Wilkie, David

Wilkie, David, S. 455

kannt. Die Gallerie wurde 1848 dem öffentlichen Verkaufe unter- worfen, und bei dieser Gelegenheit wurde die Schafwäsche mit 660 Pf. St. bezahlt. Das erstere Gemälde galt nur 410 Pf. St. In der Stafford-Gallerie ist das unter dem Namen des Früh- stückes bekannte Bild. Es stellt zwei Männer und zwei Frauen dar, 1817 gemalt. Lady Baird, die Gemahlin des Generals Sir Dan. Baird, er- hielt das Gemälde, welches den General vorstellt, wie er nach dem Sturme von Seringapatnam die Leiche des Tippo-Saib findet,

Aus Turner's Sammlung ging 1842 das unter dem Namen des Kaninchens an der Wand bekannte Bild um 735 Pf. St. weg.

Mr. Bryant besass 1845 das Bild der Dorfschule , aus der frühen Zeit des Künstlers. Er erhielt 15 Pf. dafür, Bryant verlangte aber 1000 Pf.

Lady Rogers in London besitzt das Gemälde, mit dem Tode des Rothhirsches, bekannt durch den Stich in Finden's Royal Gal- lery of British Art.

Lord Mulgrave in London besitzt das berühmte Bild des Zahl- tages, wo die Pächter im Vorsaale ihren Zehend abliefern, und dafür regalirt werden. Der Lord bezahlte dem Künstler im Jahre 1800 700 Pf.

In der Pinakothek zu München ist ein berühmtes Bild, wel- ches unter dem Namen der Testaments-Publikation bekannt, und 1820 gemalt ist. Bei der Versteigerung der Privatsammlung des Königs Maximilian I. wurde es für die Pinakothek um 12000 fl. angekauft.

Kaltenmoser hat dieses Bild meisterhaft und genau copirt, und die Nachbildung erst in der letzten Zeit ganz vollendet.

In der Gallerie des Grafen Schönborn ist ebenfalls ein be- rühmtes Bild von Wilkie, nach dem Stiche unter dem Titel: Guess ' my name, bekannt. Ein junger Mann ist unverhofft in das Zimmer

etreten, und verhält einem Mädchen die Augen, mit der Frage: »Rath' ich, wer diess ist? Spätere Wiederholung des Bildes bei Sir F. Pickers, worauf wir im Verzeichnisse der Stiche aufmerksam

machen.

In der k. Eremitage zu St. Petersburg ist das meisterhafte Bild der schottischen Brandweinbrenner-Familie, welches 1840 der Kö- nig von Holland gekauft hatte. Es war bis 1850 in der Gallerie im Haag. Damals erwarb selbes der Kaiser von Russland für 10000 fl.

Ueber andere Gemälde s. unten das Verzeichniß der Stiche.

Das letzte Werk des Meisters, welches dieser im Vaterlande nach jahrelangen Studien in Arbeit nahm, stellt eine Dorfschule, oder vielmehr die Geschichte eines Morgens der Dorfschule dar. Einige Schüler haben die Lektion bereits aufgesagt, andere sind im Begriffe derselben. Man sieht kluge und dumme Gesichter, spie- lende Buben, und andere, welche Unheil anrichten und schlafen.

Dieses Gemälde ist nicht ganz vollendet, eine Menge von Studien

sind aber dazu vorhanden. Mr. Ferrer kaufte die Dorfschule für 750 Pf., im Jahre 1843 bezahlte aber der Kunsthändler Moon 1000 Pf., und ließ das Bild stechen.

