Wouwerman, Philipp, Maler, geboren zu Harlem 1620, war der
Sohn eines Historienmalers, Namens Paul, welcher aber nicht auf jener Stufe stand, um mit Erfolg dessen Unterricht leiten zu kön- nen. Philipp kam daher nach einiger Zeit bei Jan Wynants in die Lehre, welcher das grosse Talent des Jünglings in kurzer Zeit entwickelte. Doch nahm Wouwerman diesen berühmten Meister nicht zum Vorbilde. Er betrachtete die Landschaftsmalerei über- haupt nur als Nebensache, da sie nur den Platz bildet, auf wel- chem seine Scenen sich bewegen, ohne von der örtlichen Lage beeinträchtigt zu werden. Er liebte vor allen Jagden, wo die Jäger zu Pferd herankommen, selbst in Gesellschaft von Damen, wel- che die Strapazen und die Mahlzeit mit ihnen theilen. Sie erschei- nen in zierlicher, oft reicher Jagdkleidung, so wie auch die Män- ner in dem malerischen Costüm seiner Zeit auftreten. Seine Bilder sind als Novellen aus dem Leben der vornehmen Stände zu be- trachten, und führen meistens ins Freie. Er hinterliess einen rei- chen Cyclus aus dem holländischen Junkerleben. Der Cavalier er- scheint auf der Reisefahrt, auf der Jagd, in der Reitschule, in der Schlacht, wo es nie gefährlich hergeht, in lustiger Soldatengesell- schaft, vor dem Wirthshause, in Marställen, auf dem Pferdemarkte, vor der Schmiede; dann wieder im Kreise von Damen, wobei es nicht an Galanterie und Eroberung fehlt, während er auf seinen Zügen auch mit Zigeunerinnen, Wäschermädchen, Wirthstöchtern, Marketenderinnen u. s. w. verkehrt. Es fehlt in seinen Bildern nie an Pferden, welche meisterhaft gezeichnet sind, sei es in Pa- rade, oder in der Kühnheit der Bewegungen. Man muss aber eben mit der holländischen Rage zufrieden seyn, keine stolzen Araber in seinen Bildern suchen. Wouwerman malte nicht zunächst für Pferdekenner, sondern für Kunstkenner, und diese sind mit dem romantischen Novellenmaler vollkommen zufrieden. Der Schimmel nimmt häufig den Mittelpunkt seiner Gemälde ein, und er dient für Wouwerman gleichsam als Wahrzeichen. Nur selten findet man ein Bild ohne diesen, und fast keines ohne Pferd. Die Stel- le, wo seine Scene spielt, ist stets interessant und malerisch. Die heiteren Lüfte sind glänzend, bei etwas kühler Stimmung des Ganzen, und nicht wenig geeignet, einen poetischen Hauch über das Bild zu verbreiten. Dabei sind seine Gemälde bei mässigen Ausdehnung immer zierlich behandelt, ja von elegantem und reizendem Vortrag. Zu jedem seiner Bilder könnte ein Roman- tiker eine Geschichte schreiben, obgleich Wouwerman in Pfer- den und Menschen etwas einförmig ist. Man wollte früher glau- ben machen, er habe vieles aus den Skizzen des Bamboccia ent- lehnt, welcher aber in einer ganz anderen Weise arbeitete, als unser Meister. Einige wollten auch wissen, der Künstler habe vor seinem Tod alle seine Zeichnungen vernichtet, damit Niemand er- fahre, wie viel er dem P. de Laer verdanke. Seine Zeichnungen sind allerdings nicht sehr häufig, gewiss ist aber nur, dass Wou- werman an Bamboccio lange einen gefährlichen Concurrenten hatte. Er musste um geringen Preis arbeiten, während de Laer gut be- zahlt wurde. Endlich wurde aber Wouwerman weit vorgezogen.
