Weinlig, Christian Traugott

Weinlig, Christian Traugott, Architekt , geboren zu Dresden 1730, machte in seiner Jugend classische Studien, und widmete sich dann unter Leitung des Ober-Landbaumeisters Schwarz der Baukunst. Bereits Hof-Bauconducteur trat er 1766 eine Reise nach Frankreich und Italien an, um berühmte Architekten und Bau- werke kennen zu lernen. In Paris genoss er den Unterricht von le Roy, Chalgrin und Blondel, und in Rom wurde er durch Win- ckelmann mit Notabilitäten jeder Art bekannt. Ein Lieblingsstu- dium war ihm besonders auch die Geschichte der Baukunst, und wie sehr es ihm zu thun war, einem besseren Geschmacke in dieser Kunst Eingang zu verschaffen, beweisen die verschiedenen Zeichnungen, welche er fertigte, und die öffentlichen Anregungen zum Studium guter Meister. Er gab neben anderen Briefe über Rom heraus, welche von 1781 — 87 in drei Quartbänden mit Ku- pfern erschienen. Dann suchte er auch dem Schnörkelgeschmacke in der äusseren und inneren Decoration entgegen zu wirken. Er war in Sachsen der erste, welcher auf die antike Decoration durch Arabesken, und andere reinere Zierwerke älteren Styles aufmerk- sam machte, und gab zu diesem Behufe vier Hefte mit Mustern heraus, welche theils schwarz, theils colorirt in-fol. erschienen. Diese, oder andere Blätter, erschienen auch unter dem Titel: Oeuvres d'Architecture de S. T. Weinlig, 1 — 3 Cahier, qu. fol., Dresde 1784 — 85. Sie enthalten meist colorirte Arabesken. Weinlig wurde 1771 Mitglied der Akademie in Wien , sächsischer Hofbaumeister, und 1799 Ober-Landbaumeister, starb aber in diesem Jahre.

Es finden sich auch radirte Blätter von ihm.

Ein J. Weinmann war um 1780 in Pressburg thätig. Er stach ebenfalls in Kupfer.

Ein Maler, Namens Weinmann, malte in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Kloster zu Diessen heilige Darstellungen,

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