Wolfgang, nennt sich ein Formschneider , welcher gegen Ende des 15. Jahrhunderts tätig war. Heller (Gesch. d. H. S. 70) hält ihn für Eine Person mit Wolfgang Hammer, auf dessen Blättern aber
Wolfgang Aurifaber (Goldschmid) ist durch Abdrücke von einer Platte in Kupfer bekannt, welche aber ursprünglich nicht zum Abdrucke bestimmt war, da sie vergoldet wurde, und wahr- scheinlich als Gedenktafel eines Abtes Ludwig von St. Lucien in Graubünden diente. Man fand sie nämlich in der Sakristei einer an das Prämonstratenser Stift stossenden Kirche an der Wand befesti- get. Später wurde diese Platte weggenommen, und kam gegen Ende des vorigen Jahrhunderts in den Besitz des Kunsthändlers Her- tel in Augsburg . Dieser liess das Gold der Oberfläche abschleifen, um Abdrücke machen zu können. Er nahm auf 24 Blätter Sub- scription an, und verlangte sechs Dukaten für das Exemplar. Es scheinen aber auch noch später Abdrücke gemacht worden zu seyn, welche wegen des modernen Ansehens von Heller u. A. als Co- pien erklärt werden, was nicht der Fall ist. Die Platte ist gegen- wärtig in dem Besitze des Verfassers dieses Lexicons, zugleich mit dem ganz geringen Reste der neueren Abdrücke. Dies sind wahr- scheinlich die angeblichen Copien. Uebrigens finden wir im Cata- loge der Sammlung des Antistes Veith einen Abdruck angegeben, auf welchem die Schrift nicht verkehrt ist. Jene von der Original- platte müssen verkehrte Schrift haben, weil sie auf dieser von der Linken zur Rechten erscheint. Bartsch P. gr. X. p. 16. Nr. 13. macht auf die Abdrücke von dieser Platte aufmerksam, weil der Goldschmied aus zwei berühmten Blättern des Meisters E. S. von 1460 die Darstellung entlehnte, und nur die Figur des Abtes hin- zufügte,
Den Hintergrund bildet eine Capelle, und links auf der Platte steht die Madonna mit dem Kinde. Vor ihr kniet der Abt, von dessen Kopf aus ein Spruchzettel geht: Jesu. Verbum. Summi. Pa- tris. Serva. Servos. Tue. Matris. Oben im Rande: Ludwicus Abbas Anno Domini 1477, unten: Wolfgangus Aurifaber, H. 11½ Z. 2L. B., 7 Z. 5 L.
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