den Ruhm des Künstlers zu
schmälern, und beschuldigten ihn des Plagiats, obgleich Ag. Car- racci's Gemälde die Handlung nach dem römischen Cultus einführt, und lauter Mönche enthält. Man erklärt das Bild schon lange neben Rafael's Transfiguration und D. Riceierelli's Kreuzabneh- mung zu den grössten Meisterwerken Rom's. Für die St. Peters- kirche wurde dieses Bild in Mosaik gesetzt, und das Originalge- mälde wird jetzt in der vatikanischen Gallerie aufbewahrt. Zur Zeit Napoleon's zierte das Bild das Centralmuseum in Paris, wo es gereinigt wurde.
Gesetzt auch, dass dieses Gemälde jenem des Ag. Carracci nachgesetzt wurde, so ist doch gewiss, dass es den Ruf des Künst- lers in und ausser Rom ungemein erhöhte. Der Marchese Casta- ldti gab ihm jetzt vor Lanfranco, Guercino und Cesare d'Arpino
den Vorzug, und liess durch ihn den berühmten Plafond malen, an welchem Apollo erscheint, wie er mit Hülfe der Zeit die Wahr- heit ans Licht bringt. Hierauf liess der Marchese Mattei in sei- nem Palaste zu Rom ein Plafondstück von ihm ausführen, wo die liebliche Idylle von Jakob und Rahel dargestellt ist. Dann folgten die fünf Frescobilder aus dem Leben der heil. Cäcilia in ihrer Carette in der Kirche S. Luigi de' Francesi zu Rom, welche von Bellori (1678—89) und Passeri (1617—20) ausführlich beschrieben werden. Auch Fiorillo II. 584 wurde von diesen Bildern begei- stert, und er behauptet, Domenichino hebe sich darin selbst über-
*) Lanfranco liess durch F. Perrier Ag. Carracci's Bild stechen, um das Plagiat nachzuweisen, was aber nicht gelang. Auch die Radirung von G. C. Testa nach Domenichino soll in dieser Absicht verbreitet worden seyn.
etroffen. Sie sind durch Stiche bekannt, welche wir unten aufzäh- len. Am Plafond malte der Künstler die Apotheose der Heiligen, und an den Seitenwänden zwei Darstellungen in lebensgroßen Figuren; die Vertheilung an die Armen, und den Tod Cäciliens. Grau in grau über diesen Bildern sieht man die Heilige mit ihrem Gatten Valerianus, und die Verschmähung des Opfers an die Götter. Palmaroli hat diese Gemälde glücklich restauriert.
Nach Vollendung dieser Gemälde begab sich Domenichino nach Fano, um in der Hauptkirche die Capelle Nolfi mit Bildern zu verzieren. Er malte da in 16 Darstellungen das Leben der Maria, welches durch die Stiche von D. Cunego bekannt ist.
Bald darauf begab sich Domenichino nach Bologna, wo er die schöne Tochter eines Bürgers heirathete, welche ihm bei seinen folgenden Bildern oft zum Modell diente, aber überdies zur Hauskapelle sich heranbildete. In Bologna sind drei Meister- werke dieses Künstlers, wovon er aber wahrscheinlich nur die Madonna del Rosario dabelbst malte, bald nach dem Tode des Papstes Gregor XV. (1623). Die Madonna del Rosario sitzt mit dem Kinde in einer Glorie, und streut mit diesem aus einer von Engeln gehaltenen Vase die mystischen Rosen auf die Erde. Neben ihnen kniet S. Dominicus mit dem Rosenkranze, und Engel umher bezeichnen die Mysterien desselben. Unten kniet ein Papst; angeblich Leo IV., und verschiedene andächtige Per- sonen befinden sich in der Umgebung, jede mit einem Rosen- kranze. Die Figur hinter dem Papste soll das Bildniss des Künst- lers seyn. Dieses Gemälde kam aus der Capelle Ratta in S. Gio- vanni in Monte zu Bologna unter Napoleon als Kunstbeute nach Paris, und wurde dort restauriert. Im Jahre 1815 wurde es in der Pinakothek zu Bologna aufgestellt. Das zweite Gemälde in dieser Stadt stellt die Marter der heil. Agnes dar, und erhielt ungetheilten Beifall, sowie es die Bologneser noch heut zu Tage Capo d'opera mirabilissimo nennen. Auch die Madonna del Ro- sario wurde von einigen der Triumpf einer frommen Künstlerbe- geisterung genannt, andere aber nannten das Bild den Inbegriff unverstandlicher mystischer Anspielung. Die Marter St. Agnesens malte Domenichino zu Rom im Auftrage eines Pietro Carli, welcher das Bild den Nonnen der heil. Agnes beim Eintritt seiner Tochter ins Kloster schenkte. Im Jahre 1706 nahmen es die Franzosen mit nach Paris, und 1815 fand es in der Pinakothek zu Bologna seine Stelle. Das dritte Hauptwerk des Künstlers in der Pinakothek daselbst war zweihundert Jahre in S. Domenico di Brisighella, und stellt die Marter des heil. Dominikaners Petrus dar, wozu man die Malereien in St. Maria della Vittoria zu Rom, und die Madonna della Rosa aus dem Collegio Nolfi s. unten vergleichen kann. Sie ist im Besitze des Grafen A. Raczynski.
*) Der schönen Marzibilia Barbatta müssen wir hier nach Pas- seri p. 43. ein kleines Denkmal setzten. Herrschsucht und Eigennutz war ihr Grundcharakter. Zwei Knaben liess die Zärtliche verhungern, in der Meinung, dass dieselben bei spärlichster Kost einen desto feineren Körperbau erhalten möchten. Der Vater musste daher einer nachgebornen Toch- ter zum Aerger der Dame die nöthige Nahrung selbst reichen, um sie nicht dem Vernichtungssystem der Mutter Preisgegeben. Dieses Mädchen wurde die Gattin eines Edel- mannes in Pesaro. Den Schluss dieses Bloßius s. S. 102.
Eine glückliche Zeit für Domenichino war zu Rom im Pontifi- cat Gregor XV. (1621 — 23). Dieser Papst war der Landsmann und Pathe des Künstlers, und zog ihn überall hervor. Er ernannte ihn zum Baumeister des vatikanischen Palastes, da Domenichino von jeher sich auch mit der Baukunst befasst hatte. Allein wie als Maler, so war er auch als Baumeister Kabbeln ausgesetzt. Er fer- tigte zwei Zeichnungen zur Kirche des heil. Ignaz, aus welchen der Jesuit Grassi eine dritte machte. Domenichino trat daher ganz zurück, und Algardi vollendete den Bau. Dann fertigte er eine Zeichnung zum Portal des Palazzo Lanzellotti, welches Milizia, der Ed. sec. 11. 169 — 71 von den architektonischen Leistungen des Künstlers spricht, nicht rühmen will. Sehr schön findet er aber das Gewölbe der Kirche St. Maria in Trastevere, an wel- chem Domenichino auch die Himmelfahrt Mariä gemalt hatte. Die Capelle della Madonna di strada Cupa daselbst baute der Künst- ler ebenfalls. Milizia rühmt aber nur die von Domenichino er- baute Villa Ludovisi in Rom, in welcher er zugleich landschaftli- che Bilder malte, merkwürdige Anfänge dieser Kunst, welche Cl. Lorrain auf eine so hohe Stufe gebracht hatte. Auch am Bau der Villa Belvedere in Frascati hatte der Künstler Theil, und damit ist der Kreis vollendet, welcher unserm Maler gezogen war. Beim Regierungsantritt Urban VIII. wurde er auch seiner Stelle als Bau- meister enthoben, so dass der Künstler wieder auf die Malerei - allein angewiesen war. Der Cardinal Montalto ließ damals die neue Kirche S. Andrea della Valle mit Malereien verzieren, und wählte den Domenichino dazu aus, wesswegen ihm Lanfranco Zeit- leben feind blieb. Passari p. 136, und Fiorillo 11. 456 erzählen von jener schmählichen Gehässigkeit. In der Tribune des Haupt- altares malte der Künstler den Täufer Johannes, wie er zwei Jün- ger auf den Heiland aufmerksam macht, die Berufung des Andreas und Petrus zum Apostelamt, den Gang des ersteren zum Tode, dessen Geißlung und Apotheose. Diese Bilder, welche Prof. Mich. Keck 1810 restauriert hat, sind durch Stiche bekannt, so wie jene der colossalen Evangelisten in den Winkeln der Kuppel. Da ist der berühmte Johannes, dessen begeistertes Wesen nicht zu be- schreiben ist*). Zwischen den Fenstern malte er sechs 7 F, hohe sitzende Figuren der Tugenden: die Beschauung, Liebe, Stärke, Glauben, Religion und freiwillige Armuth vorstellend. Das oben erwähnte Bild der Geißlung des heil. Andreas darf nicht mit dem berühmteren Bilde in S. Gregorio verwechselt werden. Domeni- chino sollte auch die Kuppel der St. Andreaskirche malen, und er hatte bereits drei verschiedene Compositionen entworfen, als der Cardinal Montalto starb, und Lanfranco die Arbeit für sich zu erhalten wusste. Nur einen geringen Ersatz leistete ihm der Cardinal Ottavio Bandini. Er übertrug ihm die durch den Stich bekannten vier Ovale in S. Silvestro auf Monte Cavallo. Sie stel-
len David vor der Bundeslade, Judith mit dem Haupte des Holo- fernes, Salomon auf dem Throne mit der Königin von Saba, und Esther vor Ahasverus dar. Um dieselbe Zeit malte Domenichino auch für die Kirche St. Maria della Vittoria drei Bilder, welche
*) Über das Bild des Johannes, welches F. Müller so meister- haft gestochen hat, s. unten das Verzeichniss der Blät- ter nach Domenichino.
