Wright, Joseph Michel, Maler, ein Schotte von Geburt, kam als Jüngling von 16 Jahren nach London, und machte sich dann in Rom so vortheilhaft bekannt, dass ihn 1648 die Akademie von S. Luca zum Mitgliede ernannte. Davon hatte Orlandi Kunde; er nennt aber den Künstler Michele Rita. Nach seiner Rückkehr trat er zu London als Bildnissmaler auf, und machte solches Glück, dass G. Kneller erst in Wright's hohem Alter den ersten Rang be- haupten konnte. Im Jahre 1672 malte er für Sir Robert Vyner das Bildniss des Prinzen Rupert in Rüstung mit französischer Perrücke, in Lebensgröße. Auf diesem Bilde steht: Jo. Michael Wright. Lond. Pictor regius pinxit 1672. Walpole sah es nach im Besitz des Bestellers. Die meisten Portraits dieses berühmten Prinzen sind aber nach Kneller gestochen. In der Guildhall (Court of Common Pleas) sind Bildnisse von den damals amtiirenden Richtern, worunter sich jenes des Matthew Hale auszeichnet. Zu den Hauptwerken des Künstlers zählt aber Walpole die Bildnisse eines schottischen Lords und eines irischen Tory, beide lebensgroß im Nationalcostüm, und in mehreren Wiederholungen vorhanden. Ehedem in Windsor ,
jetzt in der Gallerie zu Hamptoncourt ist das Bildniss des Schau- spielers John Lacy in drei verschiedenen Rollen, und 1672 gemalt. Wright malte auch das Bildniss des Herzogs von Cambridge , des Sohnes Jakob II., und ein Deckenstück in Whitehall , welches 1697 beim Brande zu Grunde ging. Im Jahre 1686 begleitete Wright den Grafen Castlemaine nach Italien , welcher eine Botschaft an den Papst hatte. Diese blieb aber ohne Erfolg, was den Künstler nicht hinderte, eine pompehafte Beschreibung seiner Reise in italieni- scher und französischer Sprache herauszugeben. Hierauf suchte er um die Stelle eines Hofmaler des Königs von Schottland nach, es wurde ihm aber ein gewöhnlicher Maler vorgezogen. Sein Stern war damals bereits erloschen. Im Jahre 1700 starb der Künstler.
und in London zum Künstler herangebildet. Er malte Landschaften
mit Staffage, und Seestücke, in welchen es ebenfalls nicht an Figuren
fehlt. Seine Werke fanden grossen Beifall; besonders gut sind die
Wasserflächen und die Schiffe dargestellt. Im Palaste zu Hamptoncourt
ist ein grosses Gemälde von ihm, welches die Königin Charlotte während
des Sturmes am Bord darstellt. W. Woollett stach 1764 nach ihm
unter dem Namen »The Fishery« ein berühmtes Blatt, über welches wir
im Artikel jenes Meisters Näheres angegeben haben. R. Wright starb
zu London um 1780.
Ein jüngerer Künstler dieses Namens malte Landschaften mit
historischer Staffage.
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