Wening, Michael

Wening, Michael, Kupferstecher , wurde 1641 zu Nürnberg ge- boren, und kam als geübter Künstler nach München , wo er als Protestant in den Schooss der katholischen Kirche aufgenommen wurde. Churfürst Ferdinand Maria ernannte ihn zum Portier der Ritterstube, und 1669 auch zum Hofkupferstecher, als welcher er zahlreiche Blätter lieferte. Wir verdanken ihm ein für Bayern wichtiges Werk, welches unter dem Titel: Historica typographica descriptio Bavariae etc. in vier Foliobänden Ansichten von Städten, Märkten, Schlössern etc. der ehemaligen bayerischen vier Rent- ämter enthält, und drei Auflagen erlebte. Dann stach Wening auch Bildnisse, Schlachten u. s. w. Für eine Ansicht der Resi- denz in München erhielt er vom Churfürsten Max Emanuel eine goldene Kette mit Ehrenpfennig. Dieser Fürst war dem Künstler sehr gewogen, da er auch die Schlachten gestochen hatte, welchen derselbe in Ungarn beiwohnte. F. J. Beich hat sie gemalt, wie aus dem Artikel dieses Künstlers zu erschein ist. Wening starb zu München . J. B. Wening hat das Bildniss dieses Künstlers radirt,

  1. St. Peter von Alcantara, mit Dedication an den Churfür- sten Ferd. Maria, fol.

  2. Joannes Jacobus de Maphaeis, churbäyerischer Leibarzt und Comes palatinus, N. Brug (Brucker) pinx. Brustbild in run- der Einfassung.

  3. F. J. Thiermair, nach P. Mignard, kl. fol.

  4. Thomas Meerman, Brustbild in Oval.

  5. Der figurirte Plan von Mohacz, nach der Zeichnung des General Adjutanten M. d'Hallart 1687, gr. fol.

  6. Die Belagerung von Ofen, mit vierfachem Prospekt der Stadt, nach der Zeichnung des General-Adjutanten M. d'Hallart, kl. fol.

  7. Die Niederlage der Türken bei Mohacz 1678. Nach J. F. Beich, fol.

  8. Die Belagerung von Ofen 1686, nach demselben, fol.

  9. Die Schlachtordnung der Türken und Oesterreicher bei Er- sek 1687, nach Beich, fol.

  10. Der Uebergang der kaiserlichen und bayerischen Truppen über die Sau, nach demselben, fol.

  11. Die Feldzüge in Ungarn, im Reich und in Piemont, nach den Zeichnungen des Obersten Deani, 20 Blätter.

  12. Die Ansicht der churf. Residenz in München, fol.

  13. Die Decorationen zur Oper »Servius Tullius«, nach den Zeichnungen des Architekten Casp. Mauro, 4.

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