Weigel, Hans, Zeichner und Formschneider von Amberg , war in
Nürnberg ansässig, und trieb daselbst in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts einen Handel mit Landkarten und anderen Kunst- produkten. Weigels Thätigkeit scheint um 1550 zu beginnen, und um 1600 starb der Künstler . Seine Blätter sind nicht häufig zu finden. Er bediente sich zur Bezeichnung seiner Werke der Buch- staben H. W., sowohl auf Formschnitten, als auf Zeichnungen.
In der Derschau'schen Sammlung waren die Bildnisse von Sigmund und Paul Pfinzing, beide getuscht und colorirt, das erstere von 1560, das andere von . Auf beiden Blättern stehen die Buch- staben H. W.
- Churfürst Johann Friedrich zu Pferd. Unten: gedruckt zu Nürnberg durch Hanns Weigel Formschneider , gr. fol.
- Iwan Wasiliewitsch, Großfürst von Russland . Mit beige- druckten Versen und den Buchstaben H. W., gr. fol.
Anderwärts wird dieses Blatt als Kupferstich genommen, es ist aber in Holz geschnitten. 3) Hans Sachs im Zimmer sitzend, mit dem aufgeschlagenen Buch auf dem Tische, in welchem steht: 5876 Gedicht, Al- le 68 Jar. 1563. Unten aufgedruckte Verse von Hetner, H. 2 L., Br. 5 Z. 8 L. 4) Die Geschichte Jesu bis zu seinem Leiden in Jerusalem , gross
er Holzschnitt mit vielen Figuren, unten nach rechts H. W.
Aus drei Blättern, s. gr. roy. qu. fol.,
- Das christliche Schiff. Auf diesem erscheint Christus mit dem Kreuze umgeben von den Evangelisten, Aposteln und Kirchenvätern. Die Verfolger des Glaubens und der Kirche reiten im Wasser heran. Unten sind deutsche Verse mit der Adresse: Gedruckt zu Nürnberg durch Hans Weigel. Dieses Blatt ist in alten Exemplaren durch Patronen colorirt, gr. imp. qu. fol.,
Mathis Zündt hat 1570 dieselbe Darstellung zart radirt,
aber in kleinerem Formate.
Die Weiber bethören Simson, David und Salomon, fol.
Ein schlafendes nacktes Weib, nach Hans Sewald Böheim, fol.
Zwei wilde Pferde. Das zur Linken hat den Reiter abge- worfen, das andere wird rechts von einem Manne aufgeführt halten. Rechts unten beim Hunde H. W. H. 2 L. 4 L. Br. 7 Z.
Die neuen Abdrücke sind in Derschau's Holzschnittswerk
Das Wappen der Grabener, mit Helmdecke und Eule. Zu den Seiten zwei Genien. Links unten am Stein H. W.
Die Karte des Herzogthums Würtemberg, 1555 in Holz ge- schnitten, qu. fol.
Habitus praecipuorum Populorum, tam virorum quam foeminarum singulari arte depicti. Trachtenbuch: darin fast allerley und der fürnembsten Nationen, die heutigstags bekannt sind, Kleidungen, beide wie es bey Manns und Weibs-personen gebräuchlich, mit allem vleiss abgerissen seyn, sehr Justig und kurzweilig zu sehen. Gedruckt zu Nürnberg, bey Hans Weigel Formschneider, Mit Röm. Kay. May. Frei-heit Anno MDLXXVIL fol. Dieses Werk enthält 210 Costümbilder, mit einem Schlussblatte, welches den Prediger Johannes in der Wüste vorstellt, oben mit dem von zwei Genien gehaltenen Wappen von Nürnberg. Es kommen auch alte colorirte Exemplare vor,
In der späteren Ausgabe ist der Text aufgedruckt, die Abbildungen sind aber dieselben.
Einige Abänderungen erlitt folgende Ausgabe: Habitus praecipuorum Populorum — olim singulari arte Joh. Weigelii, Norimberg. depicti et excusi, nunc vero debita diligentia denuo recusi. D. i. Trachtenbuch etc. Ulm 1639. In Verlegung Joh. Görlins etc. gedruckt durch Balthasar Kühnen etc., fol.
Vorsicht
Diese Seite wurde maschinell erstellt. Die Zuverlässigkeit der OCR ist durch die Qualität der Scans, der Software und des Workflows zwangsläufig beschränkt. Eine menschliche Korrektur und Redaktion fand nicht statt.
Das Ziel dieser Seite ist es, die gezeigten Resourcen einfach zugänglich zu machen. Für Zitate und eine direkte Nutzung sind sie nicht ausreichend. Hierfür ist notwendigerweise das originale Quellenmaterial hinzuzuziehen.
Der zugrundeliegende Scan ist hier zu finden https://archive.org/details/bub_gb_bly19Wlc3NgC