Die ungünstigen Verhältnisse in Rom bewogen ihn endlich einem Rufe nach Neapel zu folgen, um die Capelle del Tesoro mit Malereien zu verzieren. Allein kaum war er angelangt, so fiel die Künstlerrotte mit Belisario Corenzio an der Spitze über ihn her, und schon nach wenigen Tagen wurde er in einem be- denklichen Drohbrief zur Abreise aufgefordert. Der Vice-König, Conte de Montere!, hielt ihn aber zurück, und somit ging Dome- nichino mit Furcht an die Arbeit. Er sollte das Leben des heil. Januarius in einer Reihe von Bildern darstellen, vollendete aber den Cyclus nicht. In den Ecken der Kuppel malte er die allego- rischen Figuren der Haupttugenden, und was er weiter noch ge- malt hatte, wurde später wieder vernichtet, da Lanfranco die Kuppelgemälde ausführte. Dominichino zögerte immer mit der Arbeit, und unterzog sich lieber der Bestellung für den König von Spanien. Er malte für diesen das Opfer Abraham's, ein 5 F. 3 Z. hohes Bild, und St. Hieronymus, wie er in der Wüste beim Schreiben von der Erscheinung zweier Engel unterbrochen wird. Die Figuren haben starke Lebensgrösse, und beide Bilder gehö-
z
*) Diese Kirche wurde um 1612 von Rosati moderni irf.
— Zampieri, Domenichino, den zu den schönsten Werken aus der Zeit seines Aufenthaltes in Neapel. Sie gaben aber den Aufsehern der Capelle Ursache zur Klage, da die Wandgemälde unberücksichtigt blieben, und zu-
Jetzt steigerte sich die Furcht des Künstlers vor seinen Feinden
in dem Grade, dass er heimlich aus Neapel floh. Erst nach einer weitschichtigen Unterhandlung in Rom, und unter Versprechungen verschiedener Art kehrte der Künstler 1603 wieder nach Neapel
zurück, wo man inzwischen seine Frau und Tochter verhaftet, und
das Vermögen desselben sequestriert hatte. Die unsäglichen Intrige n, welche dem Künstler gespielt wurden, lähmten ihn
ei der Arbeit, und brachten ihn fast zur Verzweiflung. Er traute zuletzt nicht einmal der eigenen Gattin mehr, und bereitete sich aus Furcht vor Vergiftung die Nahrung selbst. In solcher Pein zwei Jahre, bis er endlich 1641 starb,
nicht ohne Verdacht einer Vergiftung. Passeri sagt, dass die Frau des Künstlers behauptet habe, es sei ihm Gift ins Wasser gebracht worden. Sein Leichnam wurde in der erzbischöflichen Kirche zu Neapel begraben, und G. B. Passerini hielt bei der Todtenfeier in der Akademie S. Luca zu Rom eine Gedächtnissrede. Ausser den vielen Zeichnungen und Skizzen belief sich das Vermögen des Künstlers auf ungefähr 20.000 Scudi, deren G. Reni oft in einer
Nacht verspielte.
Bisher haben wir nur die Freskomalereien und einige andere öffentliche Werke des Künstlers aufgezählt, es finden sich aber auch in den Gallerien viele Bilder von ihm, so dass man nicht sagen kann, dass der Künstler so langsam gearbeitet habe, wie die früheren Schriftsteller behaupten, wohl auf die Aussage seiner Riva len hin, welche, wie Lanfranco, dem Dominichino öfters Arbei- ten wegnahmen, indem sie glauben machen wollten, der Künst- ler könne in Folge seiner Langsamkeit (besser strenge Ueberlegung) nicht zur gehörigen Zeit fertig werden.
Italien, war jeher sehr reich an Werken dieses Künstlers, im Verlaufe der Zeit aber sind viele der schönsten Bilder in Oel in andere Länder gewandert. Wir finden jetzt mehrere, in Eng- land und Frankreich, und auch nach Deutschland sind Bilder ge- kommen, wo sie aber nicht sehr häufig sind. Die berühmten Fres- ken in Rom haben wir schon oben in der Biographie des Künst- lers aufgezählt, da sie sich nach der Zeitfolge bestimmen lassen, man findet aber daselbst auch treffliche Gemälde in Oel. Darunter nimmt die Communion des heil. Hieronymus, welche in der vati- kanischen Gallerie bewundert wird, die erste Stelle ein. In der Gal- lerie Borghese ist das berühmte Bild der Jagd der Diana, eine der lieblichsten Erscheinungen des Künstlers, und voll blühenden
Lebens. Ramdohr I. 286 — 89 beschreibt dieses Gemälde ausführ-
lich, und überdiess ist es durch Stiche bekannt. Es vereiniget alle Vorzüge und Mängel des Künstlers, welche namentlich in den
Gewändern fühlbar werden. In dieser Gallerie ist, auch das be-
rühmte Bild der Sibylla Cumana, aber schwach und schlecht in der
**) Baglione, Malvasia, Bellori und Passeri entwerfen ein nichts- würdiges Bild von der neapolitanischen Künstlerzunft, wel- che auch dem G. Reni, Cesari und Gessi ein böses Spiel bereitet hatte. **) Die uns bekannten Stiche nach den Malereien in der Ca- pelle del Tesoro s. unten: St. Januarius beim Ausbruch des 1700 Vesuv, und die allegorischen Gestalten der Tugenden.
Die Gallerien Giustiniani, Barberini, Aldobrandini, Ludovisi haben viele Schätze nach England und Frankreich abgegeben. Im Palazzo Doria sind noch Landschaften von diesem Künstler.
In der Gallerie zu Bologna sind drei grosse und berühmte Altarbilder von Dominichino, die Madonna del Rosario, die Mar- ter der heil. Agnes, und jene des heil. Petrus des Dominikaners. Wir haben dieselben oben S. 189 näher bezeichnet. In der Gal- lerie Zambeccari rühmt Lanzi einen betenden St. Franz.
Im Collegio Nolfi zu Fano zählt Lanzi den lebensgrossen David mit dem Haupte des Goliath zu den Sehenswürdigkeiten der Stadt. Die liebliche Madonna della Rosa besitzt seit 1821 Graf A. Raczynski in Berlin. Über die Darstellungen aus dem Leben der Maria s. oben S. 189.
Die Gallerie in Florenz bewahrt ausser dem eigenhändigen Bildnisse des Künstlers ein Portrait des Cardinal Aguchi von über- raschendem Ausdruck, fast Kniestück. Ferner das Haupt des Jo- hannes, und zwei Landschaften, die Predigt des Johannes in der Wüste, und die Taufe Christi vorstellend.
In der Gallerie der Akademie daselbst ist ein Bild des Jesus mit dem Eselskinnbacken.
In der Gallerie Durazzo zu Genua sieht man das Bild der Venus, wie sie den Adonis beweint, und in der Sammlung Bri- gnole St. Rochus, welcher um Aufhörung der Pest zum Himmel
geht, nach Lanzi ein Bild von erschütternder Wahrheit.
In der Gallerie der Brera zu Mailand ist ein Altargemälde, welches die Madonna mit dem Kinde und Heilige darstellt.
Über die Fresken, welche Domenichino in Neapel malen sollte, haben wir oben S. 191 berichtet. Die kleine Gallerie bewahrt ein Bild des Schutzengels, dann Samson und Dalila, und eine Judith.
Auch ausser Italien finden sich Werke von Domenichino, wo- von wir uns aber nur auf die öffentlichen Gallerien beschränken, obgleich auch im Privatbesitze einige treffliche Bilder sind. Ander- seits werden ihm aber wieder Gemälde zugeschrieben, an welchen der Künstler nicht den geringsten Antheil hat.
Das k. Museum in Madrid besitzt zwei grosse Bilder von diesem Künstler, welche er in seiner letzten Zeit zu Neapel aus- führte, wie wir oben im Leben des Meisters bemerkt haben. Das einen stellt den heil. Hieronymus in der Wüste dar, wie ihm zwei Engel erscheinen, das andere das Opfer Abrahams;
In der k. Eremitage zu St. Petersburg sind einige vorzüg- liche Werke von Domenichino. Da sieht man die halbe Figur ei- nes David, welcher nur von einem Felle umkleidet ist. Er legt die Hand auf das Haupt des Goliath. Ein anderes Gemälde schil- dert das Leben der ersten Menschen im Paradiese. Ferner bewahrt
— die Eremitage die halbe Figur eines Hieronymus mit dem Buche in der Hand, die heil. Magdalena von Engeln in den Himmel ge- tragen, Joseph und Maria in der Tempelhalle mit dem Knaben Jesu, über welchen Gott Vater mit zwei Engeln erscheint, Christus unter der Last des Kreuzes hinsinkend, der Heiland mit Johannes und Nikodemus, die Ankunft des Petrus bei den Seinigen nach der Befreiung aus dem Gefängnisse, und die heil. Theresia in ih- rer Zelle, wie ihr die Madonna erscheint, ein grosses Altarbild, welches aber kaum von Domenichino herrührt. In älteren Cata-
Nagler's Künstler-Lex. XXII. Bd. 413
In der Gallerie zu St. Petersburg ist jetzt auch das berühmte Bild des begeisterten Johannes, welches F. Müller gestochen hat, Zu jener Zeit (1808) besass es Fromann in Stuttgart, aus dessen Sammlung der k. russische Oberjägermeister Fürst Narischkin das- selbe erwarb. Von diesem kaufte Kaiser Alexander das Bild um 60.050 Rubel. Narischkin behielt eine schöne Copie, welche einer seiner Leibeigenen für 25 Rubel fertigte. In Castle Howard ist bekanntlich dieselbe Darstellung, welche aus der Gallerie Orleans stammt. S. 105.
