Wilhelm von Florenz, (Willielmus Florentinus)

Wilhelm von Florenz, (Willielmus Florentinus), ein Mönch der Westminster Abtey zu London , war Hofmaler Heinrich III. von England (1216 — 1272). Walpole publicirte mehrere Erlasse des Königs an den Künstler, welcher dadurch den Auftrag erhielt, das alte Schloss Windsor mit Malereien zu verzieren. In einem Schreiben vom 1235. m. 5. ertheilte ihm der König den Auftrag, das Claustrum des Schlosses mit einem künstlichen Bgstrich zu ver-

Die alten Malereien des Mönches Wilhelm von Florenz sind sicher schon beim Umbau unter Edward III. zu Grunde gegangen. Wilhelm hinterliess aber auch in Guildford Werke seiner Kunst, in welchen er eine grössere Selbstständigkeit entwickeln konnte. Nach einer Urkunde von 1244 zierte er die grosse Aula mit Ge- mälden, und im Schlafzimmer des Königs musste er an der weis- sen Wand, wo die Bettlade des Fürsten stand, einen Vorhang (pallium quoddam) malen. Den Altar der grossen Capelle schmückte er mit Tafeln; was aber das Wort »Frontellum« in der Urkunde bedeutet, wagen wir nicht zu bestimmen. Wilhelm war noch in Guildford beschäftigt. Er hatte die Aufsicht über die Arbeiter und bekam dafür eine tägliche Zulage von 0 Pfennigen. Damals wür- den die Gemächer und die Capelle des Prinzen Edward und sei- ner Gemahlin Eleanor mit Gemälden verziert. Die Urkunde spricht auch von gemalten Fenstern, sowohl in der Kammer, als in der Capelle. Doch sind alle diese Werke längst zu Grunde gegangen. Vgl. Wapole, Anecdots etc. I p. 20 — 24.

Wilhelm (Guilhelmus) von Avignon; heisst ein berühmter Architekt, welcher in der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts thä- tig war, und auf Ansuchen des Bischofs Johann von Prag nach Böhmen kam. Der Bischof gründete 1333 zu Raudnitz ein Au- gustiner Kloster, und baute zugleich auch eine steinerne Brücke über die Elbe. Zu dieser legte Wilhelm den Grund, und wohnte nur einem Bogen, da er mit seinen beiden Gehülfen einige Büh- men in der Baukunst unterrichtet hatte; Hierauf kehrte er nach Av- ignon zurück, wo er vermutlich päpstlicher Baumeister war, und der Bischof sich an den römischen Hof gewendet hatte. Vgl. Pel- zel et Dobrowsky, S. R. Bohem., II. 108.

Wilhelm von Marpurg, war einer der berühmtesten Architekten seiner Zeit. Er vollendete das um 100 Jahre früher begonnene Münster zu St. Martin in Colmar, und starb 1363 in Strassburg. Auf seinem Grabsteine in der Kirche zum jungen St. Peter stand sein Bild mit der Inschrift: Anno Domini MCCXXIII. 11. Idus Febr. obiit Wilhelmus de Marpurg magister operis Sancti Mar- tini Columbariensis et Greda uxor ejus.

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