Winstanley, Hamlet

Winstanley, Hamlet, Maler und Kupferstecher , war der Sohn des Henry Winstanley in Littleburg (Essex ), welcher sich durch seine hydraulischen Kunststücke und durch den Bau des ersten Leuchthurmes in Edystone berühmt gemacht hatte. Der Leuchtthurm brannte ab, so wie der Zweite von John Rudyerd (1755), bis endlich John Smeaton durch einen massiven Steinbau dem Elemente trotzte. Winstanley hat seinen Leuchtthurm auf einem grossen Blatte 1650 radiert. Dann radierte er auch Prospekte von Schlös- sern und Gärten, welche in spätern Abdrücken im Supplement du nouveau Théâtre de la grande Bretagne. London , gr. fol., vorkommen. Der alte Winstanley hat ungefähr 30 Blätter kräftig radiert, auf welchen er sich »Clarke of his Majesties works there« nennt. Auch sein Landhaus Littlebury hat er in einem radierten Blatte dargestellt. N

Auf diesem Landhause wurde Hamlet 1605 geboren. Der Va- ter begünstigte seine Neigung zur Kunst, wollte ihn aber zum Maler herangebildet wissen. Er stand in London einige Zeit un- ter G. Kneller's Leitung, und war bereits im Stande, ein für da- malige Zeit genügendes Bildniss zu malen, als ihn der Graf von Derby bestimmte, eine Anzahl von Gemälden seiner Gallerie in Knowsley in Kupfer zu radiren. Winstanley malte aber fortan auch Bildnisse in Ölgemälden, oder zeichnete deren mit Kreide. J. Faber stach nach seinem Gemälde das Bildniss des Bischofs Sam. Peploe von Chester , dann jenes des Edm. Waddington. A. van Haaken stach das Portrait des Architekten Franz Smith. Toms stach nach einem Winstanley die Ansicht von Rushton in Northamptonshire, gr. qu. fol.

Winstanley jun. starb um 1760. J. Faber stach 1731 sein Bildniss in Mezzotinto. Er sitzt vor einer Staffelei und malt das Bildniss des Nicolaus Dorigny, fol. Als Gegenstück dient jenes der Gattin des Künstlers, welche ein Zeichenbuch hält. A. Ban- nermann hat ebenfalls das Portrait Winstanley's gestochen,

Radiertungen des ältern H. Winstanley.

  1. Die Ansicht des Leuchtthurmes zu Edystone bei Plymouth, Zwei sehr seltene Blätter mit Erklärung (1660), gr. imp. fol.
  2. Der Prospekt und Grundriss von Wimbledon, fol.
  3. Der Prospekt von Tythrop 1680, fol.
  4. Das Landhaus des Künstlers in Littlebury, fol.
  5. Ansichten des alten Schlosses Andlynd, Besitzthum des Her- zogs von Suffolk, 24 Blätter 1676, fol.

Blätter des jüngeren H. Winstanley.

  1. Giuseppe Ribera, halbe Figur mit einer Papierrolle. Nach G. Ribera, kl. 4. 2 — 21) Earl of Derby's Collection, 20 radierte Blätter nach Gemälden der Gallerie des Grafen Derby in Knowsley, 1721 — 30, fol.

  2. Der Sabinerraub, nach C. d'Arpino,

  3. Die Gemahlin des Pilatus, welche für Jesus büttet, nach P. Veronese.

  4. Jakobs Reise nach Aegypten, nach Castiglione,

  5. Zwei Widder auf der Wiese, nach demselben.

  6. Ein Bacchanal, nach P. da Cortona.

  7. Christus übergibt dem Petrus die Schlüssel, nach van Dyck, (nach Rubens, Basan 52).

  8. Amor scientiarum, nach demselben.

  9. Die Flucht nach Aegypten, nach L. Giordano.

  10. Die Anbetung der Hirten, nach C. Maratti,

  11. Die Abreise des Jakob, nach J. Bassano.

  12. Ein sitzender Greis mit der Hand auf dem Todtenkopf, halbe Figur. Auf diesem Blatte nennt sich der Radirer W. Win- stanley, Henry.

  13. Die Vertreibung aus dem Paradiese, nach G. Reni,

  14. Die Marter des heil. Bartolomäus, nach J. Ribera,

  15. Der Philosoph im Nachdenken, nach demselben.

  16. Hagar und Ismael, nach S. Rosa,

  17. Glaucus und Scylla, nach demselben.

  18. Latrones. Die Räuber, nach demselben.

  19. Die Schweinsjagd, nach Rubens.

  20. Christus bei Nikodemus, nach Tintoretto,

  21. Die heil. Familie, nach Tizian,

  22. Die heil. Jungfrau, welche dem heil. Antony von Padua er- scheint, nach C. Maratti, fol.

  23. St. Sebastian am Baume von Pfeilen durchbohrt, nach P. Veronese, gr. qu. fol.

  24. Der Sabinerraub, nach G. dal Sole, gr. qu. fol.

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