Auch in England sind Bilder von Dominichino, deren Standort erst 1853 durch Waagen (Kunstwerke und Künstler Eng- lands I, II, a. v. St.) genauer bekannt wurde. In der National- galerie ist das Gemälde mit Erminia bei den Hirten, im Geiste Tasso's aufgefasst. Es kam unter dem Namen des An. Carracci aus Italien nach England, und wurde von Angerstein für die Gal- lerie erkauft. Die jungfräuliche Schüchternheit der Erminia, die Aufmerksamkeit des alten Hirten, die Verwunderung der lieblichen Kinder, die blühende Färbung und die heitere Landschaft sind sehr ansprechend. Dann sind noch vier andere landschaftliche Bilder in der Nationalgalerie. Sie sind in der Weise des An. Car- racci behandelt, und mit historischer Staffage versehen, welche eine bald mehr bald minder bedeutende Rolle spielt. In einer Morgenlandschaft aus dem Palazzo Colonna sieht man Tobias, wel- chem der Engel sagt, was er mit dem Fische anfangen soll. Die- ses Bild ist sehr geistreich und von grossem poetischen Reiz. Eine sehr reiches Landschaft aus der Sammlung Carr zeigt den Kampf des Ritters Georg mit dem Drachen, welcher freilich auf einem sehr lahmen Streitross sitzt. Anziehend ist aber die schöne Be- leuchtung, die Klarheit und Helle des Tons und die für Domini- chino seltene Ausführung. Eine andere Landschaft von kräftig harmonischer Wirkung, und die Steinigung St. Stephans vorstel- lend, ist in der Composition zufällig, zerstreut und arm. Diese Bilder stammen aus der Sammlung Carr, und die Steinigung könnte dasjenige seyn, welches Mr. le Brun in Paris besass. Elise Lingée hat dieses für Landon's Werk im Umriss radirt. Uebrigens ist in der Nationalgalerie noch eine Landschaft aus dem Palast Al- dobrandini in Rom. Sie zeigt den heil. Hieronymus mit einem Engel, ist hart in den Umrissen, dunkel und schwer in der Farbe. Das grösste dieser erwähnten Gemälde ist jenes der Erminia, die anderen sind klein. '
In der Sammlung des Herzogs von Devonshire ist ein Bild der keuschen Susanna, welches im Ganzen mit dem grossen Bilde in München übereinstimmt. Es ist sehr fleissig in einem warmen, tiefen Ton gemalt. Ein zweites Gemälde dieser Sammlung zeigt eine graziöse weibliche Figur auf Wolken. Nach einer älteren No- tix war im Cabinet Devonshire auch ein Gemälde mit Adam und Eva, welches Tardieu gestochen hat.
In der berühmten Bridgewater Gallerie, welche durch den Marquis of Stafford an Lord F. Egerton überging, sind sechs Bilder von Dominichino. Da sieht man die Kreuztragung aus der Gallerie Orleans, welche bei vielen Schwächen doch zu den vor- züglichsten Werken des Künstlers gehört. Christus ist zwar edel, aber schwächlich, und die Composition hat etwas Zufälliges. Die Färbung ist von grosser Frische und Klarheit, und die Ausfüh-
Erfassung liebevoll, Der Herzog von Bridgewater bezahlte das Bild mit 800 Pf. St. Ein zweites Bild aus der Gallerie Orleans stellt die Entzückung des heil. Franz vor, in heller und klarer Fär- bung, aber weniger vollendet, als das obige Bild. Der Kopf ei- ner weiblichen Heiligen, welcher in dieser Gallerie sich befindet, hat das Edile im Charakter und Ausdruck, welches Dominichino solchen Bildern zu geben wusste. Es ist von blühendster Fär- bung. Dann ist daselbst eine kleine Landschaft, welche die Ent- deckung des Fehltritts der Callisto zur Staffage hat. Sie galt als Ann. Carracci's Werk, Waagen erkennt aber darin eines der schön- sten Bilder des Dominichino. Carracci hat nicht diesen rüthlichen, blühenden Fleischton, dies frische, saftige Grün der Bäume. Eine andere Landschaft stammt aus der Gallerie Orleans und hat als Staffage ein Paar Liebende, welche von einer Alten belauscht wer- den. Am Wasserfall trinkt die Schaatherde. In diesem breit und meisterlich gemalten Bilde spricht sich das liebenswürdige, poeti- sche Gefühl des Künstlers aus, und G. Poussin konnte darin ein grossartiges Vorbild finden. Wir haben nur einen Umriss bei: Lan- don. Nr. 150. Eine andere Landschaft der Bridgewater Gallerie zeigt Fischer und Wäscherinnen, ist aber härter in der Farbe und durch Nachdunkeln ausser Harmonie.
In der Sammlung des Dichters Rogers in London sind vier Bildchen von Dominichino, darunter zwei Landschaften durch Poesie der Composition und Zartheit der Vollendung gleich an- ziehend. Die eine stellt die Strafe des Marsyas, die andere To- bias mit dem Fische dar. Ein drittes Gemälde ist mit einem Vo- gelstaffirt, hat aber nachgedunkelt. Ehedem war es in der Gallerie Borghese.
Im Staffordhouse ist ein gewähltes Cabinetbild von grosser ser Klarheit der Farbe und sorgfältiger Beendigung. Es stellt die heil. Catharina mit ihren zerschmetterten Henkern in einer poeti- schen Landschaft vor. Lord Ashburton besitzt ein Bildchen des Moses vor dem brennenden Busche, besonders kräftig, satt und markig in der Farbe.
In der Grosvenorgallerie ist eine grosse Landschaft mit der Zusammenkunft von David und Abigail, sehr poetisch in den Linien, von dem seltensten Impasto, und von grosser Kraft in Färbung und Beleuchtung. In der Sammlung des Sir Thomas Baring ist ebenfalls eine ziemlich grosse Landschaft mit einer schönen Composition der Findung Mose. Besonders schön ist auch das kühlgrüne Wasser des Mittelgrundes, der Vorgrund aber etwas dunkel. Von klarem und saftigem Ton ist dagegen eine zweite Landschaft dieser Sammlung, worin ein Wasserfall und eine Architektur von jenen schönen, die Formen der Natur so glücklich unterbrechenden Linien sich besonders geltend macht. Die Bildersammlung zu Leight-Court bewahrt das berühmte Bild des Johannes, in Begeisterung von zwei Engeln unterstützt, Diese lebensgrosse Figur ist von edlem Charakter, sorgfältiger Zeichnung und in der blühendsten Farbe vortrefflich impastirt. Im Jahre 1804 wurden in der Giustinianischen Gallerie vergeblich 6500 Scudi geboten, später kaufte Delahante in Paris das Gemälde, und überliess es Herrn Harris. Dann kam es durch die Hände des Hart Davis in jene des Hrn. Miles zu Leight-Court. In der Sammlung des Grafen Carlisle zu Castle-Howard ist das berühmte Bild des Johannes, welcher mit der Rolle in Begeiste- rung aufblickt. Es stammt aus der Gallerie Orleans, und wurde von dem jetzigen Besitzer mit 600 Pf. St. bezahlt. Jenes Gemälde,
Zampieri, Domenico. welches F. Müller 1808 so meisterhaft gestochen hat. Er kaufte es Fürst Narischkin von Fromann in Stuttgart, und jetzt sieht man es in der k. Eremitage zu St. Petersburg. Waagen hat es nicht gesehen, erklärt aber das Gemälde des Grafen Carlisle für eines der unbe- stritbarsten und vorzüglichsten Originalbilder des Dominichino. Es ist höchst edel, fein und innig im Gefühl, und in einem warmen, harmonischen Ton von der grössten Klarheit und auf das Zarteste verschmolzen. In der Sammlung zu Holkham ist die Landschaft aus dem Palast Barberini, welche das Opfer Isaaks vorstellt. Diese Composition ist edel, mit grosser Kraft und sel- tener Klarheit der Farbe vereinigt. Der Herzog von Bucking- ham in Stowe besitzt eine Sibylle, welche er als Graf Temple aus der Gallerie Orleans um 400 Pf. St. kaufte, Hr. Hope er- warb aus der Gallerie Orleans einen Hieronymus um 350 Pf. St. Unter Napoleon waren 16 Bilder von Domenichino im Cen- tralmuseum zu Paris, darunter die berühmte Communion des heil. Hieronymus, und die grossen Altargemälde aus Bologna." Ge- genwärtig zählt das Museum 14 Gemälde von ihm, welche den Künstler im ganzen Umfange kennen lehren, 1) Gott Vater, in ei- ner Engelgruppe wirft dem ersten Menschen seinen Ungehorsam vor, auf Kupfer gemalt. Dieses Gemälde, welches Le Nostre 1603 Ludwig XIV. schenkte, ist durch die Schönheit der Formen und Bewegungen, die helle und warme Färbung, die sehr solide und feine Ausarbeitung unter den kleineren gewiss eines der gelungen- sten Werke. Eine ähnliche Composition hat Tardieu aus dem Ca- binet Devonshire gestochen. 