Widmann, Max, Bildhauer und Professor an der k. Akademie in München , wurde 1812 zu Eichstädt geboren, wo er das Gymnasium besuchte, aber nebenbei auch sich eifrig im Zeichnen übte. Im Jahre 1825 bezog Widmann die Akademie der Künste in München, schloss sich aber später an Schwanthaler an, und arbeitete Mehreres unter Aufsicht desselben. Von 1830—31 lag der Künstler in Rom den Studien ob, besonders nach den alten classischen Werken der Sculptur, welche ihm eigentlich die Kunstrichtung bestimmten, in welcher er seinen Ruf gründete. Im Geiste der Antike führte er in Rom einige Reliefs aus, und eine Zeichnung zum Schilde des Herkules, wie ihn Hesiod beschreibt. Diesen Schild modellirte der Künstler nach seiner Rückkehr in Wachs, und ein Gypsabguss kam 1843 durch die Verloosung des Kunstvereins zu München in Privathände. Ausser zweien Schulwerken: eines steinschleudernden Ajax (1832), und einer Gruppe mit Samson und Dalila (1835), erwähnen wir unter den früheren vorzüglichen Werken des Künstlers die Statue des Cyparissus mit dem Hirsch, und der lebensgroßen Gruppe des Apollo und der Coronis. Diese Werke (1845) sind im Geiste der Antike erfasst, so überhaupt auch seine Basreliefs aus der griechischen Mythe und Geschichte beweisen, dass sich der Künstler mit ganzer Seele in das classische Alterthum versenkt hatte. Dass er aber auch das Leben in voller Wahrheit zu erfassen weiss, beweisen einige Büsten, wie jene des Staatsmannes Johann von Mündel in Marmor, für die Ruhmeshalle in München, und die des General von Herdeck, welche er 1844 im Auftrage des Königs Ludwig für die Festung Ingolstadt in colossalen Verhältnissen in Marmor ausführte. An diese trefflichen Büsten reihen sich zwei andere, welche ebenfalls in der bayerischen Ruhmeshalle ihre Stelle finden werden, nämlich jene des Gelehrten und Staatsmannes Johann Georg Herwart und des Malers Christoph Amberger, beide in Marmor ausgeführt, mit streng individuellen Zügen, und in jener charakter
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