WIRZ, Johann

WIRZ, Johann, Maler von Zürich , war der Sohn eines Professors der Theologie, und hatte in seiner Jugend das Unglück, ein Auge zu verlieren. Sein Lehrer war Conrad Meyer, er nahm aber den Sam. Hoffmann zum Vorbilde, in dessen Manier Witz viele Bild- nisse malte, besonders von Geistlichen. Er war auch Schriftsteller . Seine Effigies Justitiae et Fortunae 1707 wurde confiscirt, und auch ein anderes Werk: Romae animale exem-plum. Zürich 1697, in einer Partei anstössig. In diesem Buche handelt er über die Ape- calypse, und zierte es mit eigenhändigen Radirungen. J. Meyer stach nach ihm das Bildniss des Professors Jo. Casp. Wolphius in schwarzer Manier. Dieses Blatt gehört zu Conrad Meyer's Bild- nissammlung der Bürgermeister und Pfarrer von Zürich, fol. Auch J. Bodmer stach Bildnisse nach ihm. Starb im 70. Jahre.

Eigenhändige Radirungen: Diese Blätter sind geistreich behandelt,

  1. J. H. Heidegger, Prof. der Theologie in Zürich.

  2. Die Frau des Hans Holbein jun. mit dem Kinde. Letzters hält einen Pfeil, und unten sind biblische Sprüche. Nach Holbein. Conr. Meyer exc., kl. fol.

  3. Die Madonna mit dem Kinde, nach la Hire, 4.

  4. Die Darstellungen aus der Apocalypse in dem oben erwähn- ten Werke von 1667, 8. !

Diese phantastischen Bilder sind sehr malerisch radirt,

und geben Zeugniss von der seltsamen Kunst- und Gemüth- art des Meisters,

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