Wolf (Wolff), Jonas. Maler, erhielt seine Ausbildung in Wien , und begab sich 1644 mit seiner Familie nach München , wo ihm von Seite der Zunftmeister grosse Hindernisse in den Weg gelegt wurden. Die Maler brachten die Klage vor einen ehr samen Rath, dass Wolff um einen Spottpreis «contrafeit», und andere Arbeiten abspornen. Zuletzt wurden ihm, so wie dem Wilhelm Beich, die Bilder weggenommen. Erst 1644 erhielt er das Meisterrecht. In der Klosterkirche zu Tegernsee ist ein Altarblatt von ihm, welches den heil. Veit darstellt. Ausserdem sind wohl nur wenig Bilder von ihm vorhanden. Sie stehen jenen seines Sohnes Johann Andreas nach. Starb zu München 1680.
Sein Vater Matthäus starb 1665 als Baumeister des Herzogs Albert von Bayern.
Wolf, Joseph. Maler war um 1795—1800 in Wien thätig. Er malte Bildnisse in Oel und Pastell. Auch Zeichnungen finden sich von ihm. Sie sind mit rother oder schwarzer Kreide ausgeführt, und weiss gehöht. Pfeiffer stach nach ihm das Bildniss des Schau- spielers Joseph Lange in der Rolle, welche er im Trauerspiel Ag- nes Bernauer hatte. Punktirt, fol.
Von diesem Künstler ist ein anderer Wolf zu unterscheiden, welcher von Füger unterrichtet wurde. Bartsch beschreibt im Ca- binet des Prinzen de Ligne zwei getuschte und weiss gehöhte Zeich- nungen von ihm, Venus aus dem Bade steigend, und drei Figuren an der Fontaine im Garten. Dieser Künstler starb 1792 im 25. Jahre.
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