Winkelmann, Johann Friedrich, Maler, wurde 1772 (oder 1767) zu Hamburg geboren, und hatte schon als Knabe von zwölf Jahren das Lob eines geschickten Portraitirers. Ein in Kreide angeführtes Bildniss des Herzogs von York verschaffte ihm eine Pension des Königs von England, welche ihn in den Stand setzte, unter Döser und A. Graf sich in der Oelmalerei auszubilden. Mehrere grosse Bildnisse in Oel und mythologische Figuren stammen aus jener Zeit, nach dem Tode des Königs von England weit ab, aber wieder auf sich selbst angewiesen. Winkelmann unternahm jetzt Reisen in Deutschland , nach Böhmen , Polen und Italien , und malte eine Menge von Bildnissen in Miniatur, bis er endlich Dresden unter Grassi zu einem höheren Unterricht sich unterzog. Jetzt malte er auch historische Bilder und Landschaften, welche in Frankreich Beifall fanden. In Paris machte er die Bekanntschaft mit David und Gerard, und copirte das grosse Gemälde des Ersteren, welches den Zug Napoleon's über den St. Bernhard darstellt, und später in den Besitz eines Kunstfreundes in Hamburg gelangte. Doch ist die Anzahl seiner mythologischen Bilder nicht gross, da der Künstler mit Bestellungen auf Bildnisse überhastet war. In Bremen , Hamburg , Lübeck , Hannover u. s. w. war kein vornehmes Haus, in welchem sich nicht einzelne Porträts und Facsimile von Winkelmann befanden. Er konnte dem Geschmack damaliger Zeit vollkommen genügen, da er in ein paar Stunden vollkommene Aehnlichkeit erreicht hatte. Die Gewandung und Beiwerke sind praktisch behandelt, und auf Effekt berechnet. Es blickt aber aus sehr vielen Bildern der Broterwerb. Unter günstigeren Verhältnissen, hätte Winkelmann Vorzüglicheres geleistet. Er starb zu Hannover 1824.
Winkelmann nannte sich Herr auf Uermitz, und war städti- scher Deputirter beim Reichstag in Regensburg, wo er 1804 im 68. Jahre starb.
Ein Maler Namens Johann Leonhard Winkler, lebte um 1704
in Prag.
Winkelmann, Dirigent des k. galvanoplastischen Instituts zu Berlin, lieferte schöne Arbeiten in dieser neuen Kunstweise.
Darunter ist der Herkulesschild nach Wichmann's Modell (1850) a im Besitze des Königs von Preussen. Auch verschiedene Büsten hat Winkelmann galvanoplastisch hergestellt. Den Kopf der Juno aus dem Palaste Ludovisi besitzt der König, der General von Ger- lach die Büste desselben u. s. w.
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