2) David singt zur Harfe, während ein Engel die Psalmen aufschreibt. Der lebensgrosse König ist hier im Charakter unbedeutend, das Ganze aber trefflich in einer blühenden Färbung gemalt. Ludwig XIV. erwarb dieses Bild aus der Sammlung Mazarin. 3) Die heil. Familie in einer Landschaft, wie Maria mit der Muschel Wasser aus derquelle schöpft, und Johannes dem Kinde eine Frucht reicht. Dieses Bildchen ist in einem röthlichen Ton gemalt, und gehört zu den meisterhaften Landschaften des Künstlers. 4) Maria in der Herrlichkeit reicht dem heil. Anton das Christkind. Durch die gefälligen Charaktere, ganz besonders durch die lieblichen Kinder, die grosse Helligkeit der klaren Farbe, und die zarte Beendigung ausgezeichnet. Nur 13 ½ Z. hoch. 5) St. Paulus von Engeln empor getragen, in 14 — 15 Zoll hohen Figuren. Diese Composition hat etwas Manierirtes, ist übrigens sehr fleissig und gesättigt in den Farben. 6) St. Cäcilia begleitet ihren Gesang mit der Bassgeige, während der Engel das Notenbuch hält, 5 F. 1 Z. hoch. Der Kopf ist von sehr anspre- chendem Charakter, und die sehr hell und voll genommene Be- leuchtung ungemein durchsichtig und warm in einem, in den Lich- tern gelblichen, in den Halbschatten grünlichen Ton höchst fleissig durchgeführt. Der Künstler malte das Bild für den Cardinal Lu- dovisi, dann kam es durch Nogent an Jabach, und endlich ins Louvre. 7) Alexander der Grosse gibt die Timoclea mit ihren Kin- dern frei, längliches Oval mit 15 — 16 Z. hohen Figuren. Diese Composition ist sehr deutlich, die Charaktere sind edel, die Zeich- nung fein, das Ganze in einem warmen Ton fleissig vollendet. In St. Petersburg ist ein ähnliches Bild. 8) Aeneas trägt den Vater aus dem Brande von Troja, dabei Creusa und Ascanius, 5 F. 2 Z. hoch. Ein in den Charakteren würdiges, in der Zeichnung sorg- fältiges, in einem sehr satten und harmonischen Ton trefflich ge- maltes Bild, worin selbst die Gewänder mehr Styl haben, als meıst. Der Marschall de Crequi brachte dieses Gemälde nach Paris. 9) Amor auf dem von Tauben gezogenen Wagen, in einem Blumenkranz
Im älteren Verzeichnisse der Gallerie des Louvre sind noch drei andere Gemälde von Dominichino genannt, welche aber jetzt nicht mehr aufgestellt sind. Darunter ist die büssende Magdalena, halbe Figur. Schön und von edlem Ausdruck. Oval, 2 F. hoch. Ein anderes Bild stellt Christus vor, dem St. Augustin die Füsse wäscht. Zweifelhaftes Bild. Das dritte Gemälde zeigt drei junge Leute und ein Kind, im Begriffe ein Concert zu machen. Dieses ausdrucksvolle Kniestück kaufte Nogent aus der Gallerie Ludovisi, und durch Jabach kam es in die Gallerie des Louvre.
Die Schätze der Gallerie Orleans sind in England zerstreut. Die Gallerie Aguado bewahrte in letzter Zeit Bilder des heil. Hie- ronymus, des Spartacus, und der heil. Cäcilia.
Die deutschen Gallerien sind ebenfalls nicht arm an Werken von Domenichino, wenn auch Paris und England sehr reich ver- treten sind. In der Pinakothek zu München ist das berühmte Bild aus der Düsseldorfer Gallerie, welches Susanna im Bade vor- stellt, wie sie von den beiden Alten überrascht wird. Dieses in Composition, Zeichnung und Ausdruck vollkommene Gemälde hat lebensgrosse Figüren. Die ähnliche Darstellung in der Gallerie des Herzogs von Devonshire zu London ist kleiner. Ein zweites Gemälde, mit nicht ganz lebensgrossen Figuren, stellt den rasen- den Herkules dar, und als Gegenstück dient der bei Omphale spinnende Herkules. Diese beiden Gemälde waren schon ursprüng- lich in der Gallerie zu München, da sie Maximilian I. um 80000 fl. (?) gekauft haben soll. Ein kleines Bild der Pinakothek stellt den heil. Hieronymus dar, welchem der Engel in die Feder diktirt, und dann ist auch eine Landschaft mit dem Raub der Europa da- selbst, 2 F. 11 Z. 8 L. breit. In der Gallerie zu Schleissheim ist eine Kreuztragung in halben lebensgrossen Figuren.
In der Gallerie des Museums in Berlin sind einige Bilder, welche Kugler vornehmlich nur als Beispiele eines gesunden, tüchti- gen Machwerks betrachtet. Da ist das Bildniss des Architekten Sca- mozzi, der Kopf eines fröhlichen geistreich gemalten Greises; ein büssender Hieronymus und ein Engel, mit glücklicher Natur- wahrheit und kräftiger Behandlung des Nackten gemalt; ein an- derer minder bedeütender Hieronymus; eine Darstellung der Sünd- fluth, mit einer Menge meisterlich gemalten Aktfiguren, jedoch ohne das Gefühl ergreifender Poesie.
In der Sammlung des Grafen A. Raczynski zu Berlin ist das berühmte Bild der Madonna della Rosa aus dem Collegio Nolfi in Fano, auf welches wir S. 101 aufmerksam gemacht haben.
Die Gallerie in Dresden bewahrt zwei Bilder von Domeni- chino. Die Pharisäer, welche dem Heilande den Zinsgroschen zei- gen, ist aus der früheren Zeit des Künstlers, ein ausdrucksvolles Bild. Der Mann im braunen Mantel ist das Bildniss des Meisters, Das zweite Gemälde stellt vier Kinder mit den Attributen der Kün- ste und des Handels dar, lebensgrosse Figuren. Übrigens ist da- selbst die Copie eines Bildes, welches Loth mit den Töchtern darstellt.
In der Gallerie zu Wien sind nur zwei Schulbilder: St. Cä- cilia vor der Orgel, und Lucretia, welche sich den Dolch in die Brust stösst, beide in halber Figur. In der Sammlung des Grafen von Thun ist eine Himmelfahrt Mariä. Die Gallerie Lichten- stein bewahrt ein Gemälde mit den anmuthigen Figuren der Ma- lerei, Poesie und Musik,
Die Urtheile älterer italienischer Schriftsteller über diesen Künst- ler haben immer die Färbung einer Partei, gehen entweder in leere Lobeserhebungen, oder grossentheils in Tadel aus. Nach dem Aus- spruche seiner nächsten Umgebung war er an die bittere Critik seiner Feinde gewöhnt, und je schärfer sie ihn tadelten, desto mehr glaubte er, dass er seine Arbeit gut gemacht habe. Wann aber seine Widersager gar etwas lobten, dann fürchtete er Tadel zu verdienen. Übrigens liess er sich nicht viel beirren, sondern ar- beitete nach seiner Aussage für sich selbst, und für die Vervoll- kommnung seiner Kunst. Er hatte die Ueberzeugung, dass ein Künstler nichts ausführen soll, was er nicht vorher im Geiste ge- bildet habe. Wenn er daher nach langer Ueberlegung mit der Idee im Reinen war, wünschte er sich Glück, als wenn mit der Anordnung schon alle Schwierigkeiten überwunden wären. Er hatte freilich schon viel gewonnen, da er vor der Anfertigung des Cartons zahlreiche Skizzen zu den Figuren, Köpfen und einzelnen Theilen gemacht hatte, so dass ihm dann nur die Sorge für den technischen Theil der Malerei blieb, welche sich nach seiner An- sicht gleichmässig über das Bild erstrecken müsse. Leidenschaft- liche Erregung war seinem Wesen fremd; ein frommes Gemüth und eine reine Seele spiegelte sich in seinen himmelblauen Augen, wie Bellori die letzteren nennt. Wenn seine Gegner nur mit Hass und Feindschaft gegen ihn verfuhren, so schätzte er jedes Ver- dienst selbst am Feinde. Die vielen Verfolgungen, welche der be- scheidene, ja schüchterne Künstler erlitt, haben daher nur ihren Grund in Neid und Missgunst. Wenn auch die Critik Stoff zum Tadel fand, so hätte sie doch die Gränze der Billigkeit nicht in dem Grade überschreiten sollen, wie es geschehen ist.
