Witenwaal, s. Uytenwaal

Witenwaal, s. Uytenwaal, Witheck, s. Witheck,

Uytters, Abraham, auch Wogter und Witters genannt, kam

wahrscheinlich 1638 oder 1639 mit dem jüngeren Carl van Mander nach Kopenhagen , da er der Schwager dieses Künstlers war. Er

bekleidete 25 Jahre die Stelle eines k. dänischen Hofmalers, fühlte

sich aber durch die Ernennung des Michel van Haven so

verletzt, dass er mit Erlaubnis des Königs Friedrich III. Kopen- hagen verliess, um in Sorö seine Kunst zu üben. Er war da 1675

thätig, denn in diesem Jahre erschien eine dänische Ausgabe der

christlichen Hausfrau des Ritters Catz, welche Uytters mit Ku- pfern illustrirt hatte. Im Privilegium nennt ihn Christian V. noch »seinen Conterfeiter und geliebten Abraham Witters.« Nach

dürfte er nicht lange mehr gelebt haben. Dieser Künstler malte

viele Bildnisse, welche zwar nicht so markig behandelt, als jene van Mander's, aber naturgetreu aufgefasst und gut coloriirt sind.

A. Haelweg hat viele gestochen, darunter jene der Könige Frie- drich II. mit seiner Gemahlin Saphia, Christian IV. und V. von

Dänemark, der Könige Carl Gustav von Schweden und der Köni- gin Christina, des bekannten Gustav Wrangel, des Barons Was- senaer etc. In Haelweg's Artikel sind mehrere andere Blätter nach Uytters verzeichnet. Auch L. Salm, H. Schatten, Th. Matham, L. Vorsterman etc. haben Porträite nach ihm gestochen. A. Hael- weg stach auch ein allegorisches Bild nach ihm. Eine Wittwe Tott beweint von ihren drei Kindern umgeben den verschiedenes Gat- ten; Diesen tragen die Engel gen Himmel, und die aufsteigende Seele wird gegen die Witterung eines rauheren Himmelsstriches durch einen Schlafrock geschützt. Dieses Folioblatt gehört mit den Bildnissen des Otto und Togn Tott zu den besseren Blättern

Haelweg's. Es finden sich auch historische Bilder von ihm. In der

Kirche zu Sorö ist das Hauptaltargemälde sein Werk. Es stellt das Abendmahl des Herrn dar, wobei 12 Bauern die Modelle zu

den Aposteln gaben.

Rost nennt diesen Meister irrtümlich Albrecht Uytters,

Uytters Hess nicht nur mehrere Blätter unter seiner Auf- sicht stechen, sondern radirte und stach selbst in Kupfer,

1). Ovidius II, Dom. Herr de Willestrup etc. Ab. Uytters pinx. et exc. cum priv. R. M. Danie et N. 1671. H. 20 Z.

Es kamen ihm Abdrücke mit Spuren von Rostflecken vor, so dass das Bildniss auf Eisenblech radirt seyn könnte,

  1. Elisabeth Hoeg, Fräulein af Holck etc. Ab. Wuchters fec. et exc. H. 20 Z. 3 L., Br. 15 Z. 3 L.

  2. Johannes Comes de Schack. Ab. Wuchters fec. et exc. H. 20 Z. 4 L., Br. 15 Z. 3 L.

Dieses Blatt ist gestochen, und lobenswürdiger, als das vorhergehende,

  1. Barnekow. Brustbild in einem Oval von Wappenschildern, welche leicht angeritzte Genien durchspielen. Umher sieht man drei grosse Genien, welche gut modellirt sind. Der Name des Stechers fehlt, es ist aber, wenn nicht Haelweg, Wuchters darunter zu verstehen. H. 21 Z., Br. 15 Z. 7

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