Wittich, Heinrich

Wittich, Heinrich, Maler, geboren zu Berlin 1816, machte da-

selbst seine Studien an der Akademie, und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Düsseldorf , wo er unter Professor Hüb- ner reissende Fortschritte machte. Der blondgelockte Edelknabe mit Federhut und der Flinte auf der Achsel ist eines jener Bilder, welche den Künstler im weiten Kreise bekannt machten. Er hatte viele weibliche Herzen erobert, so wie andererseits das Gegenstück, das Edelfräulein mit dem Falken, nicht geringere Sensation erregte. Beide sind im halb lebensgrossen Kniestück dargestellt, in klarer und warmer Färbung meisterlich vollendet. In dieser romantischen Richtung lieferte Wittich einige andere Bilder, so wie sich überhaupt die Düsseldorfer Schule in solchen Werken von jeher gefällt. Das erste der genannten Gemälde ist im Besitze des Prinzen Wilhelm von Preussen, neben einem anderen, welches ein Mäd- chen mit Früchten in der Schüssel vorstellt. Es wurde 1838 auf der Kunstausstellung in Berlin bewundert. Auch Bildnisse malte der Künstler, welche in edler Stellung erscheinen und trefflich modellirt sind. Um befand sich Wittich in Italien , wo er reiche Studien machte, und sein Ziel auch nach Sicilien setzte. In Pompeji zeichnete er mehrere antike Wandbilder. Seine neue- sten Werke halten Erinnerungen aus jenen Ländern fest. Sie be- stehen in einzelnen lieblichen Costümstücken, und in ansprech- enden Volksscenen mit schöner landschaftlichen Umgebung.

In Nachbildungen sind bekannt:

Der Edelknabe, lith. von H. Eichens, gr. fol. Dasselbe Bild, von C. Wildt lith., kl. fol.

Das Edelfräulein, lith. von H. Eichens, gr. fol. Dasselbe Bild, lith. von H. Senefelder, kl. fol.

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