Im Jahre 1840 begab sich Wilkie nach dem Orient, wel- cher schon lange ein Gegenstand seiner Begeisterung war. Er ferti- gte auf dieser Reise eine Menge von Skizzen und Zeichnun- gen, nach welchen er in der Heimath Gemälde auszuführen ge- dachte. In Cairo malte er auch den Pascha Mehmed Ali, und in Constantinopel den Sultan, konnte aber ausserdem nur wenig an-

und die Türken zum Sitzen bewegen, da das Vorurtheil gegen das Darstellen des menschlichen Gesichts, noch nicht erloschen ist. In Malta legte er durch den Genuss von Erdbeeren und Eislimonade den Keim zu einer tödtlichen Krankheit, welcher er am 31. Mai 1841 in der Bucht von Gibraltar erlag. Der Gouverneur erlaubte nicht, die Leiche in Gibraltar zu beerdigen, und somit erhielt der gefeierte Künstler in der Bucht das Begräbniss der Matrosen, d. h. er wurde ins Meer versenkt. Seine Zeichnungen und Studien wurden nach London gebracht, wo sie, wie unten angegeben, durch die Lithographie bekannt gemacht wurden. Im Jahre 1841 bildete sich zu London eine Gesellschaft, welche dem grossen Künst- ler ein Denkmal zu setzen beschloss. Sie einigte sich unter den Vorsitzen des Sir Robert Peel dahin, dass seine Statue in der Na- tional Gallerie aufgestellt werden soll, wo man sie jetzt sieht.

Philipps hat sein Bildniss gemalt, und Holl dasselbe für die unten erwähnte Wilkie-Gallerie gestochen. Vogel von Vogelstein zeichnete 1826 das Bildniss dieses Künstlers für die bekannte Port- raitsammlung im k. Cabinet zu Dresden.

A. Cunningham gab 1843 Wilkie's Leben und Reisen heraus (Life of Sir D. Wilkie etc.), 3 B. 8. Es ist eine Art Selbstbio- grafie aus Wilkie's Briefen an seine Familie, ein sehr lebendiges Bild der künstlerischen Entwicklung des Meisters. In demselben Jahre wurde auch sein Kunstnachlass verkauft, aus welchem 720 Pfd. Erlös wurden. Einzelne Skizzen wurden zu 95, 75, 56, 44 und 40 Pfd. etc. bezahlt. Die Oelskizze zum Bild des Knox, der das Abendmahl ertheilt, wurde mit 189 Pfd. 1 Sch., und eine andere, weit vorgerückte Skizze mit 183 Pfd. 15 Sch. bezahlt. Sie stellt e inen Tartaren vor, der die Nachricht von der Einnahme von Acra überbringt.

Von 1845 an erschien bei Graves et Comp. die Sammlung der Skizzen aus der Türkei, Syrien und Aegypten (Syrian Sketches), 20 Lith. Blätter von J. Nash in Tondruck, gr. fol. Colorirt 10 Pfd. 10 Sch. Im Jahre 1845 traf man Anstalt zur Herausgabe der spa- nischen Studien, welche sich in der k. Sammlung befinden. Sie sind von J. Nash lithographirt, unter dem Titel: Spanish Sketches, in schwarzen und colorirten Abdrücken, f

Neuere Abbildungen von Malwerken des Meisters, darunter mehrere, welche früher nicht durch den Stich bekannt waren, ent- hält die Wilkie-Gallery, welche von 1847 an in Heften zu drei Blättern herausgegeben wurde, gr. 4. Die Stiche sind von Greit- bach, Armytage u. A. Der Titel zeigt Wilkie's Geburtshaus zu Culs in Fifeshire, von Cousens zierlich radirt. Gegenüber ist Hol- land's Bildniss des Meisters nach Philipps, und dann folgt die Biogra- phie des Künstlers. In den beiden ersten Heften: Penny wedding (schot- tische Hochzeit); Parish beadle (der Kirchspielsvogt); The rabbi on the wall (das Kaninchen an der Wand); The pedlar (der- Pilger); der Kattenjäger. Im Jahre 1850 erschien das 41. Heft mit folgenden Blättern: Saturday Night, gest. von Greatbach; The Guerilla Council of War, gest. von J. C. Armitage; The Hookab- Badar, gest. von C. Cousen; meisterhaftes Blatt.

