Wimmel, Carl, Architekt und Baudirektor in Hamburg , begann seine Studien unter Weinbrenner in Karlsruhe , und begab sich dann zur weiteren Ausbildung nach Paris und Italien . Er fertigte bei dieser Gelegenheit eine grosse Anzahl von Zeichnungen nach interessanten Gebäuden des Mittelalters, und nach Ueberresten der alten klassischen Zeit. Mehrere Sepiazeichnungen beweisen, dass Wimmel auch Figuren und Thiere sehr wohl darzustellen weiss. Sie enthalten innere Ansichten von italienischen Palästen, Hallen u. s. w., und sind mit passender Staffage versehen. Im Jahre 1818 wurde Wimmel Stadtbaumeister in Hamburg, und von dieser Zeit an wurden nach seinen Entwürfen und Zeichnungen theils in der Stadt, theils in der Umgebung mehrere bedeutende öffentliche und Privatgebäude erbaut. Er fand an dem Condukteur Forsmann ei- nen tüchtigen Gehülfen, so dass der eine oder der andere den Bau leitete, manchmal nach gemeinschaftlichem Plane. Das Ber- liner und Lübecker Thor, und auch die neue Börse in Hamburg wurde nach gemeinschaftlichem Entwurfe und unter ihrer Leitung erbaut. Die Börse wurde vollendet, und ist ein Gebäude von erhabener Einfachheit. Von 1837 — 30 erbauten diese Künst- ler das neue Bibliothek-, Gymnasial- und Schulgebäude in Ham- burg. Wie in der Börse, so zeigt sich auch hier der Rundbogen in einer sehr geschmackvollen und gediegenen Anwendung. Die Beimischung von spitzbogigen Formen aus der Uebergangsperiode
gibt dem Ganzen ein sehr gefälliges Ansehen. Wimmel hatte von Jeher ein besonderes Augenmerk auf den Rundbogenstyl gerichtet, und denselben mit grosser Selbstständigkeit in seinen Bauten an- gewendet. Zu seinen früheren Bauten gehört das allgemeine Krankenhaus, das heil. Geisthospital, das Retentionshaus, 8 W, Das erwähnte Bibliothekgebäude ist in Förster's Bauzeitung 18309, IV. abgebildet und beschrieben.
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