Doch auch die späteren Kunsturtheile sind zum Theil sehr widersprechend, wir wollen aber nicht wiederholen, was Mengs an verschiedenen Stellen seiner Schriften etwas schulmeisterisch gibt. Fiorillo mit Billigkeit, Göthe im Winkelmann mit Hochschätzung, Lanzi in geistreicher, oft sehr wahrer Beurtheilung über den Künst- ler sagen. Füssly hat mehrere ältere Recensionen herausgehoben, wir beschränken uns daher auf neuere Beurtheilungen, da auch in diesen die Vorzüge und Mängel abgewogen sind.
Sehr treffend, wenn auch streng, scheint uns die Charakteri- stik in der Beschreibung Roms von Platner, Bunsen und Gerhard I. 541 f. zu seyn, da die Verfasser im Angesichte der Hauptwerke
des Künstlers ihr Urtheil begründeten. Da heisst es: »Domini- chino gehört mit G. Reni unter die berühmtesten Schüler der Car- racci. Beide besassen ohne Zweifel mehr Gefühl als Hannibal Car- racci, und suchten daher auch mehr als dieser zum Gemüth des Be- trachters zu sprechen. Dominichino strebte durch Anregung von Ra- fael's Werken vornehmlich nach dem Ausdruck dramatischer Hand- lungen und Anregungen des Gemüths. Nur möchte er öfter hierin mehr durch sein redliches Bestreben als durch das, was er wirklich leistete, Lob verdienen. Bei Ernst und einer gewissen Tiefe des Ge- müths war er nicht reichlich mit Phantasie begabt. Er wiederholte sich daher häufig in seinen Motiven, und es ward ihm nicht ohne Grund schon bei seinen Lebenszeiten vorgeworfen, dass er seine Figuren zuweilen von Anderen entlehnt habe. Auch im Techni- schen waren ihm seine Lehrer, so wie mehrere andere seiner Zeit- genossen unstreitig überlegen. Die Gegenstände seiner dramati- schen Compositionen hat er zum Theil mehr prosaisch als poetisch - aufgefasst, und dem zufolge Episoden und Motive angebracht, die sich wohl bei dem Ereignen der Begebenheit als möglich denken lassen, aber ihre Idee vielmehr zerstören, als zur Darstellung der- selben beitragen. Sein Gemälde der heil. Cäcilia, die ihre Güter unter die Armen vertheilt, in der Kirche S. Luigi dei Francesi, kann unter andern zum Beispiel dienen. Die Bedeutung des Ge- genstandes, wenn wir ihn in seiner Idee betrachten, zu deren Aus- druck alle von dem Künstler angebrachten Motive und Episoden beitragen sollten, ist die in der Heiligen durch göttliche Liebe erregte Entsagung der irdischen Güter zu Gunsten der Hilfsbedürf- tigen. Aber in der Darstellung des Dominichino ist die Heilige eine ziemlich unbedeutende Figur, in der wir nichts sehen als eine Frau, welche Sachen vertheilt. Hingegen sind die Gegen- stände, die vornehmlich unsere Aufmerksamkeit auf sich ziehen, das Volk, welches theils mit gemeiner Begier sich vordrängt, um Geschenke zu erhaschen, theils die empfangenen mit Wohlgefallen betrachtet, ein Jude, der sich bestrebt, sie ihm mit Vortheil ab- zuhandeln, Knaben, die sich wegen eines geschenkten Kleides balgen, und die Mutter derselben, die ihnen desswegen mit Ohr- feigen droht. Dass durch eine solche Wahl gemeiner Motive der Gegenstand zu einer gewöhnlichen Strassenbegebenheit herabge- würdiget worden ist, scheint keines Beweises zu bedürfen.
In anderen Vorwürfen, wie in der Communion des heil. Hie- ronymus im Vatikan, und in der Heilung des Besessenen durch den heil. Nilus in der Kirche zu Grotta ferrata, hat sich aber der Künstler zu einer bedeutenden Darstellung erhoben. Im Ausdruck der Gemüthsbewegungen dürfte man ihn wohl mit Recht als den vorzüglichsten Meister unter den späteren italienischen Malern be- trachtet haben. Indessen zeigte er auch in diesem Theile der Kunst keine besondere Mannigfaltigkeit, und das Naive und Anspruch- lose in seinen Frauen und Knaben fällt nicht selten in das Unbe- deutende. In der gründlichen Zeichnung des Nackten aber möchte er dem Hannibal Carracci an die Seite gesetzt, und als der vor- züglichste unter den Schülern desselben angesehen werden kön- nen. Zuweilen scheint er sich sogar von dem abstrakten Typus seiner Schule zu entfernen, und einer individuelleren Bildung der Formen anzunähern. Auch erinnern die Stellungen seiner Figuren weit seltener an das akademische Modell, und zeigen mehr durch sich selbst gegebene Bewegung, als die des Carracci. In den Ge- wändern, die sich weniger als die Zeichnung des Nackten durch Studium erlernen lassen, zeigt Dominichino besonders auffallenden Mangel an angebornem Geschmack und an Phantasie. Ihr Faltenwurf
ist nicht allein keineswegs glücklich, sondern es fehlt ihnen öfter so-
gar richtiges Verständnis der Form. Seine Ölgemälde haben ausser dem zu seiner Zeit gewöhnlichen Mangel an Durchsichtigkeit noch überdies meistens den Fehler einer sehr rohen Behandlung. Nur
das Gemälde der Diana auf der Jagd mit ihren Nymphen im Pa-
last Borghese zeigt diese Mängel weniger als andere Ölbilder des Domenichino und lässt sich vielleicht überhaupt als sein bestes Werk in Rom betrachten. Auch die Frescomalereien dieses Künst- lers gehören unter die allervorzüglichsten der späteren Kunst, und unter denselben durch ausnehmende Kraft der Farbe vornehmlich
die 4 Evangelisten an den Pfeilern der Kuppel von S. Andrea
della Valle.
Sollten uns indessen die Werke des Domenichino auch nicht vollkommen befriedigen, so veranlassen sie uns doch, den Künst- ler zu lieben, der in einer gesunkenen Zeit mit so redlichem Eifer nach dem Höchsten strebte. Ernst und richtigen Sinn besass er gewiss mehr, als irgend einer seiner Zeitgenossen. Und hätte ihm die Natur mehr Einbildungskraft und ein leichteres Talent verlie- hen, so wäre von keinem anderen Meister eine wahre Wiederbe- lebung der Kunst zu hoffen gewesen. «
Das obige Urtheil ist vornehmlich bei Betrachtung der grossen historischen Werke des Künstlers geschöpft, es finden sich aber auch viele kleinere Staffeleigemälde in Öl, besonders in England und Paris, welche die Strenge der Kritik mildern dürften, indem darunter liebliche Erscheinungen sind. Wir verweisen daher auf die Abschnitte über die Werke in England und Paris, welche von Waagen beurtheilt werden. In der Beschreibung Roms ist über die Landschaften des Künstlers nichts gesagt, solche sind aber in der Nationalgalerie zu London, und in anderen englischen Samm- lungen, und was von diesen gilt, kann wahrscheinlich auch von den Gemälden dieser Art in Rom und anderwärts gesagt werden. Es ist aber zu bemerken, dass die Landschaften von A. Carracci und Domenichino zu den Anfängen dieser Gattung gehören, und dass man sie nicht nach jenen von Cl. Lorrain und Poussin be- urtheilen darf. Gewiss ist aber, dass diese Künstler durch Domi- nichino schon großartige, höchst poetische Vorbilder gefunden haben. In dem Bande über die Kunstwerke in Paris, III. 492, be- urtheilt Waagen den Künstler wie folgt: »Ein mehr sanftes und liebenswürdiges, als energisches und großartiges Naturell. Nicht reich, aber öfter poetisch in der Erfindung, von reinem Naturge- fühl, sehr vielem Sinn für Schönheit und Wahrheit der Farbe — daher der beste Colorist der Schule —, endlich von gewissenhafter Ausführung. Dagegen styllos in der Draperie, einförmig in den Charakteren. In dem Talent für Landschaft ist er dem A. Carracci nahe verwandt, «
Kugler, bei Beurtheilung der Werke in der Gallerie des k. Museums in Berlin, sagt, Domenichino's Talent verrathe eine Ver- wandtschaft mit den Zeitgenossen Rafael's, die allgemeine Richtung der Zeit habe aber, wie es scheine, seine ursprüngliche Sinnes- und Auffassungsweise verdunkelt, und im Ganzen nur selten, fast nur in gewissen Nebenpersonen seiner historischen Frescogemälde, trete das Gefühl einer reineren, edleren Naivetät in ursprünglicher Klarheit hervor. Die Gemälde im Berliner Museum betrachtet Kugler vornehmlich nur als Beispiele eines gesunden, tüchtigen Machwerkes.
Aus dem, was oben über die Leistungen dieses Künstlers bei- gebracht ist, kann man ersehen, dass die Urtheile über Domini-
nicht selten aus der Betrachtung zufällig vorliegender Werke geschöpft sind, und dass sich im Allgemeinen in ihm grosse Vor- züge mit Mängeln paaren,
Domenichino bildete wenige Schüler. Andrea Camassei, An- tonio Barbalunga, Gio. Angelo Canino, Franc. Cozza und Gio. B. Ruggieri werden unter diesen genannt. Der letztere aber lohnte dem Meister mit Undank, so wie Domenichino bis an seinem 1641 in Neapel erfolgten Tod nur Ungemach und Verfolgung zu er- dulden hatte.
