Wild, Hans

Wild, Hans, Glasmaler von Ulm , gehört zu den berühmtesten süd- deutschen Künstlern seines Faches. Fiorillo, Gesch. der Kunst in Deutschland I. 212, sagt, dass H. Wild mit Hans Crämer um 1480 die Fenster des Doms und des Rathhauses in Ulm gemalt habe, und auch andere Schriftsteller wiederholen diese Angabe. Allein Hans Wild kommt in Urkunden der Stadt von 1441 — 1461 un- ter dem Namen Hans der Glaser vor, und neben ihm wird auch Claus Glaser genannt. Ein Hainz Glaser erhielt laut einer alten Rechnung von 1470 für ein Glaswerk, welches er im Auftrage des Rathes für das Stadthaus ausführte, 15 Pf. 1 Sch. 6 Heller. Diese Künstler haben auf die Fenster im Dom und im Rathhause An- spruch. Hans Wild malte das Rathsfenster, und das Fenster der Crämerzunft im Dome zu Ulm. Man schreibt ihm auch ein Fen- ster im Rathhause zu, welches er gefertigt haben soll. In diesem Jahre kommt aber der oben erwähnte Claus Glaser vor. Vor allen prächtig sind die Fenster des Hans Wild im Chore des Domes. Sie enthalten den Stammbaum Christi, das Leben der Ma- ria und das Leiden des Herrpo. In der Zeichnung und Farbengluth sind sie dem berühmten Volkamersehen Fenster in Nürnberg ähn- lich, doch hatten die Ulmer Glasmaler auch Farben, welche die

  • Nürnberger nicht geben konnten.

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