Wonder, Pieter Christoph

Wonder, Pieter Christoph, Maler, geboren zu Utrecht 1780 erhielt als Knabe jene Bildung, welche für einen Bürger als wis-

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senschaftliche Basis dienen sollte, und im Zeichnen war er auf sich selbst angewiesen. Als er früher den Wunsch laut werden liess, ein Maler zu werden, gestattete man ihm auch, nach der Natur und nach guten Modellen zu zeichnen. Im Jahre 1802 fand er aber Gelegenheit, in der Gallerie zu Düsseldorf Studien zu machen, und da nun copierte er ohne weitere Anleitung Bilder von Rubens und van Dyck, so wie solche von anderen niederlän- dischen Meistern. Sein Talent liess ihn alle Schwierigkeiten über- winden, und als Wonder nach Amsterdam zurückgekehrt war, machte er sich durch Bildnisse und Familienstücke in kurzer Zeit einen rühmlichen Namen. Die letzteren führten ihn auch zur Genremalerei , in der Art, dass er Studien nach dem Leben machte, und Figuren im engeren Kreise handelnd einführte. Diese Gesellschaftsstücke fanden grossen Beifall, da sie in der Weise der älteren holländischen Meister behandelt sind. Besonders schön sind die Stoffe gemalt, wenn er in den Kreis der höheren Stände führt. Manchmal ist Kerzenbeleuchtung angebracht, und in den Bildern aus dem niederen Volksleben reicht das Lampenlicht, oder das Feuer im Kamin und auf dem Herd der Küche aus. Mehrere Bilder erinnern an G. Metzu, und an andere Meister derselben Richtung. Im Jahre 1817 erhielt er mit einem Gemälde, welches eine musizierende Gesellschaft vorstellt, die goldene Medaille der Gesellschaft Felix Meritis. In der Sammlung holländischer Kunst- freunde sind viele Gemälde von ihm, charaktervolle und geistreich geordnete Bilder. Auch in England findet man Werke von ihm, da der Künstler von 1823 bis 1831 in London lebte.

Wonder bildete auch mehrere Schüler, worunter C. Kramm und H. A. Winter besonders zu nennen sind. Die Akademie in Amsterdam zählte ihn unter ihre Mitglieder. Starb 1850.

Eigenhändige Radirungen.

Diese Blätter sind sehr geistreich behandelt, und nicht häufig zu finden.

  1. Das Bildniss des Künstlers 1814, 4°.—

  2. Ein alter Mann im Pelzrocke im Sessel sitzend, halbe Figur.

J. C. W., kl. 4°.—

  1. Die Alte mit dem Schlüssel in der Rechten, halbe Figur. J. C. W., f., 1814, kl. 4°.—

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