Die Gemälde dieses Meisters sind zahlreich, obgleich er nur 48 Jahre alt wurde. Das Format ist meistens klein, dagegen aber herrscht im Vortrag eine seltene Eleganz und Präcision. Die Bilder aus seiner früheren Zeit machen sich durch einen braunen Ton kennt- lich, und sie sind meistens trefflich impastirt. Sie zeugen auch von einem fleißigen Naturstudium. In der mittleren Periode waltet bei zartem Schmelz der Farbe meist ein goldener, an Kraft immer zu- nehmender Ton vor, und in Composition, Haltung, Klarheit und Zartheit sind diese Bilder von grösster Schönheit. Besonders bei- liebt sind aber die Gemälde der dritten Epoche. Es herrschen darin gräuliche und silberne Töne, besonders in Lüften und Fernen. Er- stere sind glänzend und von merkwürdiger Transparenz, und die weichen Schatten der Vorgründe von grosser Klarheit.
Im Preise stehen Wouwerman's Bilder sehr hoch. Auf den Auk- tionen der Sammlungen Müller, Verbrugge, van der Pot etc. gin- gen Gemälde mittleren Ranges nicht unter 3000 fl. weg. Die Jagd-
gesellschaft, welche einen Hirsch im Wasser verfolgt, jetzt im Museum des Louvre, wurde 1781 aus Vaudreuil's Sammlung mit 9000 Fr. bezahlt. Dieses miniaturartig ausgeführte Bild gehört der dritten Periode an. Aus der Gallerie Orleans ersteigerte 1790 John Davenport in London den Aufbruch zur Jagd um 200 Pf. St. Ein Pferdestall wurde ebenfalls auf 200 Pf. geschätzt. Die Falkenjagd und die Rückkehr von der Jagd in derselben Sammlung wurden zu 140 und 130 Pf. St. angeboten. Bei der 1794 in Paris erfolg- ten Versteigerung des Cabinets des Duc de Praslin galt ein Bild 37000 Fr., und ein geringeres 12000 Fr. Das Bild mit ruhenden Jägern aus der Gallerie van Golt kostete 6000 fl., und ein anderes Hauptbild 10000 fl. Die Rückkehr von der Jagd, welche Lord Gwyther besass, wurde 1820 in London mit 714 Pf. St. bezahlt. Ein kleines Gemälde mit Pferden an der Tränke ging zu 325 Pf. St. weg. Im Jahre 1837 kam bei der Versteigerung der Gallerie des Herzogs von Berry eines der Bilder von Wouwerman für 35000 Fr. an Mann, und 1841 wurde zu Paris für ein Gemälde, welches die Verhaltung eines Spions zum Gegenstand hat, die Summe von 40000 Fr. erzielt. Die Heimkehr von der Jagd aus der Gallerie Sacghem in Gent ging 1851 zu 17600 Fr. weg.
Auch die Zeichnungen des Meisters stehen in hohem Werthe. Auf der Auktion der Sammlung des H. van Eyl Sluiter wurde eine Pergamentzeichnung in Tusch mit 600 fl. bezahlt. Sie stellt eine Landschaft mit Figuren und einem Pferde dar. Die Tuschzeich- nung mit einer Reitschule galt 825 fl. Eine andere getuschte Land- schaft mit Staffage ging in der Auktion des Cabinet de Vos zu 1220 fl. weg.