Einzelne Stiche nach Wilkie.

Die Werke dieses Meisters sind grösstentheils durch den Stich bekannt. Die berühmtesten englischen Künstler haben Blätter nach ihm geliefert. Wilkie verband sich schon 1807 mit dem Kupfer- stecher Raimbach zu gemeinschaftlichen Kusten. Das erste Blatt stellt die Dorfpolitiker dar, und sofort folgten viele andere Archi-

„D. Wilkie R. A. David Wilkie im Hause seiner Eltern am Tische, wo Mutter und Schwester Kaffee einschenken. Etched: by Marr, fol.

Sir Walter Scott, halbe Figur mit dem Buche, gestochen von Ed. Smith 1831, fol.

Mohamed Ali, Pascha von Aegypten.

Sultan Abdul Medschid, beide Blätter gestochen.

Alfred in the Shepherd's Cottage. Alfred in der Hütte des Schweirten, gest. von Mitchell, mit Dedication an den Herzog von Wellington 1828, gr. qu. fol.

John Knox administering the Sacrament. Engraved by J. Tal- fourth Smith. Das unvollendete Bild besitzt John Clow in Liver- pool, qu. fol.

The Preaching of John Knox before the Lords of the Con- gregation in St. Andrews 1550. Die Predigt des John Knox, das berühmte Bild in der Sammlung des Sir R. Peel, gest. von Georg T. Doo, und dem Besitzer dedicirt 1838, qu. imp. fol.

Der erste Vorsitz der Königin Viktoria im Staatsrathe, gest. von Ch. Fox für Moon's Verlag 1847, roy. fol.

Papst Pius VII. und Napoleon in Fontainebleau, gest. von Robinson, gr. qu. fol.

Sir Dani. Baird, wie er beim Sturme von Seringapatnam die Leiche des Tippo-Saib auffindet, nach dem Bilde im Besitze der Lady Baird von J. Burnet gestochen 1843, gr. fol.

A Greenwich pensioner in the character of Commodore. Ein alter invalider Seemann sitzend mit beiden Händen auf den Stock gestützt. Gest. von C. Lewis nach einer Originalzeichnung aus Lucker's Sammlung 1826, gr. fol.

Chelsea pensioners reading the gazette of the battle of Wa- terloo. Die Invaliden lesen die Nachricht über die Schlacht bei Waterloo, nach dem berühmten Bilde im Besitze des Herzogs von Wellington von J. Burnet gestochen 1831, s. gr. qu. fol.

Columbus im Kloster von St. Maria de la Rábida, wie er den Mönchen seinen Entdeckungsplan mittheilt. Composition von fünf Figuren. Gest. von Ryall, s. gr. qu. fol.

J. W. Baumann hat dieses Bild im Kleinen copirt, qu. 4.

The School. Die Dorfschule, das letzte figurenreiche Bild des Meisters, 1845 von J. Burnet gestochen, und ein Hauptblatt des Malers und Stechers aus Moon's Verlag, roy. qu. fol.

Burnet gab über dieses Bild eine kleine Schrift heraus.

Village Politicians. Die Dorfpolitiker in der Schenke 1814. Gest. von A. Raimbach, qu. roy. fol.

Dieses Blatt hat Jaquet copirt, qu. fol.

The Village festival. Das berühmte Bild in der englischen National-Galerie, gest. von Ch. G. Lewis, Aquatinta 1830, gr. qu. fol.

Dieselbe Darstellung, gest. von W. Finden, für das National- Galleriewerk, gr. fol.

Dieselbe Darstellung, gest. von E. Smith 1845, gr. qu. fol.

Das Blatt von Lewis genügt am wenigsten, und da auch jenes von Finden nicht vollkommen entsprach, begann Smith einen neuen Stich.

Distraining for Rent, die Pfändung des Pächters. Gest. von A. Raimbach. Publ. 1828 by D. Wilkie and A. Raimbach, qu. unp. fol.

