Wutky, Michael, Landschaftsmaler , geboren zu Krems in Oester- reich 1739, besuchte 1750 unter der Direction Meytens' die Aka- demie in Wien, und machte in der Historienmalerei bedeutende Fortschritte. Er war bereits Mitglied dieser Anstalt, als er nach Italien ging, wo sich der Künstler mit solchem Glück der land- schaftlichen Darstellung widmete, dass sein Ruf in dieser Hin- sicht fest stand. Er malte zu wiederholten Malen den Ausbruch des Vesuv zur Nachtzeit, und überhaupt gerne Naturereignisse, welche auf das Gemüth eine schlagende Wirkung verursachen. Sei- nem Streben nach Effekt entspricht auch die ganze Behandlung seiner Gemälde, welche nicht selten flüchtig zu nennen ist. Eine strenge Nachbildung der Naturform beabsichtigte er selten, und daher gehört er zu den glücklichen, praktischen Manieristen, wel- chen die Wirkung des Bildes Alles war. Um 1781 — 1787 malte er an Ort und Stelle viele römische Ansichten, und Ideallandschaf- ten, in welchen verfallene oder erhaltene römische Bauwerke sich zeigen. Auch viele Tuschzeichnungen stammen aus jener Zeit. Poussin und C. Lorrain waren damals seine Vorbilder, ohne den einen oder den anderen dieser Meister zu erreichen. In der Gal- lerie des Belvedere sind zwei grosse Gemälde aus jener Zeit, der Wasserfall zu Tivoli , und eine Ansicht an der Tiber bei Mond- beleuchtung, mit den im Hintergrunde emporragenden Thürmen der Stadt Rom . Nach sechsjährigem Aufenthalte in Italien kehrte Wutky wieder nach Wien zurück, wo hohe Kunstfreunde Werke von ihm erwarben. Er bekleidete auch einige Zeit die Stelle eines akademischen Professors. Um 1805 besuchte er zum zweiten Male Italien, um Stoff zu neuen Effektbildern zu sammeln. Im Johan- neum zu Grätz sind Gemälde aus seiner späteren Zeit. Wutky war bis zu seinem 1822 erfolgten Tod in Thätigkeit. Ch. v. Me- chel hat sein Bildniss gestochen, Büste mit Federhut, und der Schrift: M. Wutky, pictor ruralium prospectuum nat. Crem. in Austria, 1739, fol. Ein kleineres Bildniss aus Mechel's Verlag ist radirt, nur 8 Z. hoch.
Pichler hat sein Portrait geschabt, fol.
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