Wolterbeck, Franz, Bildhauer, geboren zu Zerbst 1800, machte seine Studien in Dessau , und begab sich als reifer Künstler 1831 nach München, wo er im Verlaufe einiger Jahre den Ruf eines der ge- schicktesten Meister seines Faches gründete. Im Jahre 1830 begab er sich nach kurzem Aufenthalte in Dresden nach Rom, und lieferte daselbst eine Reihe von schönen Werken, worunter die Portrait- medaillons berühmter Männer die Mehrzahl bilden. Wolterbeck hatte schon in München viele Reliefbildnisse von Künstlern und anderen Notabilitäten gefertiget, und einige derselben hat Stieglmayer in Bronze gegossen. Sie sind sehr ähnlich, und geistreich behan- delt. Auch in Rom führte der Künstler viele Portraitmedaillons von Dichtern, Künstlern und anderen berühmten Männern aus. Eine ganze Reihe besitzt der Herzog Leopold Friedrich von An- halt-Dessau in seinem Bronzekabinet zu Wörlitz . Dann haben wir von Wolterbeck auch treffliche Büsten in Marmor und Bronze. Im Jahre 1830 bestellte König Ludwig von Bayern die Büste des Dichters Grafen von Platen für die Walhalla in Marmor. Die Büsten des Malers Hans Hemling (Memling), und des Philosophen Franz Baader führte er 1830 im Auftrage des Königs aus, letztere für die bayerische Ruhmeshalle. Hierauf modellirte er die Statue Hahnemann's, als Apotheose des berühmten Arztes gedacht. Er sitzt in den Mantel gehüllt an einem Felsen, in sprechender Ähnlichkeit der Züge. Wolterbeck wollte dieses Werk zu Rom in Marmor ausführen. Zu seinen früheren Arbeiten in jener Stadt gehört ein grosses Hochrelief, welches die Vereinigung der protestantischen und reformirten Kirche zum Gegenstande hat. Drei Lebensgrosse Figuren sind vereinigt, und eben so trefflich gedach als gearbeitet. Später fertigte er eine anmuthige Gruppe von Amor und Psyche, welche 1843 zur Ausführung in Marmor be- stimmt war. Sehr schön ist auch sein Amor als Fischer, und die Spinnerin, beide in Marmor ausgeführt. Das Motiv zu dem letz- teren Bilde entnahm er dem Leben. Der Herzog von Dessau be- stellte 1846 einen Engel mit dem Taufbecken, und der König von Preussen liess 1847 für einen Brunnen in Charlottenburg eine Quell- Nymphe mit Wasserbecken in Marmor ausführen. Diese Danaide ist graziös und von reinster Form, und lässt es tief bedauern, dass der Künstler nach der Vollendung durch eine Paralyse für weitere artistische Leistungen unfähig gemacht wurde.
Sein von Lehmann 1837 gezeichnetes Bildniss ist in der be- rühmten Portraitsammlung des k. sächsischen Hofmalers Vogel von Vogelstein.
Wölflin (Völfe) Bildhauer von Ruffach, war Bürger in Strassburg, und in der Mitte des 14. Jahrhunderts thätig. Sein Werk ist das Denkmal der beiden unterelsässischen Landgrafen Philipp und Ulrich in der Kirche zu St. Wilhelm in Strassburg. Auf der oberen Platte steht: Wölflin von Ruffach ein Burger zu Strasburg, der het dis Werk gemacht.
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