Wieringen, Cornelis Claasz. van, Maler, wurde um 1580 in Harlem geboren, und war in seiner Jugend Seemann. Er konnte bereits Schiffe bauen und selbe dirigiren, als er sich auf die Ma- lerei verlegte, um in Bildern darzustellen, was er früher gezim- mert hatte. Seine Marinen wurden bewundert, da er die ruhige und bewegte See, und die Schiffe auf derselben in grosser Mannig- faltigkeit und Wahrheit malte. Er brachte auch eine reiche Staf- fage an, gewöhnlich Matrosen in ihren Beschäftigungen, und bei Strandscenen Fischer und Bootsknechte. Einige Küstengegenden sind mit biblischer Staffage versehen, oder sie enthalten ländliche Scenen. In Gallerien kommen aber selten Werke von ihm vor. Das Museum in Madrid bewahrt eine Seeschlacht von ihm. Auf dem Felsen des Ufers sieht man einen Leuchthurm.
C. van Mander nennt diesen Meister Cornelis Claasz., und daher kommt er auch anderwärts unter dem Namen Cornelis Claes- sen vor. Daraus erhellet, dass der Künstler der Sohn eines Claas (Nicolaus) war. Auf einigen der nach ihm gestochenen Blätter steht ein Monogramm C. W. oder C. C. W. Er starb zu Harlem 1635, wie J. de Jongh in seiner Ausgabe des C. van Mander angibt.
Stiche nach diesem Meister.
Die vier Jahreszeiten, Marinen und Küstenlandschaften mit Staffage, R. de Baudous sc. et excud. 1618; kl. qu. 4.
Holländische Küstengegend mit biblischer Scene. Matth. Cap. VIL s. S. Frisius sc. A. Colom exe., kl. qu. fol.
Eine Marine, mit C. W. bezeichnet, und von H. Goltzius be- stochen. Bartsch Nr. 246.
Amoeniores regiunculae a Cornelio Nicolai a Wieringen deli- neatae et aeri aqua forti inseriptae per Nic. Joannis Piscatorem (Visscher) Amstelodamense ins. Anno 1613. Folge von 13 Blättern mit zierlichen Landschaften und Marinen, kl. qu. fol.
Eigenhändige Radirungen.
C. van Wieringen hat einige Blätter radirt, welche Wasserge- genden mit Dörfern, Schiffswerften u. s. w. mit vielen Figuren vor- stellen. Sie sind nirgends genau beschrieben.
Landschaft mit Wasser und Gebäuden zu beiden Seiten. Rechts führen zwei Treppen zu einem Gebäude. Links un- ten: Wieringen Inven. H. 3 Z. 3 L., Br. 6 Z. 2 L.
Ansicht eines Dammes mit Schleuse und Schiffen. Links am Wasser: Wieringen Inven. H. 3 Z. 9 L., Br. 6 Z. 2 L.
Folge von 4 Blättern mit Wassergegenden und Figuren., Wieringen Inv. Roguig exc., schma? 2 L.
Die beiden obigen Blätter gehören wahrscheinlich zu- dieser Folge, da sie aus 6 — 8 Blättern bestehen soll.
Wierix 3 s. Wierix;
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