'The Rent Day'. Der Zahltag, reiche Composition von mannigfaltigen und legendigen Charakteren im Saale des Gutsherrn, Nach dem Bilde in der Sammlung des Lord Mulgrave von A. Raimbach gestochen 1817, s. gr. roy. qu. fol.

The Blindman's Buff. Das Blindkuhspiel, das Gemälde (1822) in der Sammlung Georg IV. Gest. von A. Raimbach, als Gegen-

stück zu obigem Blatte. ; Dieses Blatt hat Jazet copirt, qu. fol.

The Maid of Saragossa. Nach dem berühmten Bilde im St. James Palast zu London von S. Cousins meisterhaft in Aquatinta ausgeführt, mit Dedication an Georg IV. 1837, imp. fol.

Dieselbe Darstellung (das Mädchen von Saragossa), von J. Mayer nach Cousins Stich in Aquatinta ausgeführt, qu. roy. fol.

Village Recruits, die Dorfrekruten. Nach dem Gemälde bei John Graves, Esq. of Irlam Hall, von Ch. Fox gestochen, und dem Besitzer dedicirt 1838, qu. roy. fol. ,

The Penny Wedding, Hochzeit mit Tanz im Wirthshause, Gest. von J. Stewart. Mit Dedication an William IV. König von England 1832 , gr. qu. fol.

The Cut Finger. Inneres eines Zimmers mit vier Figures.

' Der Knabe, welcher Schiffchen baut, hat sich in den Finger ge-

schnitten. Gest. von A. Raimbach, nach dem Bilde in Withbread's Sammlung 1810, qu. fol.

The Errand Boy, ein junger Mensch zu Pferd vor einer Al- ten. Gest. von Raimbach, als Gegenstück zu obigem Blatte.

' Dieses Blatt hat Jazet copirt, unter dem Titel: Le petit Cos- missionnaire, qu. fol. a .

The Letter of Introduction. Ein junger Reisender überreicht dem bejahrten Principal im Zimmer den Empfehlungsbrief. Nach dem Bilde in Sam. Dobree's Sammlung von J. Burnet gestochen 1823 gr. fol. ;

The Reading of a Will. Die Testaments-Bröffnung, nach dem berühmten Bilde in München von J. Burnet gestochen , und dem König Maximilian I. dedicirt, gr. qu. fol. |

Dieser ausgezeichnete Stich gibt das Original nicht getreu, in- dem die Kreidezeichnung von Flachenecker der strengen Durch- führung entbehrte. ,

Dieselbe Darstellung , von J. Wölfle lithographirt, für das Münchener Galleriewerk, qu. roy. fol.

Wölffle bediente sich einer Umrisszeichnung von Flachenecker, welche nicht genau ist. .

The Blind Fiddler. Der blinde Geiger im Zimmer vor der Bauernfamilie spielend. Gest. von J. Burnet, gr. qu. fol.

x Joshua Boydell hat das Blatt 1811 dem Sir G. Beaumont d- änirt, .

Dieselbe Darstellung, gest. von H. Vizetelly 1844, qu. roy. ®l

The Rabbit on the Wall. Pächtersfamilie mit Kindern, wo- der Mann im Sessel bei Lampenschein durch den Schatten de-

' Finger ein Häschen an' die Wand bringt. Nach dem Bilde in

John Turner's Sammlung von J. Burnet gestochen, gr. fol. Dieses Blatt hat Jazet in Aquatinta copirt. ;

The Pedlar. Der hausirende Krämer in der Stube des Fır-

‚ mers von den weiblichen Mitgliedern umgeben. Nach dem Bilde

aus der Sammlung des verstorbenen Sir Matthew Baillie von J 'Stevnart gestuochen 1833, fol.

Dieselbe Darstellung, lith. von Lane, gr. qu. fol.

