Werinher von Tegernsee , s. Wernher., Werko, Maler in Wien , ist uns nach seinen Lebensverhältnissen unbekannt. Im Kunstblatt 1847 heißt es, dass von ihm eine grosse Landschaft mit alttestamentlicher Staffage für die Gallerie des Bel. vedere angekauft worden sei. Werlstätter, Benedikt, Maler, war um in Salzburg tätig. Er malte Prospekte der Stadt. Wörl, Hans, auch Wörl, Wehrl, Wernl und Werlin genannt, Maler von München , trat daselbst 1504 bei Sigmund Haenstreit in die Lehre, und erfreute sich als der Sohn eines Beamten der Unterstützung des Herzogs Wilhelm V., welcher ihn nach erstan- dener Lehrzeit in seine Dienste nahm. Er erhielt das Quartal 62 fl. 50 kr., wie wir aus einer Zahlungsliste des Herzogs ersahen. Nach der Abdankung dieses Fürsten (1508) nahm ihn Herzog Maximili- an I. in seine Dienste, welcher den Künstler dem Peter Candito gleichstellte, indem beide einen Gehalt von 400 fl. bezogen. Im Jahre 1600 malte er das Altarbild in der neuen Hofkapelle der Maximili- anischen Residenz, und erhielt dafür 300 fl. Für das Bildniss Maximilians, welches er 1601 malte, wurden ihm 40 fl. bezahlt. Dann musste er auch Bildnisse alter Fürstenpersonen copiren. Wir fanden in den Akten des k. Reichs-Archiv-Conservatorium angegeben, dass ihm für vier solcher Copien 50 fl. bezahlt wur- den. Werle wurde viel beschäftigt, so dass der Künstler Gesellen halten musste. Einer der geschicktesten unter diesen war Georg Fuerthuber. In den Personalakten des genannten Conservatoriums heisst der Künstler 1610 bereits Werle senior, er war aber noch 1620 thätig. Damals nahm er den Bartolome Wanseller in die Lehre. Bei dieser Gelegenheit wird er im Zunftbuche fürstlicher Kammermaler und Architekt genannt. Gleichzeitig mit diesem Künstler lebte ein David oder Hans David Werle von Memmingen. Dieser erhielt 1605 für ein Bild- niss des Herzogs Maximilian I. 15 fl. Im Jahre 1610 überreichte er dem Pfalzgrafen bei Rhein und Herzoge von Bayern ein histo- risches Gemälde. Im Jahre 1622 erscheint er als Hofmaler des Her- zogs Albrecht. Er könnte der Sohn des Abraham Werle oder Wer- lin gewesen seyn, welcher nach C. Schorer (Chronik von Memmin- gen S. 113) 1592 eine Missgeburt abgemalt hatte. Die Münchner Kenntnisse kennen die genannten Werle nicht, obgleich diese Künstler unter Maximilian I. viel beschäftigt wurden. Werle, G., Maler, war um 1715 in Brünn thätig. Er malte histo- rische Darstellungen, berücksichtigte aber immer mehr die Archi- tektur als die Staffage. In der Sammlung des Grafen von Salm war von ihm ein Bild, welches Christus vorstellt, wie er im Tempel lehrt. G. Werle fecit 1745. Er war Lehrer des D. Gran. In Znaim lebte (1838) ein geschickter Bildnissmaler J. Werle. Werlin, Hans, s. Hans Werle. Werlin oder Wörlin, Zacharias, Kupferstecher, arbeitete im 17. Jahrhundert zu Nürnberg. Er hat sein eigenes Bildmes gestochen, fol. . .
1606), war der Sohn des fürstlich Altenburg'schen Hofgärtners Christian Wermuth, welcher 1604 in sächsische Dienste kam, und 1680 in Dresden starb. Unser Künstler war daselbst Schüler von E. C. Dürr, welcher sich durch seine grossen Schaumünzen Ruf erwarb, bei deren Prägung er sich zuerst (in Sachsen) des Keil- werkes bediente. Auch Wermuth lernte durch ihn den Gebrauch dessaiben kennen, bediente sich später der Stoss- oder Pressma- schine, und erhielt sogar das Privilegium, in seinem Hause ein solches Werk zu halten, und zu prägen. Die Begünstigung ist von 1690, und wurde ihm durch seine Kaiser-Suite zu Theil. Wer-
muth arbeitete mit Dürr in mehreren deutschen Münzstädten, und
wurde 1686 Münzmeisterschneider in Sondershausen. Zwei Jahre später erhielt er die Stelle eines Sachsen-Gotha'schen Medailleurs, versah aber auch viele andere Höfe mit Stempeln. Seine Medaillen belaufen sich über 1300, worunter viele Schülerarbeiten sind. Da-
her erklärt sich der ungleiche Werth dieser Gepräge. Köhler,
Münzbelustigungen XII, 34., unterzieht desswegen sein Treiben seiner scharfen Kritik. Die schönsten Medaillen datiren von 1700 — 1702, sie sind aber von Kouch, und tragen mit Unrecht Wer- muth's Zeichen. Er trieb mit seinen privilegirten Medaillen einen Handel, und besuchte damit die Messen in Leipzig. Unter ande- ren hatte er auch satyrische Schaustücke, welche immer confiscirt wurden. In der Lebens- und Regierungsgeschichte des Königs Friedrich August I. von Sachsen und Polen, oder wie ihn die Po- len lieber nannten, Friedrich II., Leipzig 1707 S. 26, ist eine merk- würdige Medaille dieser Art beschrieben. Die Wahrheit war zu derb bezeichnet. Er wollte diese aber immer sagen, und kurz vor seinem Tod kam er sogar auf die Idee, seinen Namen Warmuth zu schreiben. Bei Köhler sind einige seiner Schaumünzen in Ku-
pfer gestochen, andere findet man im Hamburgischen Magazin XII,
1750, S. 645 — 566 abgebildet. Hier sind auch die Schriften be- zeichnet, welche er herausgab, und andere sich auf ihn beziehende Abhandlungen. Starb zu Gotha 1753.
Es findet sich eine Medaille mit seinem Bildnisse von 1702. Auch auf späteren Medaillen stellte er sein Bildniss dar. Gest. in Numism. hist. p. 252. P. Schenk hat 1701 sein Bildniss geschabt, fol.
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