Willems, Florent

Willems, Florent, Maler in Brüssel , wurde um 1816 geboren, und an der Akademie in Mecheln zum Künstler herangebildet. Mit glücklichem Talente begabt gelangte er bald zu einem ehrenvollen Ruf, und gegenwärtig wird er zu den vorzüglichsten belgischen Künstlern gezählt. Er malt Darstellungen aus dem älteren und modernen Volksleben. Zwei solcher Bilder, eine musikalische Partie, und das Wachthaus im 17. Jahrhundert, wurden 1836 der Ausstellung in Brüssel mit Medaillen beehrt. Im Jahre 1847 gehörte eine Landschaft mit einem Manne, welcher unter dem Baum liegt, zu den schönsten Werken derselben Ausstellung. Im Jahre 1847 malte er in einer italienischen Ansicht von L'Aquila das Staffage. Willems gründete seinen Ruf nur als Scenenmaler, und daher sind seine Genrebilder vor Allem zu berücksichtigen, obschon der Künstler auch im landschaftlichen Fache Vorzügliches leistet.

Willemsen, s. Williamson.

Ludwig Willemssens, Bildhauer von Antwerpen , war Schüler von E. Quellinus, und machte sich durch mehrere Werke rühmlich bekannt; Er fertigte den Predigtstuhl der St. Jakobs- kirche zu Antwerpen, sowie die Statuen des Täufers und des heil. Paulus daselbst. In der Hofkirche sind zu den Seiten des Altares vier grosse Statuen von seiner Hand. Das Museum in Antwerpen bewahrt seine Büste des spanischen Gouverneurs Juan de Tuniga, Grafen von Montereij. Besonderen Beifall fand er auch mit kleinen, Figuren von Genien. Der Prinz von Oranien, und der König Wil- helm III. von England erwarben mehrere solcher Miniaturen. Der König von England verlieh ihm den Titel eines Hofbildhauers. Starb 1702 im 67. Jahre,

S. Willemsens, Kupferstecher, war vermuthlich Zeitgenosse des D. Teniers. Folgendes Blatt ist von ihm: Die Versuchung des heil. Antonius. S. Willemsens sc. Abr. Teniers exc. Gestochen, 4.

Johann Villenberger, Formschneider aus Schlesien, arbeitete im ersten Decennium des 17. Jahrhunderts in Prag. In Paproczky's Beschreibung der Städte Böhmens, 1602, sind Ansichten und Vignetten von ihm. Auch das Bildniss des Kaisers Rudolph II. fertigte er für dieses Werk. Andere Blätter von seiner Hand findet man in Harant's Reise nach Jerusalem 1606, so wie im Spiegel des Markgrafthums Mähren. Sein Todesjahr ist unbe- kannt. Vgl. Dlabacz.

Bei Füssly heisst dieser Künstler Jos. Willenheig, es werden ihm aber ebenfalls die Blätter in Paproczky's Diatrium, oder Stem- matographia Bohemiae, Prag 1602, fol., zugeschrieben.

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