The death of the red deer. Der Tod des Rothhirsches. Nach dem Gemälde bei Lady Rogers von P. Lightfoot für Finden's Royal Gallery of British Art gestochen 1845, roy. fol.

The Abbotstord Familie, dabei Walter Scott mit den Ange- hörigen, 1817 gemalt, und im Besitze des Sir Adam Ferguson. Gestochen von R. Graves 1837, und mit einem Erklärungsblatt versehen, gr. qu. fol.

  • Guess my name. Ein junger Mann, welcher bei der Ankunft im Zimmer einem Mädchen die Augen verhält, um sie raten zu lassen. Nach dem Bilde in der Sammlung des Sir Fred. Perkins von Ed. Smith gestochen 1829, fol.

In der Gallerie des Grafen von Schönborn ist dasselbe Bild mit einigen Veränderungen in den Beiwerken, wie in den Gefä- ßen auf dem Tische etc. Der Alte in der Thüre hat; im Schön- born'schen Bilde Strümpfe, auf dem Gemälde von Perkins Stiefel.

Ein früherer Stich dieses Gemäldes ist von J. Stewart, fol.

' Duncan Gray, nach dem Bilde des Lord Townshend von J. Engleheart gestochen, das Gegenstück zu obigem Blatte, fol.

J. Stewart hat dieses Gemälde früher gestochen.

The Smugglers Intrusion, gest. von G. Bacon für Finden's Royal Gallery of British Art. London 1838, roy. fol.

Sheep Washing. Die Schafwäsche, gest. von Finden für das- selbe Werk, London 1839, roy. fol.

The only Daughter. Der Vater, die Mutter, und der Arzt (Dr. A. Carlisle) am Bette der kranken Tochter. Nach dem Bilde der Lady F. Egerton von F. Engleheart gestochen 1838, qu. roy. fol.

The spanish Mother. Die Spanierin mit dem Kinde. Gest. von A. Raimbach. By Hodgson and Graves, gr. fol. 7

The Card-players. Die Kartenspieler, zwei Männer und eine Frau mit dem Kinde in einer Laube. Gest. von Ch. Lewis, fol.

Das Gegenstück zu The Chess-players. Die Schachspieler, Gruppe von vier Männern, von J. Burnet gem. und gest., fol.

The jew's harp. Mann mit der Maultrommel, wie ihm zwei Kinder zuhören 1810. Gest. von J. Burnet, fol.

Reading the News. Gruppe von Neugierigen, welche auf den Mann merken, welcher die Zeitung vorliest. Gest. von H. Ro- binson, kl. 8.

The gentle Shepherd. Ein Schäfer vor zwei Mädchen spie- lend. Gest. von J. Stewart nach dem Bilde im Besitze des Sir Robert Liston, qu. fol.

The first Everring. Vornehme Dame mit einem Mädchen, welchem eine Frau das Ohr sticht. Gest. von W. Chevalier nach dem Bilde im Besitze des Herzogs von Bedford, gr. fol.

Rat-Hunters. Ein Mann gräbt mit seinen Jungen nach Rat- ten, welche die Hunde fangen. Gest. von J. Mitchell, nach dem Gemälde in der akademischen Sammlung, fol.

The Clubbist. Gruppe von Männern. Gest. von W. Raddon, nach dem Bilde bei W. Catley Esq., fol.

The new Coat. Der Schneider probirt einem jungen Men- schen den Rock an. Gest., von W. Warren, nach dem Bilde bei

Indecision. Gest. von G. Maile, Aquatinta, fol.

1810 und 20. Es gibt Abdrücke auf chinesisches und auf weißes Papier. In neueren Abdrücken, die aber sehr schön sind, kommen zwei oder drei Bilder auf einem Blatte vor. Wo nicht eigens be- merkt ist, sind die Blätter fleißig vollendet. Man ersieht aus die -

Wilkie, David. Calabrian Minstrels playing to the Madonna. Calabrische Mu-

Eigenhändige Radirungen. Wilkie hat folgende Blätter radirt, die meisten in den Jahren

radirungen, wie viel die Bilder Wilkie's durch den Stich verlo-

ren haben.

