Wolters, Henriette, Malerin , wurde 1682 zu Amsterdam geboren, und von ihrem Vater Theodor van Pee in den Anfangsgründen unterrichtet. Er wollte sie indessen nicht zur Künstlerin heran- bilden, gab aber zuletzt dem Rathe von Freunden nach, welche in den Zeichnungen des Mädchens grosses Talent erkannten. Eine Copie nach A. van de Velde wurde allgemein bewundert, Henriette exzellirte aber als Miniaturmalerin. Sie copirte unter Anleitung des Malers Ch. Leblon mehrere Portraits von A. van Dyck, und anderen grossen Meistern. Ganz kleine Bildnisse wurden in Arm- bänder eingesetzt, und mit 60 — 400 fl. bezahlt. Peter der Grosse von Russland, und der König Friedrich Wilhelm von Preussen woll- ten sie zur Hofmalerin haben, sie schlug aber selbst die Besoldung von 6000 fl. aus, welche ihr der Czar aussetzen wollte. Sie fand im Vaterlande hinlängliche Aufträge, nur musste die Person zwanzigmal, und immer drei Stunden sitzen. Die Portraits sind äusserst zart voll- endet, und auch mit schönen Beiwerken versehen, wozu ihr die Ma-
lereien des H. Wolters dienten. Mit diesem trat eio 1710 in ein eheliches Verhältniss, und starb . Das von Th. van Pee ge- malte Bildniss der Künstlerin hat J. Houbraken gestochen. 4.
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