Weygandt, Sebastian

Weygandt, Sebastian, Maler, geboren zu Bruchsal 1760, genoss den ersten Unterricht von Carl Engelhard, und stand dann drei Jahr unter Leitung des Bildhauers Günther. Der Hofmaler Schweig gart wollte ihn endlich zum Historienmaler heranbilden, und sechs! waren vier Jahre verflossen, als der Vater dem Kunststudium ein Ende machen wollte. Weygandt verliess jetzt heimlich Bruchsal ! und ging nach München , wo er nach einiger Zeit gezwungen war, zum Broderwerb Bildnisse zu malen. In Augsburg schien ihm dann ein besseres Glück zu lächeln, indem P. von Stetten und Branden sich des jungen Künstlers annahmen. Er besuchte die Akademie, und gewann 1781 den zweiten Preis, was den Neid erregte, welcher zuletzt in hässliche Anschuldigungen ausartete, wie in Füssly zu lesen ist. Nach seiner Abreise von Augsburg malte er in Wallerstein und Oettingen die fürstlichen Familien, und dort porträitierte er in Dresden die Lady Craven mit dem Markgrafen von Ansbach . Letzterer ernannte ihn zum Hofmaler; es war aber bei der Uebergabe des Landes an Preussen das Patent noch nicht unterzeichnet, so dass der Künstler ohne Pension ausging. Er fand indessen an dem Erbprinzen von Hohenlohe in Ingelfingen einen Gönner, und erhielt von diesem mehrere Jahre ehrenvolle Aufträge. Später berief ihn dieser als Hofmaler nach Breslau , wo er bei der Einnahme der Stadt durch die Franzosen wenig Nachtheil hatte, als andere Bewohner. Er malte viele Bildnisse französischer Offiziere, so wie jenes des Prinzen Jeröme, welcher 1807 den Künstler zum Hofmaler ernannte. Allein nach der Restau- ration des alten Churhauses war Weygandt in Kassel wie auf den zufälligen Erwerb angewiesen. Er malte viele Bildnisse, da die Be- stellungen auf historische Darstellungen spärlich eingingen. Wey- gandt war aber ein geschickter Künstler, welcher in diesem Fache Gutes zu leisten im Stande war. Er starb zu Cassel 1828.

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