  1. Eine Frau vor dem Tische, auf welchem links ein Mädchen steht, welches die Haube der Mutter zu recht richtet. Recht unten im Rande das Monogramm D W. 1820. H. der Platte 8 Z. 3 L., Br. 6 Z. 0 L. Höhe des Bildes 6 Z. 5 L. |

  2. Eine Gruppe aus der Testaments-Eröffnung, jene mit den Richter, welcher das Libell vorliest, dem tauben Zuhörer: mit dem Horn, und noch andere Figuren bis zum Glas auf- dem Tische. Nach rechts unten: D W, 1810. H. der Platte 3 Z. 4. L., Br. 4 Z. 8 L.

  3. Eine alte Frau mit dem Kinde auf dem Arme vor der Thüre eines Bauernhauses. Die Bäuerin steht mit auf die Hüfte gesetztem rechten Arm unter der Thüre, und links zu ihren Füßen kratzt sich der Hund. Unten im Rande nach links das Monogramm D W. 1820. Höhe der Platte 4 Z. 5 L. und 3 L. Dieses und das obige Bild kommt im neueren Drucke auf einem Blatte vor. ;

  4. Ein Mann im Schlafrock mit der Kappe vor dem Schreib- pulte sitzend, wie er aus der Schublade Geld, oder einen anderen Gegenstand nimmt. Über seinen Arm blickt das Weib in die Fächer, und über dem Kasten ist ein Spiegel angebracht. Rechts hinter dem Lehnstuhle steht ein alter Mann mit dem Hute in der Hand. Zu den Füssen des Herrn vor dem Schreibkasten kratzt sich ein Hund. Links unten im Rande ein Profilkopf im Umriss. Ohne Zeichen. Dieses Blatt ist weniger vollendet, als die obigen. Der Hut des Mannes hinter dem Sessel ist nur umrissen. H. der Platte 5 Z. 5 L., Br. 5 Z. 9 L.

  5. Eine Gruppe von zwei Knaben und einem Mädchen. Letz- teres steht und legt die Hand auf die verschlungenen Arme der Knaben. Rechts erhebt sich ein Baum, und links ne- ben der Gruppe steht ein Hund. Ohne Namen und Zeichen. H. 4 Z. 5 L., Br. 3 Z. 1 L. ; ;

  6. Drei Knaben mit einem Hunde im Zimmer. Rechts im Grunde steht einer mit der Tasse in der Hand, und links sitzen die beiden anderen auf dem Boden. Rechts unten an der Linie D W. Der Rand ist 1 Z. hoch. H. der ganzen Platte 2 Z. 9 L., Br. 1 Z. 8 L. |

  7. Ein Weib mit dem Kinde vor dem Fenster, in welchem eine Frau den Brief liest. Das Weib mit dem Kinde ist vom Rücken gesehen. Ohne Zeichen. Der Unterrand ist 1 Z. 5 L. hoch. H. der ganzen Platte 3 Z., Br. 1 Z. 6 L.

Die Darstellungen 1—7 erscheinen im späteren Drucke auf einem Blatte. Alle Abdrücke sind auf chinesisches Papier.

  1. Master Henry Hoare, als Kind in einer Landschaft, Nach J. Reynolds, braun punktiert, 4.

  2. Lady Charlotte Duncombe, nach Beechey, fol.

  3. Cornelia and her children. Bildniss der Lady Cockburn mit ihren drei Kindern. Nach J. Reynolds punktiert, gr. 4.

  4. Supplicium Vestalis, nach Danloux, gr. fol.

  5. Die liegende Venus, nach J. B. Locatelli, qu. fol.

Im ersten Drucke mit offener Schritt.

  1. Children relieving a beggar boy, nach W. Beechey, fol.

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