In der Gallerie zu Florenz ist das eigenhändige Bildniss des Künstlers, wie er sein Skizzenbuch trägt. Gest. von P. A. Pazzi für das alte florentinische Galleriewerk; geschabt von C. Townley, gestochen von Langlois für das neuere Werk der florentinischen Gallerie, und an der Spitze des Werkes von Landon über Domi- nichino. J. Landon stach das Bildniss des Künstlers für die Por- traitsammlung von Odieuvre. Dann kommt es bei Malvasia, Bel- lori, Sandrart, d'Argensville, und in Lithographie im Werke von Chabert vor. A Stiche nach diesem Meister.
Die Zahl der Blätter, welche nach Domenichino gestochen wurden, ist sehr gross, und dazu kommen noch aus neuerer Zeit viele Lithographien und Copien in Stahlstich. Das folgende Ver- zeichniss soll zugleich als Index über die Gemälde des Meisters gelten, da die Blätter nach den Gegenständen geordnet sind. Doch wird man nicht erwarten, dass das Verzeichnis der Blätter voll- ständig sei. Von Interesse ist besonders auch das Werk von Lan- don: Vies et oeuvres des peintres — Doméniquin I. II. III. In diesem Werke sind viele Bilder im Umriss gestochen, welche früher nie nachgebildet wurden.
Altes Testament,
Die ersten Menschen nach dem Sündenfalle (Cabinet Devon- shire). N. Tardieu sc., für Crozat, gr. fol.
Der selbe Gegenstand anders, oben Gott Vater mit zwei En- geln. (Musée du Louvre). Gest. von E. Baudet 1687, gr. fol., dann von F. Chereau 1700, gr. fol. ;
Landon gibt eine andere Composition im Umrisse, Nr. 20.
Loth und seine Töchter. W. Kent del. (Cabinet Cocke in Lon- don), kl. qu. fol.
Dieselbe Darstellung, J. Frey sc., gr. fol.
In der Dresdner Gallerie ist eine Copie dieser Darstellung.
Das Opfer Abrahams, reiche Landschaft aus der Gallerie Or- leans, 1702 von Mr. Ward in London gekauft. Michel del., fol.
Das Opfer Abrahams, wie der Engel das Schwert des Patriar- chen erfasst (Museo del Prado in Madrid). Lithographirt in J. de Madrazo's Colleccion litogr. del Museo, gr. fol.
Die Landschaft mit dem Opfer Abrahams aus dem Palast Bar- berini zu Rom ist jetzt in Holkham.
David singend zur Harfe (Musée du Louvre). Aeg. Rousselet sc., für das Cabinet du Roi, gr. fol.
Dieselbe Darstellung, gest. von F. Chereau, und kleiner von Thomassin und Bazin, kl. fol.
Der Triumph David's und Saul's (Palazzo Rospigliosi), L. Fer- reili sc., qu. Imp. fol.;
David tanzend vor der Bundeslade; Judith mit dem Haupte des Holofernes; Salomon auf dem Throne und die Königin von
Dieselben Bilder, gest. von S. Balestra, A. Bertini, N. Aurelli und J. Bonajuti. Oval, gr. fol.
Dieselben Gegenstände, von der Gegenseite geistreich radirt und bezeichnet: Dom chino, 4.
Eine andere Folge ist von R. Audenaerde,
Dieselben Bilder, gest. von G. Audran, gr. fol.
Copien nach den genannten Blättern von M. G. Grophius, G. A. Kilian, T. Lobeck, 4. und 8.
Auch J. Baron, Eichel und H. Petrignano haben einzelne Dar- stellungen gestochen.
Susanna im Bade, nach einem für den Prälaten Agucchi ge- malten Bilde von Colbenschlag in Rom gestochen, eher von Car- racci, als von Domenichino, fol.
Susanna im Bade von den Alten überfallen, das berühmte Bild aus der Düsseldorfer Gallerie, jetzt in München. Punktirt von J. Egin- ton, für das Düsseldorfer Galleriewerk von V. Green 1705, qu. roy. fol.
Dieselbe Darstellung für das Münchner Galleriewerk litho- phirt, gr. fol.
In der Sammlung des Herzogs von Devonshire in London ist dieselbe Darstellung.
Susanna im Bade, nach einem Bilde der Sammlung von Frauen- holz in Nürnberg von Clarot geschabt, gr. fol.
Auch Graf Elz in Würzburg besass 1812 eine badende Susanna, angeblich treffliches Bild, Gest. von Bitthäuser (?), fol.
Susanna im Bade von den Alten im Bade überrascht. Geschabt von W. Vaillant, gr. qu. fol.
Judith mit dem Haupt des Holofernes, nach einem Bild der Gallerie Barberini. D. Cunego sc., fol.
Dieselbe Darstellung, gestochen von Baron, fol.
Neues Testament. Darstellungen aus dem Leben des Heilandes, der Maria und der Apostel.
Die Verkündigung Mariä, rechts der Engel in der Glorie, (Ca- pelle Nolfi zu Fano?) Voicy la servante etc. C. Duflos sc. Haupt- blatt, s. gr. roy. qu. fol.
Die Anbetung der Hirten. Colbenschlag sc. Romae, fol.
Die Darstellung im Tempel, nach einigen von N. Poussin oder von L. Garzi, nach anderen (sicherer) von Dominichino componirt, P. del Po. sc., fol.
The Infant Jesu. Das schlafende Jesuskind in der Krippe (Ca- binet V. W. Winn in London). Geschabt von R. Earlom 1772. Oval qu. fol.
The Virgin and Child. Die Madonna mit dem Kinde auf dem Armste. Gallerie Houghton Hall. Val. Green sc. In Schabmanier, fol.
Dieselbe Darstellung. Saillier sc., kl. fol.
Maria mit dem Kinde, welches eine Rose hält, halbe Figur. St. Picart sc., fol.
Die Madonna della Rosa im Besitze des Grafen A. Raczynski.
Die Flucht in Aegypten, nach einer Zeichnung, L. Garreau sc., fol.
The Flight. Die Flucht in Aegypten (Cabinet Conventry in London), Gest. von W. Byrne 1667, gr. qu. fol.
Die heil. Familie in einer Landschaft, wie Maria mit der Mu- schel Wasser schöpft (La Vierge a la coquille, Mus. du Louvre). Im Verlage von Elsevier bei London Nr. 104.
Dieselbe Darstellung, mit zwei Engeln zur Seite. Bossu sc. -
ju. fol.
- Jesus bei der Hochzeit zu Cana, schöne Composition. C. Si- monneau sc., S, gr. qu. fol.
Christus bei Martha und Maria, C. Simonneau sc., fol.
Der Fischzug Petri, P. Bettinus del. et sc. 1624 (?). Gut radirt, S, gr. qu. fol.
Christus am Oelberge vom Engel gestärkt. G. Audran sc., S, gr. fol.
Die Dornenkrönung. Der Heiland zwischen zwei Soldaten, Andriot sc., fol.
Ein mit Dornen gekrönter Heiland aus der Gallerie des Lu- cian Bonaparte steht zwischen vier Soldaten. Im Umriss von Elise Lingée bei Landon Nr. 108.
Die Kreuztragung (ehedem in der Gallerie Orleans, jetzt in der Bridgewater-Gallerie). B. L. Henriquez sc., kl. qu. fol.
Die Darstellungen aus dem Leben der Maria und des Heilandes in der Capelle Nolfi des Dumes in Fano, 16 Blätter von D. Cu- nego, gr. qu. fol. und roy. fol.
Die Himmelfahrt der Maria, C. Audran sc. Oval kl. fol.
Dies ist vermuthlich das Frescobild in St. Maria in Trast- evere. Die Himmelfahrt der Maria in der Capelle Nolfi zu Fano hat D. Cunego gestochen. C. M. (C. Metz) hat eine Zeichnung mit der Himmelfahrt aus dem Cabinet West facsimilirt.
Der Graf von Thun in Wien besitzt ein schönes Gemälde der Himmelfahrt Mariä.
Männliche Heilige.
Das Haupt des Täufers Johannes. Fontana sc. (Museo fioren- tino), fol.
Johannes in der Wüste auf Christus deutend, das Bild in S. Andrea della Valle zu Rom. (Altenaerde sc.), kl. qu. fol.
Derselbe Gegenstand radirt; De Predl sc. 1806, gr. qu. 8.
Dieselbe Darstellung von F. Bartolozzi gestochen, gr. fol.
St. Johannes Evangelista, gestochen von Lepri, fol.
St. Johannes in Entzückung umgeben von zwei Engeln und dem Adler. Scribere ergo, quae vidisti. P. Bettelini sc., gr. fol.
Das Gemälde befand sich früher in der Giustinianischen Gal- lerie, und kam zuletzt in die Gallerie zu Leight-Court. S. oben die Bilder in England.
