Wyttenbach, Friedrich Anton

Wyttenbach, Friedrich Anton, Maler, geboren zu Trier 1812, der Sohn des Gymnasial-Direktors J. H. Wyttenbach daselbst, war Schüler von Carl Ruben, und ging 1820 zur weiteren Ausbildung

nach Düsseldorf , wo er bis 1853 eifrige Studien im historischen Fache machte. Nach Trier zurückkehrend machte die zahlreichen Monumente römischer und gothischer Baukunst einen solchen Ein- druck auf ihn, dass er der Architekturmalerei sich zu widmen be- schloss. Eine Ansicht des schönen Portals der Liebfrauenkirche in Trier kam zu jener Zeit in den Besitz der Grossherzogin Stephanie von Baden. Auch in München malte Wyttenbach 1838 noch einige Architekturbilder, endlich aber betrat er mit allem Eifer das Ge- biet der Thiermalerei, welches er in origineller Weise ausbeutete. Durch charakteristische Auffassung und lebendigen Humor ausge- zeichnet sind vorzüglich seine Hunde - und Affenstücke zu nennen, Seine Scenen wählte er gewöhnlich auf Jahrmärkten, in Gaukler- buden und Thiertheatern. Auch treffliche Jagdstücke finden sich von ihm, so wie denn Wyttenbach überhaupt in seiner letzteren Zeit zum leidenschaftlichen Jäger geworden war. Im Jahre 1845 be- fiel ihn die Schwindsucht, welcher der sonst rüstige Künstler in Trier bald erlag.

J. Bergmann lithographirte nach ihm ein Bild unter dem Titel des treuen Wächters. Dieser ist ein Hund, und den Stoff gab ein Gedicht von Chamisso, qu. fol.

In Kohler's Münchner Album, München 1846, ist eine Ori- ginalithographie von ihm, einen Pudel vorstellend, wie er seine Itgefangenen befreit, gr. fol.

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