Würthle, Friedrich

Würthle, Friedrich, Maler und Kupferstecher aus Baden, machte seine Studien in Karlsruhe , und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach München . Er machte hier bedeutende Fort- schritte, musste aber als mittelloser Künstler zum Broterwerb jeder Arbeit sich unterziehen, besonders für den Buchhandel. Doch finden sich auch einige schöne Landschaften in Ölf von ihm, und geistreiche Radirungen. Die sogenannten glorreichen Märztagé im Jahre 1848 brachten ihm leider Unglück, und gegenwärtig lebt der Künstler in Salzburg . | Folgende Blätter sind schön radirt.

  1. Landschaft mit Gewittersturm und einer Schaafheerde, nach einem trefflichen Gemälde von R. Eberle, gr. fol. .

  2. Ansicht von Heidelberg , nach einer Zeichnung von From- mel, fol. | Im ersten Druck vor der Schrift,

  3. Ansicht mit Wasser: Am Kochelsee, F. Würthle, gr. 4°

  4. Landschaft mit Kalkofen und Bäumen auf einer vom Wus- ser bespülten Anhöhe: F. Würthle , qu. 4°.

  5. Landschaft mit Bäumen und einer hölzernen Brücke, über welche ein Mann geht. F. Würthle fec., 1843, 12. Diese drei geistreichen Blätter findet man in den Heften des Münchner Radirvereins 1813 — 42. — Württemberg, Charlotte-Mathilde, Königin von, eine eng- lische Prinzessin , geboren 1766, war in der Kunst sehr erfahren. Sie zeichnete und malte Landschaften in Waterloo's Manier. In Weigel's Aehrenlese, Leipzig Nr. 174 — 70 sind zwei Zeich- nungen von ihrer Hand beschrieben. „Diese Königin starb . Würthle, Johanna von, Prinzessin Czartoriska, trat 1784 mit dem Prinzen F. L. A. von Württemberg in ein eheliches Bündniss. Sie zeichnete Landschaften mit Figuren. J.-d. Vivier hat um 1800 einige Zeichnungen radirt. Marie de Würtemberg del. d.-Vivier a.c. — qu. Württemberg, Marie von, Prinzessin von Orleans, s. Marie d'Orleans. Wirtz, Franz, s., Wirtz. Wittich, Arnold von, der älteste namhafte Maler in Würz- burg, welcher daselbst 1360 thätig war. Ueber ihn s. Mone's An- zeiger II. 315. Da sind Mittheilungen aus pfälzischen Handschrif- ten. In Egens Minneburg Bl. 182 wird er gepriesen, die Zeit legte aber ihren Zahn an seine Werke. Wüst, Carl Ludwig, Kupferstecher von Nürnberg, war Schüler von J. M. Preissler, und begab sich 1744 nach Copenhagen, wo sein Meister Hofkupferstecher wurde. In der genannten Stadt ar- beitete er für den Vitravius Danicus und für die Hafnia hodierna, kehrte aber 1751 nach Deutschland zurück, um in Dresden Be- schäftigung zu suchen. In jener Zeit war das Galleriewerk in Ar- beit, für welches Wüst ein grosses Blatt lieferte. In Heinecke's Nachrichten von Künstlern I. 210 heisst es, dass er auch einige Sammlungen von Blättern mit Mustern für Goldschmiede gestochen habe. Wir glauben, dass diese Blätter dem Joh. Leonhard Wüst angehören. Starb zu Nürnberg 1785.

  6. Die Geburt Christi mit der Anbetung der Hirten, nach A. C. Vanloo. Hauptblatt, gr. fol.

  7. Die heil. Familie, nach A. Watteau's Bild aus der Gallerie Brühl, fol. 3.

  8. Die Marter des heil. Bartolomäus, nach M. Preti für das Dresdner Galleriewerk, gr. fol.

  9. Bacchus, nach G. Reni, fol. Wüst, Caspar, Maler geboren zu Frankfurt um 1758, war Schü- ler von Nothnagel. Er malte Landschaften und Blumen in Oel und Wasserfarben. Starb um 1812. Wüst (Wuest), Heinrich, Maler von Zürich, war um 1656 thä- tig. Er malte Porträts und Landschaften. Sein Bruder, Hans Ulrich war Bildschnitzer. Wülst (Wülst) Johann Heinrich, Landschaftsmaler, gebo- ren zu Zürich 1741, war sechs Jahre bei einem Flachmaler in

jungen Schweizer freundlich auf, und bot ihm Gelegenheit zur weiteren Ausbildung. Dieser berühmte Kunstfreund liess gute Ge- mälde und Zeichnungen durch ihn copiren, und gab ihm auch Anleitung zum Studium nach der Natur. Nach einem fünfjährigen Aufenthalte in Holland begab sich Wüst nach Paris, wo er zwei Jahre verblieb. Von 1760 an war der Künstler in Zürich tätig wo seine Landschaften großen Beifall fanden. Er stellte die Na- tur am liebsten in Ruhe dar, obgleich er auch bewegte Situationen nicht scheute. So malte er zu wiederholten Malen den Rheinfall. Seine Bilder sind sehr mannigfaltig und zeugen von einem origi- nellen Geiste. Das Colorit ist satt und wahr, und besonders leicht ist das Blätterwerk, das Wasser und die Luft behandelt. Landschaftliche Knalleffekte darf man bei ihm nicht suchen, da er das Einfache und Naive liebte. Mehrere seiner Gemälde und Zeich- nungen, gewöhnlich Ansichten aus der Schweiz, sind durch den Stich bekannt, aus jenen Sammlungen malerischer Prospekte, wel- che bei H. Keller, und dann im Verlage von Füssly et Comp. er- schienen. Seine Zeichnungen sind getuscht, oder in Sepia behan- delt. Auch Bilder in Gouache und in der moderneren Aquarell- manier kommen von ihm vor. Zeichnungen und Malereien dieser Art findet man in Sammlungen des In- und Auslandes.

Gmelin stach nach ihm 1791 das Monument des Salomon Gess- ner, ein bekanntes grosses Blatt.

Wüst starb zu Zürich 1822. J. Lips hat sein Bildniss gesto- chen.

Dieser Künstler hat auch in Kupfer radirt.

Landschaft mit drei ländlichen Figuren. Im Vorgrunde am Wasser. Im Mittelgrunde erhebt sich eine grosse Eiche. J. H. Wüst fec. 1798. gr. qu. 4.

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