Weise, Adam Dr., Maler und Kupferstecher , geboren zu Wei- mar 1776, wurde als Knabe zum Handwerke bestimmt, fand aber im 16. Jahre an der Kunstschule seiner Vaterstadt Aufnahme. Der Direktor Kraus nahm ihn unter spezielle Aufsicht, doch war er gezwungen Kupferstiche von Jagemann zu coloriren, um seinen Unterhalt zu sichern. Hierauf übte er sich bei C. Westermayr im Kupferstechen, und lieferte in der Folge mehrere Blätter für das Industrie-Comptoir in Weimar . Auch für den Loder'schen anato- mischen Atlas stach er einige Platten. Eine Folge von 8 Blättern nach Zeichnungen von R. la Fage erschien 1808 zu Heidelberg bei Mohr und Zimmer, und kostete 5 Thl. Weise liess sich 1800 in der genannten Stadt nieder, und malte bis 1811 Bildnisse. End- lich fand er zu Dresden an Professor Matthäi einen Lehrer in der Geschichtsmalerei, trat aber in die Reihen der Vaterlandsver- theidiger. Nach Beendigung des Krieges wurde er Zeichnungs- lehrer am Pädagogium zu Halle, und zuletzt Professor der Kunst- geschichte an der Universität daselbst. Überdies ertheilte er Un- terricht in der Malerei, von seiner eigenen Hand finden sich aber nur wenige historische Bilder, in welchen er für das Colorit den Rubens zum Vorbilde nahm.
. Mit Dürers's Bildniss (von ihm selbst gezeichnet). Leipzig 1825, gr. 4. Grundlage zur Lehre von den verschiedenen Gattungen der Malerei . Halle 1823, 8.
Dieser Künstler starb zu Halle 1835.
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