Williams Henry P., Maler von Winchester

Williams Henry P., Maler von Winchester , machte seine Stu- dien in London , und begab sich dann nach Italien , wo er den Ruf eines der vorzüglichsten Künstler der neueren Schule grün-

dete. Er nahm Tizian und Giorgione zum Vorbilde, welchen er das Geheimniss der warmen und gefälligen Färbung abluschte.

Die Gegensätze des glühenden Lichtes, der kalten Mitteltöne und der warmen Schatten derselben, hatte keiner seiner Landsleute in dem Grade anwenden gelernt. Williams lebte mehrere Jahre in Rom , wo er 1838 das treffliche Bild ausführte, welches nach Deutschland ging. Es stellt eine junge Frau aus den Abruzzen dar, wie sie mit ihrem Mädchen vor der Madonna betet. Dieses Gemälde hat alle genannten Vorzüge, und ist dabei mit grösster Meisterschaft behandelt. Die Farbe macht eine ausserordentliche Wirkung, wie in allen Werken dieses Künstlers. Im Jahre erwarb der Besitzer der Grosvenor-Galerie in London ein mei- sterhaftes Gemälde, welches eine vornehme Dame vorstellt, welche dem Kloster in Subiaco nach ihrer Genesung Geschenke bringt. Sie reitet von Landvolk begleitet auf dem Esel heran, und schon öffnet sich das Convent der Kapuziner. Ebenso schön ist seine spinnende Italienerin, welche der Baron von Lotzbeck in Weyern erwarb. Die glänzende und warme Färbung, der südliche Cha- rakter, welcher seinen Werken aufgedrückt ist, weisen ihm eine hervorragende Stelle unter den Meistern der englischen Schule an. Er lebt jetzt in London.

The Procession to the Christening, a Scene at Ariccia near

Rome, Gest. von Stocks für Finden's Royal Gallery of British Art, roy. fol.

Italian Girls. Zwei Mädchen unter Bäumen, gestochen von D. Lucas, fol.

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