Winter, Johann Georg

Winter, Johann Georg, Maler, wurde 1707 zu Gröningen in Brabant geboren, wohin sein Vater, ein churbayerischer Feldwebel, dem Churfürsten gefolgt war. Später erhielt dieser eine Offiziers- stelle, und begleitete dann dem Churfürsten auf seinen Feldzügen nach Ungarn ; der Sohn aber wurde in Donauwörth einem Maler in die Lehre gegeben. Hierauf arbeitete Johann Georg bei Mül- ler und Engelhard in München , fand aber Anfangs wenig Be- schäftigung, so dass er in Augsburg sein Glück versuchte. Winter malte da viele Bildnisse von Patriziern, welche grossen Beifall fan- den, so dass er nach München berufen und zum Hofmaler des Churfürsten Carl Albert ernannt wurde. Er malte das lebens- grosse Bildniss desselben als Kaiser, und dann auch jenes der Kai- serin Maria Amalia. Man darf indessen seine Bilder nicht mit je- nen des Franz Joseph Winter verwechseln, welcher ebenfalls Por- traite der churfürstlichen Familie gemalt hatte; Doch sind diese Gemälde theils in Schleissheim, theils in Nymphenburg zurückge- stellt. Darunter ist auch Winter's Bildniss des Churfürsten Max Joseph III., welches er 1755 in Lebensgrösse malte. Auch Altar- Bilder finden sich von ihm, so wie Fresken. Solche sind in der Kirche zu Schlehdorf von 1744. Der Churfürst von Cöln liess sein Landhaus bei Bonn durch ihn mit Deckenbilder ausschmücken.

J. Mibel stach nach ihm das Bildniss K. Carl VII., fol.

In M. Frank's Sammlung von lithographirten Künstlerportrai- ten ist sein Bildniss. In der kurzen Biographie heisst es, der Künstler sei 81 Jahre alt geworden, so dass er 1788 gestorben seyn müsste. Diese Angabe ist irrig. Winter starb zu Mün- chen 1788,

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