Wunhart, Andreas, einer der ältesten bekannten Bildhauer Mün- chens, dessen Andenken uns eine Kloster Monographie: Lob Ge- dächtniss des Klosters auf der Stiegen (deren Ridler) München 1695, S. 17, erhalten hat. Die Tochter des Bildschnitzers, die schöne Maria Wunhart, war bereits mit einem jungen Maler verlobt, zog aber das jungfräuliche Leben im Riedler-Kloster vor. Zum frommen Andenken fertigte ihr der Vater ein Crucifix, und setzte die Haare so künstlich in das Haupt des Heilandes, dass sich später die Sage ausgebildet hatte, dieselben seyen gewachsen. Im Jahre 1601 kam die ganze Stadt in Bewegung nach dem Kloster. Man schnitt die Hälste der Haare ab, aber also bald waren sie nach dem frommen Klosterglauben wieder lang. Das Bild der verstorbenen Schwe- ster Maria blieb daher bis 1802 im Chore der Verehrung ausgesetzt. Das Kloster bewahrte auch ein Ecce homo, und den ruhenden Heiland im Purpurmantel, beide mit natürlichen Haaren, welche ebenfalls wachsen mussten. Bei der Klosteraufhebung sind diese Holzsculpturen verschleppt worden.
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