WEISS, Franz Anton, Maler, war um 1750 zu Rettenberg in Schwaben geboren, wie Lipowski behauptet. WEISS, Franz Joseph, Mal., wurde 1699 zu Bregenz in Vorarlgeb. geboren, wie Lipowski behauptet. Er malte Bildnisse und historische Darstellungen.
Er machte seine Studien zu München unter Desmarets, und stand ihm mehrere Jahre zur Seite, bis er endlich 1730 selbstständiger Meister wurde. Es finden sich Altarbilder von ihm, theils in bayerischen Ortschaften, theils in Bayern . In der St. Michael's Kirche zu München ist das Seitenaltarblatt mit St. Alois Gonzaga sein Werk, wie Lepsius angibt. Dann malte Weiss auch Bildnisse in Öl und Miniatur.
Fürsten schon als Prinzen gemalt, zum Stiche für Gottfried Stein- berg. Der Prinz schrieb eine Dissertation, welche gedruckt wurde, und an der Spitze dessen Bildniss in fol. hat. Der Ma- ler nennt sich darauf Franciscus Josephus Weiss, und er ist da- her nicht mit Joseph Carl Weiss eine Person, wie Füssly glauben möchte,
F. J. Weiss, oder geradeweg Joseph Weiss, wurde Ma- lerei-Inspektor an der churfürstlichen Porzellan-Manufaktur in Nymphenburg . Er malte schon früher für diese Anstalt, besonders Bildnisse auf Dosen und Platten. Auch mit allegorischen Darstel- lungen zierte er verschiedene Gefässe. Seine Arbeiten galten für damalige Zeit als vorzüglich, und selbst in der von Westenrieder auf Veranlassung der Akademie der Wissenschaften herausgege- benen Geschichte Bayerns heisst es, dass Weiss dem Vaterlande Ehre mache. Er starb 1770.
Bartholome Ignaz Weiss, der Sohn unseres Künstlers, hat sein Bildniss radirt. Ein anderes Blatt ist bezeichnet: St. Maria Mater Christi. Jos. Weis Pictor aul. pinx. Bar. fil. sc. Mon. 4.
Gottf. Steinberg stach nach ihm ein Blatt in qu. fol., welches Moses vorstellt, wie er Wasser aus dem Felsen schlägt.
Das unter Joseph Carl Weiss erwähnte radirte Blatt könnte auch von ihm seyn.
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