Man findet keine Gallerie von Bedeutung, wo nicht Bilder von Philipp Wouwerman anzutreffen sind. Selbst in Privatsamm- lungen kommen kostbare Werke vor, wenn auch nicht zu läugnen seyn dürfte, dass hier und da Copien und Gemälde von Peter Wou- werman mit unterlaufen. In der k. Eremitage zu St. Petersburg werden ihm 50 Gemälde zugeschrieben. In der k. Gallerie zu Dresden sind ebenfalls 55 Bilder von Wouwerman, worunter der Pferdemarkt, das Reitergefecht bei den Windmühlen, das Mar- ketender-Zelt, der Pferdostall, das Feldlager, die Schmiede, der
Wouwerman, Philipp. 105 Bild aus dem Schlusse der zweiten Periode. An dem felsigen Ufer einer Rheingegend escortiert Artillerie, Packwagen, und im Vor- grunde sind Artilleristen, Soldatenweiber und Kinder. Früher besassen D'Argenville und Tallienrand dieses Hauptbild. Ein zweites Bild aus dem Cabinet Talleyrand stellt einen Mann mit dem Pack- pferde und eine Wäscherin dar, und das dritte Gemälde, welches Ashburton besitzt, ist eine zarte Miniatur in Öl von feinstem, klarstem Silberton. Es ist diess eine Landschaft mit Staffage und einfallenden Sonnenlichtern. Eines der gewähltsten Werke ist das Bild der Rückkehr von der Jagd in der Gallerie des Herzogs von Wellington in Apsley House, welches nach dem feinen harmo- nischen Silberton in die dritte Periode gehört. Auch eine Halte- vor dem Marketenderzelte ist in jenem Hause. In der Grosve- nor-Gallery zu London ist ein reiches, höchst delicates Bild eines Pferdemarktes. Auch H. T. Hope in London besitzt zwei meisterhafte Bilder in dem bekannten Goldton, eine Jagdgesell- schaft mit vielem Volke vor der Schenke, und Falkenjäger vor dem Wirthshause. In Dulwich College findet man sechs Ge- mälde von Wouwerman, worunter zwei schon länger bekannt sind. Das eine »Le colombier du Marechal« stellt zwei Reisende vor der Schmiede dar, und ist von grosser Sättigung und Tiefe der Farbe. Das andere, »La petite chasse a Poiseau«, zeigt eine kleine Gesellschaft von Falkenjägern, welche sich zur Erfrischung gela- dert hat. Dieses Gemälde ist von grosser Feinheit und Eleganz der Ausführung. Dann bewahrt die genannte Sammlung zwei Land- schaften mit Reitern im Geschmacke Wynants, und ein treffliches Bild mit Fischern, an der Küste von Scheveningen aus der ersten Epoche, worin er sich in Impasto und Wärme dem Is. van Ostade nähert. Ein Hauptbild ist auch die Landschaft mit einem Schimmel am Karren, von seltener Wärme und Klarheit der Farbe. In der Sammlung zu Altona Tower sind zwei Gegenstücke, welche das Werthvollste der ganzen Gallery sind: eine Hirschjagd, und eine Falkenjagd, durch Grösse der Composition, Klarheit und Wärme der Farben ausgezeichnet. Sie gehören der zweiten Periode an. Von gleichem Werthe sind auch die beiden Bilder im Fitzwil- liam-Museum. Das eine, ein Pferdestall, ist ein reiches Bild der zweiten Epoche, das andere, Landschaft mit Bäumen und Was- ser, wo der Reiter das Pferd tränkt, im kühlen Silberton ge- halten. Ein Gemälde erster Qualität besitzt auch Marquis de Ruth- ven in Lutonhouse. Es stellt eine ansehnliche Jagdgesellschaft von Herren und Damen bei einem Wirthshause dar. In der National- Gallery zu London findet man kein Bild von Wouwerman, dage- gen aber bewahrt die Privatgallerie des Königs Georgs IV. deren neun. Von seltener Vortrefflichkeit ist die Gesellschaft von Fal- kenjägern vor dem Wirthshause, die Heuernte, die fünf Cavalleri- sten vor den Zelten, »Le Coup de Pistolet« genannt, der Pferde- markt, und das Zelt, in welchem ein Pferd beschlagen wird. Dann sieht man in dieser Sammlung einen von Räubern überfallenen Bauernwagen, ein Feldlager und eine wüthende Reiterschlacht, welche aber Waagen dem D. Stoop zuschreibt.
Bei der grossen Anzahl der bereits genannten Bilder dieses Meisters sollte man glauben, es seien fast alle Werke aus den Niederlanden verschwunden; allein man sieht auch noch viele auf dem vaterländi- schen Boden des Künstlers. Die Museen im Haag und in Amster- dam sind nichts weniger als arm an Wouwermans Werken. Im Haag ist eine grosse Feldschlacht, das Hauptwerk dieser Art. An dieses Gemälde schliessen sich acht andere: eine Lagerscene, eine Landschaft mit Figuren und Pferden, eine Jagdpartie, eine Landschaft mit Bauern
zu Fuss und Pferd, ein Pferdestall mit Pendant, eine Reitschule, und eine Heuernte. Im Museum zu Amsterdam sieht man eine bergige Landschaft, ein Pferderennen, eine Reiterjagd, eine Hirsch- jagd, eine Reitschule, eine Bauernschlägerei, eine Lagerscene, und den Überfall eines Dorfes, welches das Hauptbild von allen ist, Das meisterhafte Bild aus der Sammlung van der Hopp in Amster- dam, unter dem Namen „Abreuvoir" bekannt, brachte 178536 J. Nicuvenhuys in London zur Auktion, Die Sammlungen des Gra- fen Robiano in Brüssel (1837), Schamp d’Aveschoot (1840), M. van Saeeghem in Gent (1851) etc. sind ebenfalls zerstreut. Letzt- terer besass vier Hauptbilder von Wouwerman, eine Landschaft mit Schlossruine und heimkehrenden Jägern, eine weite Landschaft mit der Verkündigung des Engels an die Hirten, das unter dem Na- men „La laitiere hollandaise" bekannte Bild, auf welchem sich ein Junker neben dem Pferde mit einer jungen Bäuerin unterhält, und eine Strandansicht mit Fischern. Ph. Wouwerman starb zu Harlem 1668.