St. Johannes in Begeisterung, wie ihm der Adler die Feder bringt. F. Müller sc. 1808, 1812. Das bekannte meisterhafte Blatt, nach dem Bilde der Fromann'schen Sammlung in Stuttgart, dann im Besitze des k. russ. Oberjägermeisters Fürsten Naryschkin, und später vom Kaiser von Russland um 60,000 Rubel erworben, fol.
Über dieselbe Composition im Besitze des Grafen Carlisle zu Castle Howard s. oben.
Dieselbe Darstellung, eine täuschende Copie des Blattes von Müller mit der Jahrzahl 1812. S. über diese Copie Weigel's Kunst- katalog Nr. 14288.
Dieselbe Darstellung in Stahlstich, fol.
Verschiedene Lithographien, fol. und gr. fol.
Die Darstellung von der Gegenseite, nach dem Bilde aus der
Gallerie Orleans, jetzt in Carlisle's Sammlung zu Castle Howard.
Berneß sc., fol.
Zampieri, Domenico.
Die vier Evangelisten mit Attributen und von Engeln begleitet, nach den Fresken in S. Andrea della Valle zu Rom, als radirte Blät- ter, L. Ciamberlano fec. 1657, kl. fol.,
Dieselben Evangelisten nach den colossalen Bildern gezeichnet, N. Dorigny del. et sc. 1707. Mit Dedication an den Landgrafen-
- Carl von Hessen. 4 Capitalblätter, Gegenstücke zu J. Frey's Car-
dinaltugenden, s. gr. roy. fol.
St. Paul von Engeln in den dritten Himmel getragen (Musee du Louvre). Gilles Rousselet sc., gr. fol.,
Dieselbe Darstellung, J. L. Rousselet sc., fol.,
Der reuige Petrus, G. Vallet sc., fol.
Die Märter des heil. Petrus, J. Audran &c., fol.
Dieses Blatt ist nach G. Reni gestochen.
St. Petrus im Gefängnisse. D. Cunego sc., gr. fol.
Dieselbe Darstellung. P. Daret sc., gr. fol.
Die Bilder aus dem Leben des heil. Andreas in der Tribune von S. Andrea della Valle zu Rom: die Berufung des Andreas, der Gang zur Marter, die Geißlung und die Apotheose des Heiligen, radirt von R. Audenaerde, qu. fol.;
Der oben erwähnte, auf Christum deutende Johannes gehört zu dieser Folge.
Der Gang des heil. Andreas zur Marter, das oben erwähnte Bild. G. B. Gambardelli exc., qu. fol.
Die Geißlung des heil. Andreas, berühmtes Bild in S. Gre- gorio zu Rom, verschieden von dem obigen. In jenem ist der Hei- lige 4. zu vier Klötzen ausgespannt. Geistreich radirt von C. Maratti, qu. fol.,
Dieselbe Darstellung. R. Woerter sc., qu. fol.
Dasselbe Bild, gestochen von G. P. als Gegenstück zu G.
Reni's Gang zum Tode des Heiligen, gr. fol.
St. Andreas auf Wolken von Engeln getragen. A. H. W. (We-
sterhout) sc. Schön radirt, 4.
Studienköpfe aus dem berühmten Bilde der Märter des heil. Andreas, 3 Blätter von F. Pouzzi gestochen, gr. fol., andere nach Langhiera Zeichnungen von Zimmermann und A. lithographirt, qu. fol.
Die Taufe des heil. Hieronymus (Fresco in S. Onofrio zu Rom). St. Baudet sc., fol.
St. Hieronymus in Versuchung, dieselbe Darstellung, wie das folgende Blatt. In vasto Syriae Eremo —, G. Audran sc. et exc., s. gr. qu. fol.
St. Hieronymus in Versuchung. Links drei tanzende Figuren, (Fresco in S. Onofrio). Steph. Majoire fec. Geistreich radirt, kl. qu. fol.
Dieselbe Darstellung, gest. von St. Baudet, fol.
St. Hieronymus in Versuchung, halbe Figur, hinter ihm der
Böse. (Gall. in Wien). M. Frey sc. Zartes Blatt, fol.
St. Hieronymus auf den Knien mit dem Steine. P. del Po sc., fol.
St. Hieronymus in der Wüste. Rechts der Löwe, links zwei Engel in der Glorie, (Museo del Prado zu Madrid.) P. del Po fec. 1696. Radirung, gr. fol.
Dieselbe Darstellung in J. de Madrazo's Galleriewerk litho- graphirt, gr. fol.
Dieselbe Darstellung (Gall. Orleans). Berneff sc., kl. fol.
St. Hieronymus in einer Landschaft (Gall. Orleans). Deque- vauviller fec., fol.
Die letzte Communion des heil. Hieronymus, berühmtes Bild aus S. Girolamo della Caritä, jetzt im Vatikan, J. C. Testa del, et inc. Sehr geistreich radirt, s. gr. roy. fol.
Die 1te Darstellung. J. Frey sc. 1720. Capitalblatt, s. gr. roy.- 101.
Die 2te Darstellung. B. Farjat sc. 1702. Hauptblatt, s. gr. roy. f0 * - " " - ;
Die 3te Darstellung. J. Pavon se., imp. fol.
Dieselbe Darstellung. J. Bonajuti sc., imp. fol.
Dieselbe Darstellung, gest. von A. Tardieu, als Gegenstück zu R. Morghens Transfiguration 1821, gr. roy. fol.
Dieses Blatt übertrifft alle anderen. Der Künstler arbeitete 15 Jahre daran, und hatte das Bild in Paris vor sich,
Die Marter des heil. Petrus des Dominikaners, das berühmte Bild aus S. Domenico di Brisighella, jetzt in der Pinakothek zu Bologna, gest. von F. Rosaspina, Pinacotheca accad. di Bolo- gna, 1830, fol.
St. Petronius und Johannes am Altare, auf welchem Maria von Engeln umgeben ist. P. del Po se. Schön radirt, gr. fol.
Die Entzückung des heil. Franz, das Gemälde aus der Gallerie Orleans, jetzt in der Bridgewater Gallerie. Gest. von Delignon, auch von St. Colbenschlag in Rom. Das Blatt von E. Hainzelmann hat eine andere Composition, ;
St. Franz mit gekreuzten Armen (Gall. Zambecari in Bologna). F. Rosaspina sc., 4., . .
Früher von St. Colbenschlag geätzt, und von E. Hainzelmann schön gestochen.
St. Franz empfängt aus den Händen der Maria das Jesuskind, Frescobild in St. Maria della Vittoria zu Rom. Bombelli sc., fol.
St. Franz im Schlafe, in derselben Kirche, Bombelli sc., fol.
Die Stigmatisation dieses Heiligen, das Bild in der genannten Kirche., Bombelli sc., fol. ;
Die Marter des heil. Sebastian, reiches Gemälde in St. Maria degli Angeli, und in Mosaik in S. Pietro zu Rom, P. Betini del. et sc. Radirung, s. gr. fol. 0 ;
Dieselbe Darstellung. N. Dorigny sc. 1690, gr. fol.
Dieselbe Darstellung. D. Marchetti sc., imp. fol.
Derselbe Gegenstand, gest. von J. Frey 1737, s. gr. roy. fol.
Eine Copie ist von J. Thelott, welcher auch zwei einzelne Gruppen gestochen hat,
La Madonna del Rosario. Maria mit dem Kinde in der Glorie, welches aus einem Gefässe Rosen auf die Verehrenden streut, Be- rühmtes Gemälde in der Pinakothek zu Bologna; G. Audran sc. Hauptblatt, s. gr. roy. fol. ;
J. G. Thelott hat dieses Blatt copirt,
Dieselbe Darstellung, gest. von F. Rosaspina für die Pinace- theca accad. di Bologna 1830, fol.
Die thronende Maria mit dem Kinde von St. Johannes und St. Petronius umgeben, das Gemälde in der Kirche S. Giovanni de' Bolognesi. Gezeichnet von F. Raspantino, radirt von P. del Po,
1 fol.
Die Erscheinung des heil. Januarius beim Ausbruch des Vesuv, nach Bellori über dem Portale der Capelle del Tesoro in Neapel gemalt. Radirt von Dague für Landon's Oeuvre de Dominiquin, aber nach einer Kreidezeichnung im französischen Museum. Der Schutzengel. (Museum in Neapel). Duflos sc., fol.
St. Christoph mit dem Kinde, H. Borgiani sc., fol.
Die Marter des heil. Erasmus. R. Wibert sc., fol.
Ein knieender Heilige von Engeln umgeben. Von einem Un- bekannten geätzt, fol. 5 i
Das Leben und die Wunder des heil. Nilus, im Kloster Grotta Ferrata in Fresco gemalt, Nr. I. — XXVIII. Dabei sind auch die christlichen Tugenden, die Evangelisten, Kirchenväter, die Ver- kündigung Mariä, und verschiedene allegorische Gegenstände. Der durch den heil. Bartolomäus angeordnete Baäu des Klosters, dann der heil. Nilus vor Kaiser Otto III. sind in gr. imp. fol. Die heil. Jungfrau, welche dem Heiligen einen Apfel reicht, und das Wun- der mit dem Knaben, s. gr. fol., die übrigen Blätter fol.
Diese meisterhaften Bilder sind von F. Bartolozzi, Capellan, Pazzi, Gregori, Faucci u. A. im Auftrage des päpstlichen Schatz- meisters X. Canale gestochen, unter dem Titel: Picturae D. Zam- pieri in sacello, sacrae aedi cryptoferratensi adjuncto, Romae 1762.
