Wouwerman, Pieter, Maler, geboren zu Harlem 1624, war Schü- ler von R. Rogman, arbeitete aber in der Weise seines Bruders Philipp, welcher in er in seinen besten, zart behandelten Bil- dern auch sehr nahe kommt. Gewöhnlich ist aber der Ton dun- kel und schwer. Dies ist mit dem Bilde im Museum zu Paris der Fall, welches eine Ansicht von Paris mit reicher Staffage dar- stellt. Auch in der Galerie zu Copenhagen ist eine Ansicht aus Paris, wo auf dem Pont-neuf Masken sich herumtreiben. Diese Scene ist sehr lebendig, das Ganze aber nicht so klar, wie in den Gemälden des Philipp Wouwerman. In der Galerie des Cardinal Fesch in Rom war bis ein Gemälde, welches nach Philip Wouwerman copirt zu seyn scheint, da dieselbe Composition auch von diesem gemalt ist. Ehedem sah man Philips Bild im Musce Napoleon, unter dem Titel: Le Marechal - ferrant. Die Schmiede ist an der Strasse, und der holländische Offizier steigt vom Pferde, um es beschlagen zu lassen. Dieses Bild ist sehr zart behandelt, und kommt auch in der Färbung den Arbeiten des Bruders gleich, Ein zweites Gemälde des Cardinals zeigt eine Landschaft mit Berg- spitze. Drei Bauern und ein Fuhrmann beleben die Gegend. Die- ses Bild ist von stärkerem Impasto, und von lebendiger Färbung. Im k. Museum zu Berlin ist ein Gemälde, welches in das Lager vor einer holländischen Stadt führt, wo es zum Angriffe kommt, Mit P. W. bezeichnet. Ebenso bezeichnet ist eine Falkenjagd aus der Sammlung des Conferenzrathes Bugge in Copenhagen. In der Galerie zu Pommersfelden wurden ihm ebenfalls vier Jagden zu- geschrieben, später mussten sich aber Ph. Wouwerman und Lin- gelbach in die Bilder theilen. Man legt wohl mehrere Bilder dem berühmten Philipp Wouwerman bei.
Das Todesjahr dieses Künstlers wird verschieden angegeben. Nach der gewöhnlichen Annahme starb er 1608, in demselben Jahre, wie Philipp.
W. von Kobell stach nach ihm eine Landschaft mit Reitschul den und einigen Figuren: Le petit Pont, 1819. In Tuschmanier, qu. fol.
Über gültige Blätter, welche man dem Peter Wouwerman zu- schreiben könnte, s. unten am Schlusse des Artikels von Philipp Wouwerman;
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