Das Bildniss des Künstlers, C. v. Visscher del, N. Dupuis sc., gr. fol,
Dessen Bildniss in den Werken von d’Argenville, Descamps, Immerzeel, in der Serie de’ ritratti etc.
Stiche nach Werken dieses Meisters,
Die Anzahl der nach Wouwerman gestochenen Blätter ist sehr gross, und dazu kommen noch viele Lithographien, welche sich in den Galleriewerken finden, und auch in einzelnen Exemplaren in Umlauf sind.
J. Moyreau hat 890 Blätter nach Wouwerman gestochen, unter dem Titel: Oeuvres de Ph. Wouwermans Hollandois, gravées d’aprös ses meilleurs tableaux etc. Paris 1737, gr. qu. fol.
Die Kunsthandlung von Treutel und Würtz veranstaltete eine neue Ausgabe der Platten von Moyreau in 100 Blättern, gr. fol.
Ausser den Blättern von Moyreau gibt folgendes Verzeich- niss eine Auswahl der schönsten Blätter nach diesem Künstler.
Moelman's Bildniss zu Pferd in einer Landschaft, von Wou- werman und Netscher gemalt. Gest. von A. Blooteling, gr. fol,.
Die unter dem Namen der Marketenderzelte bekannte Capital- folge nach J. van Visscher, 4 Blätter, gr. qu. fol.
The Death of the Stag, Falkenjagd. Lawrenco f., aquaforti. Th. Major sc., gr. qu. fol.
Les Dames allant à la chasse, Pelletier sc., gr. qu. fol.
Les Sangliers forcés. Ph. le Bas sc., qu. toy. fuli
Grande chasse au cerf, R. Daudet sc. 1778, qu. fol.
Le Chasseur aux renards. W. v. Kobell sc., 4.
Die Jäger bei der Schmiede, A. Tischler sc., gr. qu. fol,.
La Chasse - marde allemande. Patas sc., gr. qu. fol.
Cabaretier des chasseurs. C. F. Boetius sc., qu. fol.
Retard de chasse. A. Tischler sc., gr. qu. fol.
Poursuite du cerf dans la riviere. J. sc., gr. qu. fol,.
Landschaft mit Reitern. C. Apostool fec, Radirt, qu. fol.
Der Reiter, J. Bylaert sc., Für das Werk von Ploos van Am- stel Nr. 07, qu. fol. /
Das pissende Pferd. N. Verkolje fec. In Bister, qu. 4.
Das Bauernpferd und das liegende Weib beim Baume. D. Koe- dyck fec., 1750, qu. 4, -
Der Reiter bei der Wäscherin, für das Werk des Ploos van Amstel Nr. 20, qu 4.
Die Reitbahn, W, v. Hobell se. Aquatinta, gr. qu. fol.
Die Reitbahn. J. Visscher sc, F. de Wit exc,, qu. fol.
Die Reitbahn: Le Manège. D. Dankerts exc., gr. qu. fol.
Le Manège, gestochen von Th. Major, gr. qu. fol.
Der Hafen, wo der Knabe den Hund im Wasser sieht. D. Dankerts exc., gr. fol.
Das Einladen der Waaren am Hafen, J. Dankerts fec., gr. fol.
Seeufer mit Waarentransport. J. Dankerts sc., gr. qu. fol.
