Westmacott, Richard

Westmacott, Richard, Bildhauer, der Sohn des obigen Meisters,

wurde um 1802 in London geboren, und von seinem Vater unter- richtet, so dass er schon als geschickter Künstler in Italien ankam. Er widmete sich einige Zeit in Florenz den Studien, wo die Aka- demie der Künste zwei Bildwerke von ihm bewahrt, die Statue der Pandora mit der geöffneten Büchse, und das Bild einer afrikan- ischen Sklavin. Westmacott hatte sich früher in Rom mit der At- tike bekannt gemacht, und daher verrathen alle seine Bildwerke das Streben nach antiker Weise zu bilden. Doch sind sie nicht zahlreich, da er lange im Atelier des Vaters thätig war, und in gemeinschaftlicher Arbeit sich verbunden hatte. Am zahlreichsten sind die Büsten, welche sogar das Gepräge höherer Wahrheit zeig- en, als jene des Vaters. Unter seinen früheren Statuen finden wir einen Amor mit dem Pfeile erwähnt, und dann eine Venus welche den Askanius schützt. Dann fertigte er auch Basreliefs, und viele Zeichnungen , welche historische und allegorische Dar- stellungen zum Gegenstande haben. Ein Werk dieser Art, welches den Kampf des freien Willens schildert, ist durch den Stich be- kannt, unter dem Titel: Outlines to illustrate a moral Allegory entitled »the fight of freewill« by R. Westmacott jun., R. A. London . Mit 8 Blättern in Umrissen, und beigefügter Er- klärung in englischer, deutscher und französischer Sprache. Beim Concurse zur Ausschmückung der neuen Parlamentshäuser brachte er in Westminster-Hall die Statue eines Engels zur Ausstellung, welcher aber nur als ein Theil einer Gruppe zu be- trachten war.

R. Westmacott jun., ist seit etlichen Jahren Mitglied der Aka- demie der Künste in London.

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