Wet oder Wett, Jakob de

Wet oder Wett, Jakob de, Maler, wahrscheinlich der Sohn des Johann de Wet, welcher eigentlich Düwett heisst, wurde 1677

bei der Malergilde in Köln eingeschrieben, und lebte lange Zeit

in dieser Stadt. Merlo (Kunst und Künstler in Köln) sagt, dass

er mit Vorliebe den Brand von Troja , und Pharao's Vertreibung

der Israeliten durch das rothe Meer gemalt habe. Diese Bilder sind gewöhnlich sehr flüchtig behandelt, und leiden an einer derb unreinen Färbung der Fleischtheile. Doch begegnet man auch solchen, denen es nicht an Klarheit und Wärme des Colorit, an Fleiss der Ausführung und pikanter Wirkung fehlt. Solche Bilder erinnern an Rembrandt's Schule. Hr. Merlo in Köln be- sitzt eine schöne Anbetung der Hirten von ihm, und der Maler

Dieser Künstler ist wahrscheinlich mit Jakob de Weth, wel- chen Immerzeel IIl. 231 ohne Zeitangabe nennt. Eine Person. Der genannte Schriftsteller sagt, dass man durch die biblischen Bilder seines de Weth an Rembrandt erinnert werde, welchem er aber weder in der Färbung, noch in der Wirkung gleichkomme,

Man legt dem J. de Wet eine seltene Radirung bei.

Typus Reformationis Coloniensis. Zu Ehren und ewiger Ge- dächtniss derjenigen tapferer Herren und Männer aller Welt vor- gestellt, welche ähre et treue Hände an das Gottseelige Reforma- tions - Werk in —. Cöln Anno 1680 herzhaft geschlagen haben, — Die allegorische Darstellung beschreibt Merlo ausführlich. Links thront die Gerechtigkeit, über ihr schwebt der Friede und die Eintracht, Merkur treibt die Geister der Zwietracht vor sich her, und über der Gruppe fliegt ein scheusslicher Drache, In Mitte des Grundes erhebt sich das Rathhaus. Das Blatt ist mit den Ver- sen im Rande und der Typenüberschrift gr. fol.

Die Kupferplatte ist 0 Z. hoch, und 9¼ Z. breit;

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