Le Passage d'un Corps de Troupe pres d'un village, W. von Kobell se. 1793. In Tuschmanier, gr. qu. fol.
Les Occupations du Soir au camp, Id. sc, 1794, das Gegen- stück, gr. qu. fol.
La Bohemienne disant la bonne aventure, W. v. Kobell sc. 1803. Aquatinta, gr. fol.
Des Bohemiens qui demandent l'aumône, Id. sc. 1802. Das Gegenstück.
Le Foin, J. Dupréel sc. Musée Napoleon, gr. qu. fol.
Tende de l'Ancrier. G. Bouttats aqua forti, qu. fol.
Battle field, nach dem Bilde in der Privatsammlung Georg IV. von England gestochen von J. B. Allen. The Royal Gallery of Pic- tures etc. London 1839, roy. 4.
Coup de Pistolet, das Bild in der obigen Sammlung, gestochen von W. Greatbach. London 1841, roy. 4.
La Bataille, das Bild im Louvre, Dupréel sc., qu. fol.
Die Schlacht, nach dem Bilde in der Gallerie zu Dresden, von J. D. Schubert radirt, gr. qu. fol.
La Battaglia, gestochen von Sonne, für R. d'Azeglio's Galle- ria di Torino 1842, gr. qu. fol.
Halte de Cavalerie, P. le Bas sc., gr. qu. fol.
Halte d'Officiers, Id. sc., gr. qu. fol.
Der Reiter mit dem Trompeter am Zelte, J. Visscher fec.,
. fol.
Folge von Blättern mit Reitern und Soldaten, von J. Visscher radirt, G. Valk exc., kl. qu. fol.
Halte d'Officiers. Ein Offizier vor dem Marketenderzelt lieb- knet ein Mädchen. Das Gemälde in der Galerie des Robert Peel, P. le Bas sc., gr. qu. fol.
Halte espagnole, J. Allamont sc., gr. qu. fol.
Garde avancée des Houlans, Id. sc., gr. qu. fol.
Die Schmiede, J. Visscher sc., qu. fol.
Le Voyageur allemand. Baquoy sc., gr. qu. fol.
Die Reisenden bei der Bauernhütte, J. Visscher sc., qu. fol.
Course de Bacque Flamand, P. F. Beaumont sc., gr. qu. fol.
Le Maréchal en exercice, Id. sc., gr. qu. fol.
Diese Blätter sind nach Zeichnungen aus dem Cabinet Sil- vestre gestochen,
Le Repos; la Pêche. J. Beaumont sc., qu. fol.
Les Voituriers, P. Filleuil sc., gr. qu. fol.
La Moisson. A. Laurent sc., gr. qu. fol.
La Moisson, M. Pelletier sc., gr. fol.
Le Retour du Marché, W. Sharp sc., qu. fol.
Chemin dans l'Eau, Q. P. Chedel sc., qu. roy. fol.
Le Repos des Voyageurs, P. F. Moitte sc. Gallerie Brühl, s. gr. qu. fol.
Le Matinde du Printemps. P. le Bas sc., qu. fol. Enlevement d'un Convoy. F. Ravenet se., gr. qu. fol. L'Abreuvoir, -J. Strütt sc. Aquatinta, fol, inm»dschafl mit einem Flusse, F. Aliamet sc., J. Boydell exc.,, ‚qu. fol. . q Die Zigeunerbande und die Wahrsagerin, lith. von J. Wölfle für das Münchner Galleriewerk , gr. qu. fol, , Das Reitergefecht, oder die brennende Windmühle, nach dem Bilde in Dresden von F. Hobe lithographirt , gr. qu., fol. . Die Schmiede, nach dem Bilde in Dresden von Hohe litho- graphirt. Hauptblatt, gr. qu. fol. . Der Pferdemarkt, nach dem Bilde in Dresden von Hohe li- thographirt, gr. qu. fol. . Das Feldlager, nach dem Bilde in Dresden von demselben Ii- thographirt, gr. qu. fol. Diese schönen Blätter gehören in Hanfstängel's Werk der Gal- lerie in Dresden, und geben Hauptbilder des Meistecs, Die Plünderung, nach dem Bilde in München, für Piloty's Galleriewerk lithographirt , gr. qu. fol. Die Jagdgesellschaft vor dem Wirthshause, das berühmte Bild im Museo de los Príncipes de Asturias zu Madrid, in J. Madrazo's lith. Galleriewerke, gr. qu. fol. Eigenhändige Radirungen. Die Blätter dieses Meisters sind äusserst selten. Nr. 1 galt (1800) in der Auktion der Sammlung des Ploos van Amstel 60 fl. Auf der Auktion des Grafen v. Fries in Wien wurde es mit 505 fl. bezahlt. Bartsch P. gr. I. 300 kennt nur das erste Blatt.