Fünfzehn Blätter hat Ländon copirt,
Der heil. Nilus vor Kaiser Otto III., eine der schönsten Com- positionen radirt von Carolus du Fresne, s. gr. imp. qu. fol.
St. Nilus, welcher den Knaben vom Teufel befreit, ausgezeich- nete Composition, gest. von F. Ruscheweyh 1813, s. gr. roy. qu. fol.
Heilige Frauen,
St. Cäcilia mit der Viola, wie ihr der Engel das Notenbuch hält. (Musée du Louvre). St. Picart sc. (Cabinet du Roi), gr. fol.
Dieselbe Darstellung, sehr frei und malerisch gestochen, gr. fol.
Dieselbe Darstellung. F. Lignon sc. Gegenstück zum Johannes von F. Müller, gr. fol.
St. Cäcilia (Musée du Louvre). J. G. Müller sc., gr. fol.
St. Cäcilia (Gallerie Aguado). E. Corigny sc., qu. fol.
St. Cäcilia, halbe Figur mit der Palme neben der Orgel, W. Sharp sc., nach dem Bilde in R. Udny's Sammlung 1790, s. gr. fol.
St. Cäcilia Virgo et Martyr. L. Ferretti sc., qu. fol.
St. Cäcilia, punktirt von H. Sintzenich, kl. 4.
St. Cäcilia mit dem heil. Valerianus vom Engel gekrönt. In der Kirche S. Luigi de' Francesi zu Rom grau in Grau gemalt. D. Cunego sc., qu. fol.
Dieselbe Darstellung. P. Mancioni sc., gr. qu. fol.
St. Cäcilia verweigert das Opfer an die Götter. In der Kirche S. Luigi de' Francesi grau in Grau gemalt. Radirt von F. Rosa, u. fol.
St. Cäcilia vertheilt ihre Habe an die Armen, und bereitet sich zur Marter, Frescobild in S. Luigi de' Francesi zu Rom. R. A. Persyn sc. 1646, qu. fol.
Dieselbe Darstellung, gest. von F. de Poilly, gr. fol.
Der Tod der heil. Cäcilia, Hauptbild in der Kirche des heil. Ludwig der Franzosen in Rom, in Fresco gemalt. J. B. Poilly sc. s. gr. roy. fol.
Dieselbe Darstellung. J. B. Pasqualinus sc. 1622, s. gr. qu. fol.
Dieselbe Darstellung. Chartres exc. Radirung, qu. fol.
Dieselbe Darstellung. D. Cunego sc. 1772, gr. qu. fol.
Dieselbe Darstellung. P. Trasmondi sc., roy. fol.
St. Cäcilia von Engeln in den Himmel getragen, oder die Apo- theose der Heiligen, Plafondbild in der Kirche S. Luigi dei Fran- cesi, F. Spierre sc., gr. fol.
La Sibylla Cumana, berühmtes von J. Frey, gr. fol. . .. Dieselbe Darstellung, gest. von C. Zucchi und L. Sommerau, 8. Dieselbe Darstellung, P. Fontana sc., gr. fol.
F. Floridi sc., gr. fol., ,
Die christlichen Tugenden, 6 Frescobilder in der Tribune von S. Andrea della Valle. E. Pozzi sc., fol. .
Die christlichen Tugenden, 6 Frescobilder in S. Andrea della Valle. Jos. Drda sc. Pragae, kl. fol. Die selben Bilder, radirt von J. Margottini, kl. fol.
Die vier Cardinaltugenden, nach den Fresken in S. Carlo de' Catenari zu Rom. 4 treffliche Radirungen von P. del Po, s. gr. fol. Dieselben Compositionen, J. J. Frey sc. 1725, s. gr. fol. Dieselben Bilder, gestochen von G. Audran 1675, gr. fol. Dieselben, gest. von C. Cesio und L. Chatillon, fol. Die Tugenden, Eckbilder in der Capelle del Tesoro zu Neapel, 4 Blätter, Fantini sc., kl. fol. . Die selben Darstellungen, bei Landon im Umriss gestochen. Eine dieser Figuren ist in St. Non's Voyage pittoresque de Naples abgebildet. | Die Nacht, nach einer Zeichnung von Langer-radirt, gr. qu. 8. Die Genien des Feldbaues, der Wissenschaft und Kunst. (Gal- leria di Torino). A. Dalco sc., gr. fol.. Spartacus, (Gallerie Aguado). A. Blanchard sc., gr. fol. Lucretia, im Begriff sich zu erdichten, halbe Figur im Ca- binet W. Ellis, gest. von W. Sharp, fol. In der Gallerie zu Wien ist ein Schulbild dieser Art. Timorlea vor Alexander. F. Lignon sc. (Musée Napoleon 1803), fol. .. Das Opfer der Iphigenia, F. L. D. Chartres exc., fol. Circe als Zauberin mit der Schale (Cabinet Moreland). Gest. von W. Sharp für Bouydell's Verlag, fol.
Aeneas und Anchises auf der Flucht von Troja (Musée du Louvre). Gest. von G. Audran, fol.; dann von N. Outkyn für das
Musée Napoleon, gr. fol. Ein kleines Blatt. L. Jacob sc., 4.
Rinaldo und Armida (Musée du Louvre), Gest. von Lacroix telle für das Musée Napoleon, qu. fol. Angelica und Medoro. Giulio Tomba se., gr. fol.
Der schlafende Endymion, Fresco im Schlosse Giustiniani zu Bassano #). Cartes exe., kl. fol. Dieselbe Darstellung. H. Frezza sc., kl. fol.
Pan opfert der Diana die erste Wolle. (Im obigen Schlosse Giustiniani), Cartres exc., kl. fol. &e
Diana entdeckt die Schwangerschaft der Callisto. C. Agricola sc. 1811. Radirung, qu. fol. ; n
Diana von Aktäon im Bade belauscht (im Schlosse Giustiniani zu Bassano), Cartres exc., qu. fol.
Das Fest der Diana und ihrer Nymphen, berühmtes Bild im Palast Borghese. J. F. Venturini sc., gr. qu. fol.
Dieselbe Darstellung, P. Scalberge sc., gr. qu. fol.
Dieselbe Darstellung, radiert von Picart, 4. _
Dieselbe Darstellung. R. Morghen sc., s. gr. ray. qu. fol.
Diana aus dem Bade steigend wird von zwei Nymphen ange- kleidet. B. Picart sc. (Impostures innocents), 4.
Der Triumph des Amor. Er wird auf dem Wagen von Tau- ben gezogen. (Musée du Louvre). Cl. Randon sc., fol.
Amor auf dem Adler mit den Attributen der drei Hauptgötter, F. de Meulemeester sc., fol. .
Der Kampf des Herkules mit Achelous (Musée du Louvre). F. Flipart sc., fol.
Herkules tödtet den Cacus (Musée du Louvre). Gest. von Fli- part, fol. .
Herkules und Omphale (Gall. di Palazzo Pitti). C. Faucci sc. 1705, gr. fol. i ;
Ä Ein solches Bild besass auch Graf Piazza in Forli,
Herkules auf dem Scheiterhaufen. W. Chateau sc., fol. Nessus und Dejanira, Surugue sc., fol. '
Der rasende Herkules (Pinakothek in München). Geschabt von J. P. Pichler, gr. qu. fol. / ,
Der f\pinnende Herkules, das Gegenstück zu obigem Blatte,
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- Dieselbe Darstellung, für das Münchner Galleriewerk litho- graphiert, gr. qu. fol. .
Apollo, wie er mit Hilfe der Zeit die Wahrheit aufhellet, be- rühmtes Plafondgemälde im Palaste des Marchese Castagnoto zu Rom, gestochen von D. Cunego 1777, 7 Blätter. Eines enthält den ganzen Plafond, sechs andere Blätter geben die Theile, gr. fol.
*) Die Darstellungen aus der Mythe der Diana, welche Dome- nichino mit Albani im Hause Giustiniani zu Bassano malte, sind im folgenden Werke gestochen: F. Albani et D. Zam- pieri picturae, opere albario expressae in aedibus Justinia- neis, Romae 1759, fol.
Latona. F. L. D. Ciardes exc., fol. | Die drei Grazien (Bild in Sanssouci?). Gest. von A. L. Krüger, fol.;
| Die drei Grazien mit dem Blumenkorbe. B. Follin (Follino?) IC. u.
Die Geschichte des Apollo, 10 Bilder in Landschaften, im Bel- vedere des Cardinals Aldobrandini zu Frascati in Fresco gemalt. Gest. von Dom. Barriere 1749, mit einer Zugabe von 7 Ansichten der Villa 1749, gr. qu. fol., l
Die Bilder des Apollo hat Landon im Umriss gestochen. |
Drei junge Leute und ein Kind im Begriff, ein Concert zu machen, Kunststück für den Cardinal Ludovisi gemalt, dann durch H. Nogent an das Museum in Paris verkauft. Gest. von Picart,
u. fol., I;
3 Dieselbe Darstellung. F. Chauveau sc., qu. fol., |
Dann sind nach Domenichino auch verschiedene Köpfe und Skizzen nach Zeichnungen gestochen.
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