Wyatt, James, Bildhauer zu London , der Sohn des berühmten M. C. Wyatt, gehört zu den vorzüglichsten englischen Meistern seines Faches. Er stand unter Leitung des Vaters, und war die- sem bei seinen grossen Arbeiten behülflich. Doch ist J. Wyatt selbst durch viele treffliche Werke bekannt, besonders durch weib- liche Gestalten, welche er mit feinem Schönheitssinne und ohne Reizsucht bildete. Sie sind sehr graziös behandelt, aber nicht durchhin von jener lebensvollen Individualisirung, wie die Bild- werke von R. J. Wyatt, mit welchem er in öffentlichen Berichten verwechselt seyn könnte. Er fertigte eine bedeutende Anzahl von Salonstatuen in Marmor, deren sich in den Palästen der engli- schen Grossen finden. Im Besitze des Marquis von Westminster ist eine Nymphe mit dem Blumenkranz, Mr. Wild in London be- sitzt eine aus dem Bade steigende Nymphe, Lord Wenlock eine Gruppe von Flora und Zephyr, der König von Neapel eine Nym- phe der Diana, wie sie dem Hunde den Dorn aus dem Fusse zieht, der Herzog von Satterell einen mit dem Schaaffell bekleideten Hirten, Lord Grey eine sich entkleidende Nymphe, und die halbnackte Figur der Hebe, Lord Steward eine kleine neben dem Greise si- tzende Hirtin, Lord Wenlock die Bilder seiner Kinder etc. Von anderen schönen Werken kennen wir die Besitzer nicht. Darun- ter ist eine anmuthige Gruppe der Nymphe Eucharis mit Telemach, die Bacchantin mit der Schale, ein kleiner lieblicher Amor u. s. w. Beim Concurs zur Ausschmückung der neuen Parlamentshäuser 1844 sandte er eine Statue des Richard Löwenherz ein. Dieser Sieger von Ascalon erscheint zu Pferd, und bildete eines der her- vorragendsten Werke der damaligen Ausstellung in Westminster- Hall. Aus der letzten Zeit stammen die Reiterstatuen der Köni- gin Victoria und des Prinzen Albert. Man sah die Modelle 1851 zum Brunzenguss fertig im Krystall-Palast zu London ausgestellt.
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