- Ein Karrengaul an den Baumstamm gebunden, nach rechts. Links oben rückwärts gelesen F. W. fe. 1643. H. 5 Z. Ö L., Br. 6 Z. Ö L. ; ; A. Bartsch hat dieses Blatt copirt, aber seinen Namen auf die Platte gesetzt. Nur in einigen seltenen Abdrücken fehlt der Name. Man kennt diese an den verätzten Stellen. Eine neuere Copie scheint in Paris gefertiget worden zu seyn, Man suchte dieses Blatt als Original anzubringen, es ist aber nicht so geistreich, und von schüchterner Hand ge- macht. In den Schraffirungen verfuhr Bartsch mit mehr Wärme, während der französische Copist Steifheit hinein- brachte. Das Original sieht sehr zerkratzt aus, H. 4 Z. 6 L., Br. 6 Z. 9 L. ; ;
- Ein Pferd ohne Sattel, in Profil nach links, wo zwei große Bäume fast an den oberen Plattenrand reichen. Am Fusse derselben ruhen zwei Männer, und auf dem Hügel rechts steht eine Ruine, Links unten ist das Monogramm N F. (Brulliot I. 2024). H. 5 Z 6L., Br. 7 Z. 1 L. Dieses sehr seltene Blatt wird in Holland dem Ph. Wou- werman zugeschrieben, englische Kenner glauben aber nicht an dessen Echtheit, Vermuthlich ist ihnen das Monogramm hinderlich, welches sich allerdings nicht auf Ph. Wouwer- man beziehen kann. Bruiliot glaubt daher, dass das ur- sprüngliche W, später in das Monogramm N F. verändert wurde. Man müsste daher erste Abdrücke mit W. finden, wovor uns aber nichts bekannt wurde. Dass das Mono- gramm erst später aufgesetzt wurde, unterliegt wohl keinem Zweifel; denn es tritt schärfer hervor, als die übrigen Strich- zügen des Blattes. Es ist aber keine Folge, dass das Blatt
— 3) Eine Landschaft mit einem gesattelten Pferde in der Mitte, sehr sorgfältig mit der Nadel ausgeführt und von reizender Wirkung, kl. hoch fol.
Dieses Blatt wird von Basan wie oben beschrieben, dann auch von Rost und Strutt dem Ph. Wouwerman beigelegt, während die genannten Schriftsteller die Nr. 11 und 2 nicht kennen. Auch englische Kenner sprechen sich nur für die- ses Blatt aus, und legen die beiden anderen dem Künstler nicht bei. Es herrscht auch im Machwerk ein bedeutender Unterschied, und somit möchte R. Weigel (Suppléments au Peintre-graveur I. Leipzig 1843 p. 60) nicht in Abrede stel- len, dass nur das gesattelte Pferd von Ph. Wouwerman herrühre, und die beiden anderen Blätter von Peter Wou- werman radirt seyen. Das gesattelte Pferd ist ebenfalls äus- serst selten. Weigel sah nur ein vollständiges Exemplar, und das Fragment eines solchen.
- Bergige Landschaft mit Räubern, welche einen Wagen an- halten, geistreich geätzt, und selten, 8. Ein solches Blatt fand Füssly in einem Auktionskatalog dem Ph. Wouwerman beigelegt, und wir machen nur im Vorbeigehen darauf aufmerksam, weil wir über die Echtheit ausserdem nichts sagen können.
Voigt, Landschaftsmaler, war um 1815 in Rom thätig. Wir finden ihn als Künstler von Ruf bezeichnet, er scheint uns aber mit Voogt eine Person zu seyn.
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