Witboos, Mathias

Witboos, Mathias, genannt Calzetti, Maler von Amersfort, war Schüler von J. van Campen, und stand sechs Jahre unter dessen Leitung, bis er mit O. Marcellis, H. Grauw und anderen Künst- lern nach Rom sich begab, wo der Cardinal de Medici seine Bilder kaufte. Woher er den Beinamen Calzetti hat, ist nicht mit Be- stimmtheit zu sagen. Der Künstler blieb nur zwei Jahre in Ita- lien, und ließ sich 1650 in Utrecht nieder, bis ihn 1672 die fran- zösische Invasion nach Hoorn vertrieb. Er malte Landschaften, wovon einige reich ausgestattet sind. In der Sammlung des Dr. Direktors Tischbein in Eutin war bis 1838 die Ansicht einer röm- ischen Villa mit Terrassen, Bildsäulen und Brunnen, und der Aus- sicht auf die Peterskirche. An dem Postamente der Vase im Vor-

grunde entfalten zwei Pfauen ihr prächtiges Gefieder. Auch in der Sammlung des Grafen Robiano zu Brüssel war bis 1853 ein schö- nes Gemälde von Witboos, auf welchem ein Park mit Ruinen dar-

gestellt ist. An diesen sind Vasen, Basreliefs u. s. w. angebracht.

Im Vorgrunde liegen Bücher, eine Mappe und andere Gegenstände, Die Gallerie des Staatsrathes v. Kirschbaum bewahrte eine Land- schaft mit Bäumen und Wasserfall. Vorn verzehrt ein Fischotter seine Beute. Descamps sagt nur, dass Witboos Pflanzen, Blumen, Schlangen und Insekten mit grösster Naturtreue und Feinheit ge- malt habe. Solche Gegenstände malte auch seine Tochter Alida, und sein Sohn Peter, sowohl in Öl als in Wasserfarben.

Witboos starb zu Hoorn im 76. Jahre.

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