WIDMANN, Franz Joseph

WIDMANN, Franz Joseph, Maler von München , war Schüler von Caspar Sing, und erhielt den Hofschutz. Von dieser Zeit an malte er für den Hof verschiedene Bildnisse, doch anfangs nur Copien nach anderen Gemälden, welche an auswärtige Fürsten geschenkt wurden. Später erhielt er die Stelle eines wirklichen Churfürstlichen Hof- und Cammermalers. Er arbeitete für zwei Churfürsten, und für den Kaiser Karl VII., bis endlich bei diesem Johann Georg Winter seine Stelle ersetzte. Im Jahre 1750 suchte der Künstler um eine Pension nach, und bemerkte in der unter den Personalakten des k. Reichsarchivs-Conservatorium

F. J. Winter malte die lebensgroßen Bildnisse des Churfürsten und der Churfürstin von Bayern , den ersten im Ornate, im Ritter- Costüm und im Jagdkleide, und dazu immer als entsprechendes Gegenstück die Gemahlin. Im grünen Jagdgewande wurde sie neben dem Bildnisse des Herzogs Ferdinand im Speisesaale zu Schleiss- heim aufgestellt. In Nymphenburg sind von ihm zwei grosse Bild- nisse, jenes der Maria Amalia, Gemahlin Carl VII., und der Ku- nigunde Theresia, Gemahlin des Königs Johann Sobieski II., "in einer Grösse von 00 Schuh. Auch an die Höfe von Wien, Wür- temberg und Dresden wurden Bildnisse von ihm geschenkt. Lip- owsky schreibt ihm auch Altarbilder zu, darunter ein Gemälde mit St. Jakob in der Kirche der Clarisserinnen zu München, wahr- scheinlich die Composition auf folgendem Blatte, welches auch dem F. J. Winkler zugeschrieben wird. Auch Blumen und Früchte malte dieser Künstler.

J. G. Rugendas stach nach ihm das Bildniss des Churfürsten Maximilian Joseph, Bruststück in Rüstung und reichem Costüm, gr. fol.

Eigenhändige Radirungen.

  1. St. Jakob zeigt einem Pilger die heil. Jungfrau mit dem Kinde, und St. Anna auf Wolken. F. J. Winter f. 1712, kl. fol. Er ist wahrscheinlich auch jener J. Winter, welchem fol- gende Radirungen zugeschrieben werden.
  2. Die Kinder Israel's, welche von Samuel einen König ver- langen, kl. fol.
  3. Die Himmelsleiter des Jakob, kl. fol.
  4. Die Erweckung des Lazarus, kl. qu. fol.

Vorsicht

Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.

Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.

Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_bly19Wlc3NgC