Wost, Tobias

Wost, Tobias, Medailleur , gehört zu den ausgezeichnetsten deut- schen Meistern des 16. Jahrhunderts. Er stand in Diensten des chur-sächsischen Hofes, arbeitete aber auch für auswärtige Fürsten. Auf einigen seiner Gepräge steht das Monogramm T. W., die mei- sten aber sind unbezeichnet, so dass der Künstler auf historischem Wege erkannt werden muss. Seine Bildnisse sind mit grosser Zart- heit behandelt, und mit dem Ganzen wahre Meisterwerke damals. Um mit seiner ethnischen Darstellungsweise vertraut zu machen, gab Bolzenthal (Skizzen zur Kunstgeschichte, S. 172) den Avers eines Medaillons von 1574 in Abbildung. Er stellt die Churfürsten August von Sachsen und Johann Georg von Branden- burg in brüderlicher Umarmung dar, beide in Brustbildern. Auf der Rückseite steht der Churfürst von Sachsen geharnischt auf ei- nem Felsen in der Landschaft mit Schwert und Waage, in deren einen Schale das Jesuskind , in der anderen der Teufel sitzt. Die- ses Medaillon ist sehr selten, und darf nicht mit den Abgüssen eines späteren von 1581 verwechselt werden. Dieses Werk ist nach abweichender Zeichnung gearbeitet, und hat keine Vorstellung auf der Rückseite. Es hat auch eine andere Umschrift. Auf dem alten Stücke steht: »Conserva Apud Nas Verbum Tuum Domine«;

Wost fertigte auch die Bildnisse der Herzogin Dorothea Su- sanna von Weimar und ihrer Kinder, jene des Markgrafen Georg Friedrich von Ansbach und seiner Gemahlin Sophia. Diese Me-

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_N8c-AAAAcAAJ/