Wyld, William, Architektur - und Landschaftsmaler , machte seine Studien in London , und begab sich um 1853 zur weiteren Ausbil- dung nach Italien . Er besuchte Neapel und Sicilien, verweilte auch einige Zeit in Ober-Italien, und begab sich dann durch Deutsch- land nach Paris , wo er einen Theil seiner zahlreichen Zeichnun- gen in Oelbildern ausführte. Auch in Spanien und in Algier sah sich dieser Künstler umher, so dass seine Werke grosse Mannigfaltig- keit bieten. Wir nennen die Ansichten von Neapel, Subiaco, Venedig, Sorrento, Strassburg , Frankfurt am Main , Tours , Alterthüm- liche etc. Seine Ansichten von Baumonumenten, Strassen und öff- fentlichen Plätzen sind sehr zahlreich. Für eine grosse Ansicht des Ca grande in Venedig überreichte ihm 1830 der König Louis Philippe eigenhändig die goldene Medaille. Auch landschaftliche Ansichten mit Staffage aus dem spanischen und italienischen Volks- leben finden sich von ihm, sowie überhaupt alle seine Gemälde mit Figuren belebt sind. Sein Streben geht nach Styl und Bedeutung. Anfangs hatte ihn die Farbigkeit der südlichen Natur über- mannt, so dass er sich in den Extremen der Farben bewegte. Ein- em Critiker im Kunstblatt 1841 S. 334 missfiel namentlich die Buntheit der Farben, doch erkennt er in einigen Theilen grosse Feinheit. Seitdem hat Wyld seine Palette gemässiget, und die Bil- der erscheinen bei glänzender Färbung in schöner Harmonie.
W. Wyld lebt seit Jahren in Paris, und behauptet als Künst- ler einen bedeutenden Rang. Wir haben folgendes Werk von ihm: Monumens et Rues de Paris, Dessines et lithographiés par W. Wyld. Original-Lithographien mit Tondruck, London 1830 4f. qu. fol. Im französischen Kunstblatt »l'Artiste« kommen Ra- mungen nach seinen Bildern vor, wie Wyld, Nicolaus von, Maler von Bremgarten in der Schweiz, war Stadtschreiber in Constanz, wo ihn der Cardinal Aeneas Sylvius kennen lernte. In der Basler Ausgabe der Werke dieses Cardinals von 1571 findet man p. 640 diesen Künstler mit Zeuxis und Apelles verglichen, was aber als eine häufig vorkommende Redensart zu betrachten ist. Das grosse Lob bezieht sich auf ein von Wyld gemaltes Bildniss des Michael von Pfullendorf, welcher ein Freund des Cardinals war, In der gedruckten Briefsammlung heisst indest- sen der Constanzer Apelles Nicolaus de Ulm, in einer Handschrift von 1476, welche dem bekannten G. R. Zapf gehörte, steht aber Nicolaus von Wyld. Wo das Bildniss Pfullendorf's sich befindet, ist nicht bekannt, so wie überhaupt die Werke dieses Malers verschol- len zu seyn scheinen. Er ist wahrscheinlich jener N. W. F. bei Heller und Brulliot II. 2165. In N. v. Wyld's Tütschungen —— Strassburg 1510, fol. sind ebenfalls Holzschnitte. Zu jener Zeit war er Stadtschreiber in Esslingen, wenn nicht der Constanzer Wyld eine andere Person ist.
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