Wittich, Ludwig Wilhelm, Zeichner, Maler und Kupferstecher von Berlin, widmete sich Anfangs der historischen Darstellung, zog aber in der Folge die Landschaft vor, worin er Vorzügliches leistete, besonders in Zeichnungen. In seiner früheren Zeit stu- dirte er mit Vorliebe die Werke A. Dürer's, und malte auch einige Bilder nach Holzschnitten, und in der Weise desselben. Er war akademischer Künstler, und starb zu Berlin 1832. Wittich hat eine Anzahl von Blättern radirt:
- Der grosse Christuskopf (Vera Icon), Copie nach A. Dürer's Holzschnitt in Kupferstich, nach Art der Federzeichnung.
Albrecht Dürer del. L. W. Wittich ;culpa. H. 16 Z.ÖL., Es gibt auch Abdrücke, welche in Aquatinte übergangen sind, um die alten Abdrücke des Originals in Heildunkel nachzuahmen. 1; 2) Die Gegend von Tivoli , mit der Stadt und dem Wasserfall, nach einer Zeichnung des Architekten K. F. Schinkel mit der Feder auf die Platte gezeichnet und geätzt 1823, gr. qu. fol. 1 3) Mehrere radirte Landschaften, in verschiedenem Formate, Wittkamp, Jan Baptist, Maler zu Antwerpen , gehört zu den vorzüglichsten jetzt lebenden belgischen Künstlern. Er malt Land- schaften und Genrestücke, öfters mit reicher Staffage, welche ebenso bedeutend ist, als die landschaftliche Umgebung. Auf der Ausstel- lung 1845 sah man ein Bild von ihm, welches an die Entdeckungs- reise des Capitain Hurterke erinnert. Die Mannschaft baute 1500 auf Neu-Seeland aus den Trümmern des Schiffes ein Blockhaus, und verblieb sechs Monate in der schauerlichen Gegend. Der Maler wählte den Moment, wie nach einer Dunkelheit von zwölf Wo- chen die Sonne wieder ihre ersten Strahlen über das Land sendet. Wittkamp malte noch mehrere andere Bilder mit Staffage aus dem Mittelalter, Wittmann, A., Maler von Strassburg, lebte mehrere Jahre in Carls- ruhe, und starb zu München 1841. Er malt Bildnisse in Oel und Miniatur. Auch schöne Copien nach Malwerken berühmter Künst- ler finden sich von ihm. Eine solche der schönen Gärtnerin von Raphael wurde 1835 als vorzüglich gelungen erklärt; Für den Strassburger Kunstverein lithographirte er 1835 den sterbenden Kammerherrn nach T. Dietz, gr. fol. Wittmann, C., Kupferstecher in Darmstadt, ist durch landschaft- liche Blätter bekannt. Solche sind in Malten's Wiesbaden und seine Umgebungen. Auch Poppel und A. lieferten Blätter. Wittmann, Ludwig, Maler, war um 1812 in Berlin thätig. Er malte Bildnisse in Miniatur. Auch Copien nach berühmten Mal- werken finden sich von ihm. 1 Wittmann, S., auch Widmann, Wittmer, Johann Michael, Historienmaler von Murnau in Ober- bayern, begann 1821 an der Akademie in München unter P. Langer seine Studien, und wandte sich mit grosser Vorliebe der religiösen Schule zu. Zu seinen frühesten Gemälden in Oel (1825) gehört ein Bild des Evangelisten Johannes, in welchem der Ausdruck der gött- lichen Begeisterung glücklich erfasst ist. In der Kunstweise hielt er damals an Langer fest, welcher vor der Ankunft des P. v. Cornelius in München ein weites Feld behauptete, in Rom aber, wohin sich Wittmer 1828 begab, wählte er Raphael, und andere grosse Meister des 16. Jahrhunderts zum Vorbilde, so dass seine späteren Werke ein klassisches Gepräge an sich tragen. Zu den früheren Bildern, welche der Künstler in Rom ausführte, gehört das Gemälde mit Rebecca am Brunnen, welche dem Knecht Abrahams zu trinken gibt, und ein zweites Bild, welches man 1820 mit dem genannten auf der Kunstausstellung in München sah, stellt die heil. Catha- rina dar, wie sie Engel nach dem Berge Sinai tragen. Dieses Bild ist von einem späteren zu unterscheiden, welches die Begräbniss
Im Jahre 1836 begleitete Wittmer den Kronprinzen Maximilian von Bayern auf seiner Reise nach Griechenland und Constantinopel. Der Künstler zeichnete bei dieser Gelegenheit interessante Gegenden, Ansichten von merkwürdigen Gebäuden und Ruinen, und beson- ders auch Costüme und Volksscenen. Nach solchen Zeichnungen liess der Kronprinz ein Zimmer im Schlosse Hohenschwangau in Fresco verzieren, doch nicht von Wittmer, da dieser nach der Rückkehr aus dem Oriente in Rom verblieb, wo er durch Fami- lienbande an den Landschaftsmaler Joseph Koch gebunden war. Von dieser Zeit an trat Wittmer auch in die Reihe der Genremaler, indem er neben den historischen Darstellungen auch Volksbilder aus dem türkischen und neugriechischen Leben, und Ansichten aus Griechenland, der Türkei und Kleinasien malte. Bekannt ist sein türkisches Caffeehaus, das Thal der süssen Gewässer mit dem alten Schlosse von Anatolien und mit bunter Staffage von Türken und Franken etc. In Griechenland wurde in Wittmer auch die Liebe zu den alten Dichtern des Landes wach. Aesop als Fabel- Dichter, Homer vor den Griechen singend (1810), u. s. w. sind als Resultate seiner klassischen Studien zu betrachten. Besonders schön fand man das letztere Bild, da die Gruppe geistreich ge- ordnet ist. Ein anderes Gemälde des Künstlers (1843) stellt Osean vor, wie er vor dem Volke singt, und verschieden davon ist wahr- scheinlich der im Kunstblatt 1847 erwähnte germanische Barden- gesang, ein ziemlich grosses Bild, welches eine Reise in Deutsch- land unternahm. Dann erwähnen wir auch zweier historischer Bilder, in welchen der Künstler auf einer höheren Stufe steht, als in den Darstellungen aus älteren Dichtern. Das eine stellt Hagar in der Wüste (1841), das andere die Madonna mit dem Kinde dar (1816). Gleichzeitig ist eine Darstellung der Predigt des Johannes in der Wüste. Auf dem Gebiete der religiösen Kunst bewegt sich Wittmer mit grosser Meisterschaft, und zeichnet sich durch Tiefe und Innigkeit des Gefühls aus. Im Jahre 1850 arbeitete er an ei- nem grossen Gemälde für ein Kloster in Rom,
Dann finden sich auch von ihm viele Bilder in Aquarell, theils religiösen, theils romantischen Inhalts. Im Jahre 1847 stellte er den feierlichen Einzug des Papstes Pius IX. in den Lateran in einem Aquarellgemälde dar. Die Scene ist vor dem Colosseum. Im Vorgrunde liegt das Volk auf den Knieen, und den Mittelgrund nimmt der Zug ein. Der Papst ertheilt im Staatswagen den Segen, und alle Grosswürdenträger erscheinen zu Pferd. Diese Vorstel- lung hat der Künstler in Kupfer radirt, gr. qu. fol.
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